BIG – Die Direktkrankenkasse: Mehr Zentralisierung und weniger Wettbewerb

Mit einem Überschuss von 3,3 Millionen Euro hat BIG – Die Direktkrankenkasse das Geschäftsjahr 2007 abgeschlossen. Das teilte die Kasse am Dienstag im Anschluss an ihre Verwatlungsratssitzung mit.

Positive Zahlen vermeldete die BIG auch bei der Mitgliederentwicklung: Im vergangenen Jahr konnte die Direktkrankenkasse 38.000 Neumitglieder begrüßen. Das entspricht einem Zuwachs von rund 18 Prozent.

Das Umsatzvolumen stieg im Berichtsjahr um 175 Mio. Euro auf 825 Mio. Euro. Während sich die Leistungsausgaben um 21,9 Prozent auf insgesamt 395 Mio. Euro erhöhten, stiegen die Ausgleichszahlungen an andere Kassen um 27 Prozent auf einen Ausgabenanteil von 49,2 Prozent.

„Dem Haushalt der BIG steht damit nur die Hälfte jedes eingenommenen Beitragseuro tatsächlich zur Verfügung“, kritisierte René Leuthold, stellvertretender Vorsitzender der BIG, die Wirkung des Risikostrukturausgleichs.

Während die Ausgleichszahlungen und die Leistungskosten weiter stiegen, blieben die Verwaltungskosten der Direktkrankenkasse niedrig. Mit 88 Euro pro Mitglied benötigt die BIG lediglich 2,5 Prozent aller Einnahmen für die Verwaltung.

„Die Zukunft sehen Vorstand und Verwaltungsrat der BIG kritisch. „Was mit der Reform 2007 Gesetzeskraft erlangte, wird in den nächsten Jahren die Landschaft der Krankenversicherung stark verändern“, beurteilte Frank Neumann, Vorstandsvorsitzender der BIG die Entwicklung im Gesundheitswesen.

Gesundheitsfonds und Einheitsbeitragssatz sorgten für zunehmende Zentralisierung zu Lasten der Versicherten. „Eine seriöse Berechnung des einheitlichen Beitragssatzes ist derzeit nicht möglich“, reagierte Neumann auf die aktuelle Diskussion.

„Aber eine gesunde Kasse wie die BIG, die mit 12,5 % zu den günstigsten bundesweiten Anbietern gehört, behält ihren Preisvorteil. Daran ändert auch der Einheitsbeitragssatz nichts.“

Pressemitteilung der BIG – Die Direktkrankenkasse

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