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Einlagensicherung

Alle Banken mit Sitz innerhalb der europäischen Union müssen die Einlagen ihrer Kunden aufgrund eines EU-Gesetzes über eine nationale Entschädigungseinrichtung absichern. In Deutschland ist dies die „Entschädigungseinrichtung deutscher Banken“, die aufgrund des Einlagensicherungs- und Anlegerentschädigungsgesetzes vom 1. August 1998 existiert.

Zum 1. Juli 2009 wurde die deutsche Einlagensicherung von 20.000 Euro auf 50.000 Euro erhöht. Ab dem 31. Dezember 2010 erhöht sich der Betrag weiter auf 100.000 Euro.

Arbeitnehmersparzulage

Wer im Rahmen der vermögenswirksamen Leistungen seine Beiträge in einen Bausparvertrag oder einen Aktienfonds einzahlt, kann vom Staat eine Sparzulage der eingezahlten vermögenswirksamen Leistungen erhalten.

Bei einem Bausparvertrag werden pro Arbeitnehmer jährlich maximal 470 Euro mit 9% gefördert. Ledige erhalten bis so zu 43 Euro pro Jahr, Ehepaare, bei denen beide Ehegatten Arbeitnehmer sind erhalten bis zu 86 Euro Sparzulage pro Jahr. Anspruchsberechtigt sind Alleinstehende mit einem zu versteuernden Jahreseinkommen von bis zu 17.900 Euro und Ehepaare, deren zu versteuerndes Jahreseinkommen 35.800 Euro nicht übersteigt.

Die Arbeitnehmer-Sparzulage wird auf einer Bescheinigung, die jährlich mit dem Jahreskontoauszug verschickt wird, beantragt und vom Finanzamt – nach Prüfung des Einkommens – festgesetzt. Nach Ablauf der Sperrfrist von 7 Jahren, oder in bestimmten Fällen auch schon früher, wird die Arbeitnehmer-Sparzulage vom Finanzamt auf das Bausparkonto überwiesen. Werden danach weiterhin vermögenswirksame Leistungen auf dem Bausparkonto angelegt, wird die Arbeitnehmer-Sparzulage dann jährlich vom Finanzamt ausgezahlt.

Bei einem Aktienfonds werden vermögenswirksame Leistungen bis maximal 400 Euro mit 20% gefördert. Das zu versteuernde Einkommen darf 20.000 Euro bei Alleinstehenden bzw. 40.000 Euro bei Verheirateten nicht übersteigen.

Effektiver Jahreszins

Der effektive Jahreszins gibt an, mit welchem Zinssatz Ihr Kredit berechnet wird, wenn alle Kosten eingerechnet werden. Erst dadurch werden unterschiedliche Angebote von Banken vergleichbar. In der Effektivverzinsung sind alle preisbestimmenden Faktoren zu berücksichtigen, die sich unmittelbar auf den Kredit und seine Vermittlung beziehen und die bei regelmäßigem Kreditverlauf anfallen. Insbesondere sind dabei ^Nominalzinssatz^,^Verzinsungstermine^, ^Disagio^, ^Bearbeitungsgebühren^ und ^Kreditvermittlungskosten^ zu berücksichtigen.

Bürgschaften

Eine Bürgschaft ist ein Vertrag, in dem sich der Bürge verpflichtet, für die Erfüllung der Verbindlichkeiten des Schuldners einzustehen. Die gesetzliche Grundlage sind die Paragraphen §765-778 des Bürgerlichen Gesetzbuches (BGB). Kreditinstitute verlangen in der Regel eine selbstschuldnerische Bürgschaft, bei der sich der Bürge verpflichtet, die Zahlung zu übernehmen, wenn der Hauptschuldner seiner Zahlungsverpflichtung nicht nachkommt. Mit Beendigung des Kreditverhältnisses ist das Kreditinstitut verpflichtet, den Bürgen aus seiner Verpflichtung zu entlassen. Zur Sicherung von Ratenkrediten ist eine Bürgschaft in der Regel nicht üblich.

Affinity-Karte

Banken bzw. Sparkassen geben Affinity-Karten zusammen mit Vereinen und nicht-gewinnorientierten Organisationen wie beispielsweise der deutschen AIDS-Hilfe, der DLRG oder dem Deutschen Seglerverband für bestimmte Zielgruppen aus. Deren Symbol erscheint dann zusammen mit dem Zeichen der Bank auf der Karte und wirbt so für deren Anliegen. Vgl. ^Co-Branding (Markenpartnerschaft)^

Guthabenzinsen

Für Geldeinlagen auf dem Kartenkonto bieten Kreditkartenanbieter attraktiv wirkende Zinsen an. Sie sind in der Regel nach Höhe der Einlagen gestaffelt und liegen oft über dem Niveau für gesetzliche Sparbücher. Dieser Zinssatz gilt jedoch nur, wenn ein Mindestbetrag auf dem Konto steht. Der Kunde kann jederzeit sein Guthaben auf ein Girokonto rücküberweisen, wobei in der Regel die Rückführungsgebühr 2,50 DM bis 10 DM beträgt.
Bei Guthaben ändern sich allerdings die Abrechnungsmodalitäten: Forderungen aus Kartenumsätzen werden sofort abgebucht und verringern das Guthaben. Es gibt auch Angebote mit Guthabenverzinsung, bei denen sofort Dispozinsen für Kontoüberziehungen der Kreditkarte berechnet werden. Vgl. ^Abrechnungsarten^, ^Debit-Karte^.

Reiseservice

Gibt telefonisch oder schriftlich Auskunft über ein Reiseland: Einreisebedingungen, notwendige Impfungen, touristische Hinweise, ausgearbeitete Routen, nach individuellen Wünschen zusammengestellte Reiseunterlagen. Bei einigen Anbietern können auch Hotels, Flüge und ganze Reisen gebucht werden, wobei Karteninhaber teilweise auch Wartelistenpriorität haben. Einige exclusive Karten bieten ihren Kunden zusätzliche Vergünstigungen an: Benutzung von Flughafen und Business-Lounges, Frequent-Traveller-Status, Helikopterservice, Flughafenzubringer- und Chauffeurdienste sowie exklusive Reisen.

Devisenbriefkurs

Der Kauf ausländischer Währungen durch eine Kreditkartenzahlung im Ausland wird über den an der Börse festgestellten Devisenbriefkurs abgerechnet. Dieser ist deutlich günstiger als die Sortenkurse beim Tausch von ausländischem Bargeld am Bankschalter. So liegt etwa beim US-Dollar die amtliche Spanne zwischen den An- und Verkaufskursen bei 0,8 Pfg. je US-Dollar, die Spanne bei den ^Sortenkurs^en wird von jeder Bank individuell festgelegt und beträgt oftmals 10 Pfg. und mehr.

Darlehenszins

Anders als bei Hypothekendarlehen ist der günstige Darlehenszins eines Bausparvertrages während der gesamten Darlehenslaufzeit fest. Folglich muss der Bausparer kein ^Zinsänderungsrisiko^ tragen. Die Bausparkassen können deswegen einen festen Zinssatz garantieren, da sie sich nicht auf dem Kapitalmarkt refinanzieren müssen, sondern ihnen zweckgebundene Spareinlagen durch die Bausparer (dem ^Bausparkollektiv^) zur Verfügung stehen.