Welche Versicherungen brauche ich wirklich?

Versicherungen: Klasse statt Masse

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Versichern Sie zuerst, was Sie oder andere finanziell ruinieren könnte. Zu den existenziellen Risiken gehören Haftungsfälle, Krankheit, Invalidität, Tod sowie Verlust der Arbeitskraft und größere Eigentumsschäden.

Eine wichtige Rolle spielen dabei die Lebensumstände: Wer allein lebt, braucht keine Lebensversicherung. Wer jedoch Familie hat, sollte deren Lebensunterhalt auch für den Fall absichern, dass er selbst als Versorger ausfällt.

Für Auslandsreisen empfiehlt sich eine Auslandsreise-Krankenversicherung. Wer sich nur im Inland aufhält, kann darauf natürlich verzichten. Spezielle Risiken können sich auch aus dem ausgeübten Beruf und bestimmten Sportarten oder Hobbys ergeben.

Wichtig können auch Hausrat- und Rechtsschutzversicherungen sein. „An der Rechtsschutzversicherung scheiden sich die Geister, eventuell sind Miet-, Verkehrs- und Berufsrechtsschutz sinnvoll“, sagt Rüdiger Strichau von der Verbraucherzentrale Berlin. Der Hausrat sollte dann versichert werden, wenn die Einrichtung schon einen größeren Wert hat.

„Studenten und junge Leute können darauf verzichten. Wer aber in einem Altbau wohnt, wo ein Wasserschaden sehr teuer werden kann, sollte eine Hausratversicherung haben“, so der Experte weiter.

Für kleinere und finanziell überschaubare Schäden brauchen Sie hingegen keine teuren Policen. Rüdiger Strichau hält zum Beispiel eine Glasversicherung für unnötig, weil der finanzielle Schaden eher gering und das Risiko nicht existenziell ist. Auch die Insassenunfallversicherung für das Auto ist entbehrlich und sollte durch eine allgemeine Unfallpolice ersetzt werden, meint der Verbraucherschützer.

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