Auch im Urlaub an der Börse präsent bleiben

Wer sich auf den Urlaub vorbereitet, sollte auch an sein Depot denken. Indem Anleger Preisgrenzen für den Kauf oder Verkauf von Aktien und Fonds in ihrem Depot festlegen, können sie ihr Portfolio auch während des Urlaubs absichern oder günstige Einstiegskurse realisieren.

Die so genannten Limit-Orders gelten dabei nicht allein für Aktien. Über den Fondshandel an der Börse können vielmehr auch Preisgrenzen für Investmentfonds gesetzt werden. Dabei lassen sich Limit-Orders bei den meisten Banken kostenlos einrichten. Wird die Order ausgeführt, fallen die regulären Handelsgebühren an. Kommt der Kauf oder Verkauf nicht zustande, kann je nach Institut eine geringe Gebühr von in der Regel etwa 2,50 Euro fällig werden.

"Die Kreditkrise sorgt weiterhin für Unsicherheit an den Märkten. Weitere Verluste, aber auch ein schnelles Anziehen der Kurse sind denkbar", beschreibt Oliver Szabries, Leiter Fondshandel der Baader Wertpapierhandelsbank AG, die gegenwärtige Marktsituation. "Anleger sind daher gut beraten, mit Limit-Orders vorzusorgen. Der Fondshandel ermöglicht ihnen dieses bewährte Rezept auch bei Fondsinvestments."

Dies funktioniert so: Analog zum Handel mit Aktien wird zunächst der gewünschte Fonds ausgewählt, etwa anhand der Wertpapierkennnummer (WKN). Bei der Wahl des Handelsplatzes ist darauf zu achten, dass dies eine Börse mit Fondshandel ist, etwa die Börse Frankfurt. Schließlich wird als Orderzusatz "Limit" gewählt und der maximale Kaufpreis angegeben. Um Verluste einzugrenzen, wird beim Verkauf der Limit-Zusatz Stop-Loss ergänzt und der gewünschte Verkaufspreis eingegeben. Zuletzt wird noch der Zeitraum bestimmt, für den der jeweilige Auftrag gültig sein soll – etwa ein bestimmtes Datum, ein ganzer Monat oder unbegrenzt.

"Häufig empfiehlt es sich, eine Limit-Order ohne zeitliche Einschränkung zu setzen. Dann spart man sich die – wenn auch äußerst geringen – Kosten, die fällig werden können, wenn die Order nicht ausgeführt wird. Zudem hilft dies, typische Fehler zu vermeiden, wie etwa den Übermut bei steigenden Kursen oder Titel mit Verlust zu spät zu verkaufen", so Christian Buettner, Head of System Trading der Wertpapierhandelsbank N.M. Fleischhacker AG.

Auch innerhalb kurzer Zeit sind deutliche Kursbewegungen an den Märkten möglich. Beispielsweise verlor der führende deutsche Aktienindex DAX vergangenes Jahr zur Urlaubszeit allein zwischen dem 16. Juli und 7. August rund 7,3 Prozent. Mit Limit-Orders hätten sich damals günstige Einstiegskurse für den folgenden Kursanstieg bis zum Jahresende sichern oder beim Verkauf mit dem Zusatz Stop-Loss Verluste vermeiden lassen.

Pressemitteilung der Fonds Specialists Börse Frankfurt

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