Kabel Deutschland: Verwirrung um das Kleingedruckte

Post von Kabel Deutschland sorgt in jüngster Zeit bei zahlreichen Fernsehkunden in Sachsen für Verunsicherung. Das Unternehmen hat ihnen neue Allgemeine Geschäftsbedingungen (AGB) zu dem – oft schon lange Jahre bestehenden – Kabelfernsehvertrag zugeschickt und bittet um Einverständnis. In diesem Falle sei nichts weiter zu tun, als die AGB und das Schreiben bei den Vertragsunterlagen abzuheften. Man könne jedoch der Änderung auch innerhalb von 6 Wochen nach Erhalt des Schreibens und der AGB widersprechen.

„Manche Verbraucher fragen besorgt bei der Verbraucherzentrale Sachsen an, was dahinter steckt und wollen wissen, mit welchen Folgen sie rechnen müssen, wenn sie der Änderung des â“šKleingedrucktenⓘ nicht zustimmen“, informiert Evelin Voß, Medienexpertin bei der Verbraucherzentrale Sachsen. Doch sie gibt Entwarnung: Eine erste Prüfung der neuen Allgemeinen Geschäftsbedingungen ergab, dass keine wesentlichen Vertragsbestandteile, wie etwa Laufzeit, Preis oder Kündigungsfristen betroffen sind. Am Vertrag selbst und an den derzeitigen Kosten ändert sich durch die neuen Geschäftsbedingungen nichts. Kabel Deutschland geht es nach eigener Aussage lediglich darum, die AGB zu aktualisieren, indem die neuen Möglichkeiten und Produkte, die das Unternehmen anbietet, mit in die Regelungen einbezogen werden.

„Wer den neuen Geschäftsbedingungen trotzdem lieber widersprechen möchte, kann dies tun, sollte aber den Widerspruch per Einschreiben mit Rückschein an Kabel Deutschland senden“, meint Voß. „Dann wird der Vertrag ohne die vorgeschlagenen Änderungen und mit den bisherigen Allgemeinen Geschäftsbedingungen, die hauptsächlich die neuen Produkte von Kabel Deutschland regeln, fortgesetzt.“

Allerdings: Das Recht beider Seiten zur Vertragskündigung bleibt hiervon unberührt. Was jedoch nicht notwendig heißen muss, dass Kabel Deutschland dann den Vertrag kündigt und der Fernseh-Bildschirm schwarz bleibt.

Bei Unklarheiten kann man sich gern an die Verbraucherzentrale wenden. Telefonische Beratung gibt es unter der Nummer 0900-1-797777 (1,24 €/Min. aus dem deutschen Festnetz, Mobilfunk ggf. abweichend) immer montags, mittwochs und donnerstags von 10 â““ 12 und 13 â““ 16 Uhr.

Pressemitteilung der Pressemitteilung der Verbraucherzentrale Sachsen

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