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12.03.2013

Berufsunfähig oder schwer krank: Welche Versicherung zahlt?

Die Arbeitskraft absichern

Aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr arbeiten können - ein Alptraum für alle Arbeitnehmer. Ein kleiner Trost, wenn man im Fall der Fälle finanzielle Leistungen aus einer Versicherung erhält. Doch was leisten gesetzliche Rentenversicherung, private Berufsunfähigkeitversicherung oder die Dread Disease-Versicherung?

 

Was kommt vom Staat?

(awe) Wer heutzutage aus gesundheitlichen Gründen seinen Beruf nicht mehr ausüben kann, hat aus der gesetzlichen Rentenversicherung nicht viel zu erwarten. Denn seit der Reform der gesetzlichen Rente im Jahr 2001 hat sich auch in Sachen Berufsunfähigkeit (BU) einiges geändert. Für alle, die ab dem 2. Januar 1961 geboren wurden, gibt es im Fall der Fälle praktisch keine gesetzliche Berufsunfähigkeitsversicherung mehr. Denn es wird nicht mehr wie vorher zwischen gesetzlicher Berufs- und Erwerbsunfähigkeit unterschieden.

Stattdessen gibt es eine zweistufige Erwerbsminderungsrente, die einzig davon abhängt, ob der Versicherte überhaupt noch erwerbstätig sein kann, unabhängig von seinem bisherigen Beruf und den aktuellen Aussichten auf dem Arbeitsmarkt.

Wer drei bis sechs Stunden am Tag arbeiten könnte - egal in welchem Beruf - erhält die halbe Erwerbsminderungsrente. Die volle Erwerbsminderungsrente, die der bisherigen Erwerbsunfähigkeitsrente entspricht, gibt es nur für diejenigen, denen keine drei Stunden tägliche Arbeit zugemutet werden können. Die Höhe der Rente entspricht laut Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) durchschnittlich 38 Prozent des letzten Bruttoeinkommens.

Hierbei muss man mindestens fünf Jahre lang Beiträge in die gesetzliche Rentenversicherung gezahlt haben, um überhaupt Anspruch auf die Rente zu erhalten. Während der ersten neun Jahre gelten die Ansprüche nur befristet. Alle drei Jahre wird geprüft, ob der Versicherte nicht wieder arbeitsfähig ist.

Alle Arbeitnehmer, die noch mindestens sechs Stunden am Tag irgendeiner Tätigkeit nachgehen können - und davon ist in vielen Fällen auszugehen -, erhalten aus der Rentenkasse keinen einzigen Cent.

Doch wovon soll man leben, wenn das Einkommen nicht mehr über die eigene Arbeitskraft abgesichert ist? Wer sich vor den finanziellen Folgen einer Berufsunfähigkeit absichern möchte, kann zusätzlich eine private Berufsunfähigkeitsversicherung abschließen.

Was zur privaten Berufsunfähigkeitsversicherung zu beachten ist, lesen Sie auf der folgenden Seite.

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