Bankenverband: Kunden profitieren von SEPA

„Nach dem erfolgreichen Start des Euro- Zahlungsverkehrsraumes SEPA (Single Euro Payments Area) profitieren immer mehr Verbraucher von dessen Möglichkeiten“, erklärte Dr. Hans-Joachim Massenberg, stellvertretender Hauptgeschäftsführer des Bundesverbandes deutscher Banken, in Berlin.

„Rund 185.000 Überweisungen werden täglich bereits über SEPA ausgeführt“, erläuterte Massenberg weiter, überwiegend von Privatkunden. Zwar sei dies im Verhältnis zum gesamten Zahlungsverkehr mit 87 Mio Überweisungen pro Tag noch relativ wenig. Die Zahlen stiegen aber beständig an.

Kunden nutzten die SEPA-Überweisung bislang vor allem für den grenzüberschreitenden Zahlungsverkehr in Europa. Dabei kann die SEPA-Überweisung auch problemlos im Inland eingesetzt werden.

Um diesen Prozess zu fördern, appellierte Massenberg vor allem an Behörden und Unternehmen, SEPA-Verfahren verstärkt anzuwenden: „Insbesondere die öffentliche Hand muss hier eine Vorreiterrolle einnehmen.“

Die privaten Banken bieten Unternehmen und Behörden dafür Unterstützung an und beraten ausführlich zur SEPA-Umstellung.

Mit Überweisungen und Kartenzahlungen ist SEPA im Januar 2008 gestartet. Ab November 2009 soll die SEPA-Lastschrift folgen. Dann stehen den Kunden europaweit die gleichen Zahlungsmöglichkeiten zur Verfügung wie heute im Inland. Sie können sich fortan europaweit ihren Anbieter aussuchen.

„Um einen reibungslosen Übergang vom nationalen Lastschriftverfahren auf die SEPA-Lastschrift zu gewähren, muss allerdings der Gesetzgeber noch für die notwendige Rechtssicherheit sorgen“, fordert Massenberg.

„Die Kreditwirtschaft hat hierzu einen Vorschlag unterbreitet, der einen möglichst einfachen und sicheren Übergang von der deutschen auf die europäische Lastschrift gewährleistet.“ Damit bestünde auch für die Wirtschaft mehr notwendige Planungssicherheit.

Die überarbeitete und neu aufgelegte Broschüre des Bankenverbandes „SEPA 2008: Einheitliche Zahlungsinstrumente für Europa“ aus der Reihe „Daten, Fakten, Argumente“ kann hier heruntergeladen werden.

Pressemitteilung des Bankenverbands

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