Kasse machen per Nachnahme: Verbraucherzentrale Niedersachsen warnt vor neuer Abzocke

Per Nachnahme werden zurzeit niedersächsische Verbraucher abgezockt. „Ein ganz übler Trick, um den Leuten das Geld aus der Tasche zu ziehen“, so Kathrin Körber, Juristin bei der Verbraucherzentrale Niedersachsen. Denn per Nachnahme machen dubiose Anbieter sofort und sicher Kasse. Der Zusteller händigt eine Sendung nur gegen Bezahlung aus und überweist den übergebenen Betrag sofort auf das entsprechende Absenderkonto. Das Geld ist futsch. Körber rät: „Wenn Gewinne oder Dienstleistungen versprochen werden, ob per Brief oder am Telefon, sollten weder die Nachnahmegebühren noch Aufwandsentschädigungen oder Bearbeitungsentgelte gezahlt werden. Verbraucher sollten sich auch nicht verunsichern lassen, wenn sich angeblich der Verbraucherschutz meldet. Die Verbraucherzentrale Niedersachsen ruft niemanden unaufgefordert an!

Vor kurzem erhielt Herr B. einen Anruf, angeblich von der Lotterie SKL. Er habe 1.190 Euro gewonnen und den Gewinn wolle man ihm per Scheck zustellen, deshalb bräuchte er auch keine Bankverbindung nennen. Wenig später kam tatsächlich ein Brief per Nachnahme über 75 Euro. Im Glauben, in dem Brief sei der Scheck, zahlte Herr B.

Andere Anrufer behaupten vom Verbraucherschutz zu sein und bieten ihre zweifelhaften Dienstleistungen zum Schutz gegen belästigende Telefonwerbung an. Für die schriftliche Einwilligung zur Dienstleistung soll ebenfalls per Nachnahmebrief abkassiert werden. Verbrauchern, die die Annahme verweigerten, flatterten beispielsweise „letzte Mahnungen“ ins Haus. Der Absender „Aktion Privatsphäre“ aus Hilden monierte, dass der Verbraucher sich mit der Dienstleistungsgebühr per Nachnahmesendung einverstanden erklärt habe, eine telefonische Zustimmung aufgezeichnet wäre und die Begleichung der Rechnung umgehend zu erfolgen habe. Die Forderung würde sonst ‚ans Inkasso‘ übergeben werden. Verbraucher sollten sich nicht ins Bockshorn jagen lassen. Hilfe bieten die Beratungsstellen der Verbraucherzentrale. Infos zu Beratungszeiten und Kosten stehen im Internet unter www.verbraucherzentrale-niedersachsen.de/beratungsstellen

Pressemitteilung der Verbraucherzentrale Niedersachsen

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