Zeckensaison 2013: Welche Versicherung zahlt?

Vorbeugen und Impfen: Zahlt die Kasse?

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Es gilt also: Zeckenbisse können überall und nicht nur in bestimmten Regionen gefährlich sein. Wer sich vor Zecken schützen will, sollte Wanderungen, Joggen oder Zelten in hohem Gras oder Wäldern meiden. Wer sich dennoch in diesen Bereichen, aufhält, sollte lange Kleidung tragen, die besonders die Füße, Beine und Arme bedeckt.
Auch chemische Mittel zur Insektenabwehr können helfen die Zecken fernzuhalten, bieten aber keinen zuverlässigen Schutz. Darüber hinaus sollte man den Körper nach Wanderungen oder Spielen im Freien gründlich absuchen, besonders gut sind die Zecken auf heller Kleidung zu entdecken.

Zecken sicher entfernen
Ist die Zecke erst einmal auf dem Körper, kriecht sie an eine warme, feuchte und dünnhäutige Stelle. So sollte man die Suche nach den kleinen Parasiten besonders auf die Achselhöhlen, den Nacken und den Genitalbereich konzentrieren.

Wer eine Zecke entdeckt, sollte sie möglichst schnell von einem Arzt entfernen lassen. Auf keinen Fall darf man das Tier quetschen, einsprühen oder sogar abbrennen, weil es dann erst recht Blut und damit Krankheitserreger in den menschlichen Kreislauf abgeben könnte. Wer es sich zutraut, kann die Zecke vorsichtig mit einer Pinzette ganz dicht über der Haut entfernen. Dazu muss nicht, wie häufig angenommen, das Tier gedreht werden. Man muss allerdings darauf achten, dass der Tierkörper komplett entfernt wird. Man kann das Tier auch mit einer so genannte Zeckenkarte entfernen, die es in Apotheken zu kaufen gibt.

Der Infektion vorbeugen

Gegen die Borreliose gibt es derzeit noch keine Impfung. Allerdings kann der Arzt den Erreger mit Antibiotika bekämpfen. Deswegen sollte man frühzeitig zum Arzt gehen und in jedem Fall von einem Zeckenbiss berichten, selbst wenn dieser länger zurück liegt. Auf der anderen Seite gilt es, nach einem Zeckenbiss besonders aufmerksam auf mögliche Krankheitszeichen zu achten.

Im Gegensatz hierzu ist eine Schutzimpfung vor dem Auslöser der FSME möglich, diese muss allerdings in drei Etappen erfolgen. Hierzu wird ein abgeschwächter Erreger gespritzt. Ist die Impfung empfohlen, wird sie auch von der gesetzlichen Krankenversicherung übernommen.

Zu den Pflichtleistungen der Krankenkassen zählen seit der Gesundheitsreform 2007 alle wichtigen Schutzimpfungen. Die Kassen müssen dazu den Empfehlungen der Ständigen Impfkommission (STIKO) folgen. Zu diesen Empfehlungen gehört auch die FSME-Impfung – allerdings nur in den bekannten Risikogebieten.

Rechtzeitig impfen
Wer in den betreffenden Regionen lebt oder seinen Urlaub dort verbringen will, sollte wegen der Kostenübernahme mit seiner Kasse sprechen. Das sollte man allerdings sehr frühzeitig tun, denn die gesamte Immunisierung zieht sich über einen längeren Zeitraum hin.

Die ersten beiden Impfungen sollten im Abstand von einem bis drei Monaten durchgeführt werden; die dritte dann weitere neun bis zwölf Monate später.
Am besten ist es, man lässt sich schon im Winter impfen. Dann ist die Infektionsgefahr noch gering und zur kommenden Zeckensaison ist der Körper gegen die Viren geschützt.
Als Auffrischung ist eine regelmäßige Impfung nach jeweils drei bis fünf Jahren empfohlen.

Über welche Versicherung ist eine Infektion nach einem Zeckenbiss abgedeckt? Lesen Sie mehr dazu auf der folgenden Seite.

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