Bestattungskosten: Ist eine Sterbegeldversicherung sinnvoll?

Was leistet eine Sterbegeldversicherung?

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Eine Sterbegeldversicherung zahlt beim Tod des Versicherten eine festgelegte Summe an die Erben oder Bezugsberechtigten, damit sie die Bestattung finanzieren können. Manche Versicherungen arbeiten auch mit festen Vertragspartnern zusammen, die im Todesfall die Bestattung durchführen und direkt aus der Versicherungssumme bezahlt werden.

Die Summe, über die man eine Sterbegeldversicherung abschließen kann, reicht je nach Anbieter von 1.500 Euro bis zu mehr als 20.000 Euro. Manche Versicherungen bieten den Schutz auch erst ab einer höheren Einstiegssumme, andere bleiben bei einem maximalen Versicherungsschutz von unter 10.000 Euro.

Oft mit Wartezeit
Generell gibt es die Sterbegeldversicherung in zwei Varianten: Mit oder ohne Fragen nach dem Gesundheitszustand des Kunden. Bei der Variante mit Gesundheitsfragen kommt ein Versicherungsschutz in der Regel sofort zustande. Es besteht jedoch die Möglichkeit, dass die Versicherung den Vertrag aufgrund des angegebenen Gesundheitszustandes ablehnt.

Wer hingegen eine Sterbegeldversicherung ohne Gesundheitsfragen wählt, hat den vollen Versicherungsschutz erst nach einer Mindestvertragslaufzeit. Das können je nach Anbieter zwölf Monate aber auch drei Jahre sein. Stirbt der Kunde vorher, bekommen die Angehörigen je nach Unternehmen entweder die bis dahin eingezahlten Beiträge oder die Versicherungssumme gestaffelt in Teilbeträgen. Bei einem Unfalltod innerhalb der ersten drei Jahre verzichten viele Versicherungen hingegen auf die Wartezeit.

Wie lange der Kunde einzahlen muss, kann je nach Anbieter und Alter bei Vertragsabschluss stark variieren. Meist endet die Beitragszeit mit dem 65. oder dem 85. Geburtstag, bzw. eine feste Zahldauer kann vereinbart werden. Danach läuft der Vertrag beitragsfrei weiter.

Nichts für Rentner
Ein durchschnittlicher Beitrag ist schwer zu nennen, da sich dieser sowohl nach der Versicherungssumme, dem Beitrittsalter des Versicherten als auch der jeweiligen Beitragszahlzeit richtet. Frauen zahlen wegen ihrer höheren Lebenserwartung weniger als Männer.
Je nachdem ist manche Versicherung über eine Summe von 5.000 Euro für einen 40-Jährigen schon für unter 15 Euro im Monat zu haben. Wichtig ist jedoch, was der Kunde über die gesamte Zeit zahlt. Und da kann einiges zusammenkommen, wenn er zum Beispiel bis zu seinem 85. Lebensjahr Beiträge leistet.

Je höher das Einstiegsalter bei Vertragsbeginn, desto höher kalkulieren die Versicherer das Todesfallrisiko und passen den monatlichen Beitrag entsprechend an. Aus 15 Euro für einen jungen Versicherten werden je nach Anbieter bei einem 65-Jährigen schnell mehr als 30 Euro Monatsbeitrag. Wer dann noch 20 Jahre einzahlen soll, leistet mehr als die eigentliche Versicherungssumme. Im Rentenalter noch abzuschließen, lohnt sich in der Regel gar nicht sondern bedeutet vielmehr, dass der Versicherte draufzahlt.

Überschussbeteiligung: Bei Lebensversicherungen ist der Versicherer gesetzlich verpflichtet, den Kunden an seinen Überschüssen zu beteiligen. Diese Überschüsse erhalten die Hinterbliebenen in der Sterbegeldversicherung meist über eine Bonuszahlung zur vereinbarten Versicherungssumme. Doch die Überschüsse sind nicht über die gesamte Laufzeit garantiert und deswegen sollte man sie nicht in seine feste Kalkulation zur Versicherungssumme einschließen.

Verbraucherschützer und die Zeitschrift Finanztest warnen schon seit Jahren vor dem Abschluss einer Sterbegeldversicherung. Und so hat auch Finanztest in seiner August-Ausgabe festgestellt, dass lediglich drei von 30 Anbietern den Testkriterien standhalten – und das auch nur für 45-jährige Kunden.

Doch was sind die Alternativen? Wie kann man wirklich absichern, dass nach dem eigenen Tod genug Geld für ein angemessenes Begräbnis zur Verfügung steht?

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