Kreditkarten – mit seinem guten Namen bezahlen

Kreditkarten – mit seinem guten Namen bezahlen

Kreditkarten werden als Zahlungsmittel immer beliebter. Das bunte Plastik erleichtert den täglichen Zahlungsverkehr und man ist weltweit immer flüssig. Bei Diebstahl oder Verlust gibt es schnelle Hilfe. Dennoch die weltweite Zahlfreiheit bringt auch eine Zahlverantwortung mit sich. Wer sorglos mit seiner Kreditkarte umgeht, riskiert sich zu verschulden. Auch sollte man seine Kreditkartendaten nicht wahllos überall nennen, um Missbrauch zu vermeiden.

Einfache und geniale Idee

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1949 vergaß ein Geschäftsmann in einem Restaurant in Manhattan seine Geldbörse. Obwohl er vermögend genug war, um sich das Essen zu leisten, konnte er doch seine Rechnung nicht bezahlen. Das brachte ihn auf die Idee, dem Kellner in Zukunft einfach eine Plastikkarte mit seiner Unterschrift zu geben als Beleg dafür, dass er den Betrag bis zum Monatsende begleichen würde. Die Kreditkarte war geboren. Der Geschäftsmann Frank McNamara gründete daraufhin die erste Kreditkartenfirma, den Diners Club. Heute kann man weltweit an Millionen von Orten bequem mit seinem Namen bezahlen.

In manchen Ländern ist der Zahlungsverkehr mit Kreditkarte gleichberechtigt neben den Bargeldverkehr getreten. In Deutschland kann man bei vielen Händlern und Restaurants noch nicht mit Kreditkarte bezahlen. Denn die Kosten für die Transaktion muss der anbietende Händler übernehmen. Auch viele Kunden sparen sich die Kreditkartengebühr und nutzen ihre ec-Karte. Das Angebot an günstigen und Gratis-Kreditkarten wächst aber, so dass der Zahlungsverkehr mit dem bunten Plastik wohl noch weiter expandieren wird.

International ausgegeben werden heute vor allem vier Kreditkarten: American Express, Diners Club, Mastercard und Visa. Die letzten beiden sind am weitesten verbreitet und werden in Kooperation mit vielen Banken und anderen Anbietern herausgegeben. Die ersten beiden werden von den Kreditkartenfirmen selbst vertrieben.

Nutzen und Gefahren einer Kreditkarte

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Kreditkarten bieten viele Vorteile. Im außereuropäischen Ausland kommen Reisende mit Kreditkarte sehr viel leichter an ihr Geld als Reisende mit ec-Karte. Visa und Mastercard werden an weit mehr Orten und Bankautomaten akzeptiert als eine ec-Karte. Angenehm für Kreditkartenkunden ist, dass sie im Fall eines Karten-Verlustes nur mit bis zu 50 Euro haften müssen. Außerdem werden die Karten bei Verlust innerhalb eines Tages ersetzt, und zwar auch im Ausland, was bei ec-Karten nicht möglich ist.

Wer viel im Internet surft und einkauft, stellt fest, dass man ohne Kreditkarte nicht weit kommt: Egal ob man eine Reise bucht oder einen Fernseher ordert, immer wieder wird die Kreditkartennummer verlangt. Dasselbe gilt, wenn man ein Auto mieten will. Wenn Sie also gerne im Netz einkaufen, oft verreisen oder im Falle eines Diebstahls schnell wieder über Geld verfügen wollen, ist eine Kreditkarte für Sie geeignet.

Bei Verlust sofort sperren lassen
Wenn Sie die Karte verlieren oder diese gestohlen wird, sorgt eine Service-Hotline für die sofortige Sperrung der Karte und besorgt schnell eine neue. Je schneller Sie den Verlust melden, desto weniger Missbrauch Ihrer Karte riskieren Sie. Viele Kartenanbieter haben sich dem zentralen Sperrnotruf 116 116 angeschlossen, der im Inland kostenfrei ist. Notieren Sie sich in jedem Fall immer die Rufnummer des Kartenausgebers (Mastercard, Visa, American Express, Diners Club).

Wenn der Kreditrahmen nicht ausreicht
Allerdings sollte man beachten, dass für jede Kreditkarte nur ein vorher vertraglich vereinbarter Kreditrahmen eingeräumt wird. Ist dieser ausgeschöpft, kann man mit der Karte nicht mehr bezahlen. Schon vielen Urlaubern im Ausland ist es passiert, dass ihre Karte beim Bezahlen die Transaktion verweigerte, weil der im Kreditkartenantrag festgesetzte Kreditrahmen überschritten wurde. Da hilft meist auch ein Anruf mit der Bitte um eine kurzfristige Erhöhung des Kreditrahmens nicht mehr. Wer seinen Kreditrahmen, zum Beispiel im Urlaub oder bei größeren Anschaffungen, ausschöpft, für den empfiehlt sich die Anschaffung einer zweiten Kreditkarte für den Notfall. Außerdem sollte man rechtzeitig beim Kreditkartenanbieter um eine Erhöhung des Kreditrahmens bitten. Der gestattet dies in der Regel, wenn es bis dato keine Probleme bei der Bezahlung gab.

Alles muss bezahlt werden
Eine Kreditkarte sollte daher nie als finanzieller Freibrief missverstanden werden. Man sollte immer bedenken, dass alle getätigten Ausgaben bezahlt werden müssen. Wer zu oft in Zahlungsschwierigkeiten gerät, riskiert den vollständigen Verlust seiner Kreditkarte. Man sollte sich dessen bewusst sein, dass eine Kreditkarte nicht dem Kunden, sondern dem Kreditkartenanbieter gehört. Er kann die Kreditkarte bei Missbrauchsverdacht jederzeit und ohne Vorwarnung sperren. Eine Kreditkarte sollte daher immer mit Bedacht und Verantwortungsgefühl benutzt werden.

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