DSGV erwartet Entspannung der Geldmärkte durch Zinssenkung

Als weiteren wichtigen Beitrag zur "Entschärfung der Situation auf den Geldmärkten" bezeichnete Karl-Peter Schackmann-Fallis, Geschäftsführendes Vorstandsmitglied des Deutschen Sparkassen- und Giroverbandes (DSGV), die heutige Zinsentscheidung der Europäischen Zentralbank (EZB).

Mit der Zinssenkung sowie vor allem mit den bereits seit Oktober betriebenen unbegrenzten Mengentendern müssten die Liquiditätsengpässe am Geldmarkt jetzt abbaubar sein.

"Ich erwarte, dass sich nun auch die am Interbankenmarkt immer noch bestehenden Risikoprämien weiter zurückbilden.

Mit dem Rettungsschirm der Bundesregierung und vergleichbaren Lösungen in den anderen europäischen Ländern sowie der großzügigen Liquiditätsversorgung seitens der EZB, sind die Grundlagen für ein Sinken der hohen Spreads am Interbankenmarkt gelegt.

Unter den zunehmend in Anspruch genommenen Garantien muss und wird das Misstrauen schwinden", so Schackmann-Fallis.

Finanzkrise und drohende Konjunkturabschwächung hätten der EZB genug Grund zu der heutigen Lockerung gegeben. Das an den Tag gelegte zupackende Handeln der EZB sei jetzt durchaus gerechtfertigt.

Es sei auch dadurch möglich geworden, dass sich die Inflationsraten in Europa seit dem Sommer 2008 allmählich zurückbildeten. Nicht zuletzt der Ölpreis signalisiere eine größere, wohl weiter anhaltende Entlastung.

"Und auch die über Jahre hinweg sehr hohe Geldmengenexpansion beginnt sich allmählich abzuschwächen. Dies ist zwar auch ein Zeichen der angespannten Lage im Finanzsektor, aber noch wachsen die Kredit- und Geldvolumina in Europa hinreichend.

Insbesondere in Deutschland ist von einer Kreditklemme keine Spur", so Schackmann-Fallis.

Pressemitteilung des DSGV

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