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16.10.2008

Abgeltungssteuer: Verluste am Aktienmarkt können 2009 steuermindernd wirken

Die Turbulenzen an den Finanzmärkten haben sich massiv auf die internationalen Wertpapierbörsen ausgewirkt. Angesichts der negativen Entwicklungen der Aktienkurse fragen sich viele Anleger: Verkaufen oder halten?

"Wer plant, seine Aktien, Fonds oder Zertifikate zu verkaufen, sollte Verluste wenn möglich innerhalb der Spekulationsfrist realisieren", rät Dr. Thorsten Reitmeyer, Konzernleiter des Commerzbank Private Banking.

Denn mit der Einführung der Abgeltungsteuer zum 1. Januar 2009 ändert sich nicht nur die Besteuerung von Kapitaleinkünften in Deutschland grundlegend. Auch beim Umgang mit Verlusten treten gänzlich neue Regelungen in Kraft.

Ein Aspekt dabei: Spekulationsverluste durch den Verkauf von vor dem 1. Januar 2009 erworbenen Wertpapieren dürfen ins nächste Jahr übertragen und dann mit neuen Veräußerungsgewinnen verrechnet werden. So steht dem schmerzlichen Verlust zumindest ein Steuervorteil als Trostpflaster gegenüber.

Verrechnung von Verlusten wird neu geregelt

Bisher dürfen Verluste aus Spekulationsgeschäften nur mit Spekulationsgewinnen verrechnet werden. Gewinne, die durch den Verkauf eines Wertpapiers nach über einem Jahr Haltedauer entstehen, sind derzeit steuerlich nicht relevant.

Und wo keine Steuer gezahlt werden muss, können auch Verluste nicht geltend gemacht werden. Die übrigen Verluste aus Kapitalvermögen können auch heute schon im Rahmen der Steuererklärung grundsätzlich auf die Einnahmen und Gewinne aus allen anderen Einkunftsarten angerechnet werden.

Dieses Verfahren wird sich aber ab 2009 ändern. Dann gelten Verluste aus der Veräußerung von Wertpapieren ebenfalls als negative Kapitaleinkünfte.

Das bedeutet, dass derartige Verluste grundsätzlich Gewinne aus Kapitalvermögen ausgleichen - entweder automatisch innerhalb einer Bank oder bankenübergreifend über die Steuererklärung.

Dies gilt für Neuverluste, also Verluste aus dem Verkauf von Wertpapieren, die nach dem 31. Dezember 2008 erworben wurden. Diese dürfen unbeschränkt mit Gewinnen aus der Veräußerung von Wertpapieren, aber auch mit Zinsen und Dividenden verrechnet werden.

Nur Verluste aus der Veräußerung von Aktien stellen hierbei einen Sonderfall dar. Sie dürfen nur mit Gewinnen aus der Veräußerung von Aktien ausgeglichen werden. Sind keine Gewinne aus der Veräußerung von Aktien angefallen, ist ein sogenannter Verlustvortrag ins nächste Jahr möglich.

Während einer Übergangsfrist bis 2013 können zudem Altverluste angerechnet werden, die aus der Veräußerung von Wertpapieren mit Kaufdatum vor dem 1. Januar 2009 entstanden sind - sofern sie innerhalb der Spekulationsfrist verkauft wurden.

Erst ab 2014 ist nur noch eine Verrechnung von Altverlusten mit Gewinnen aus Spekulationsgeschäften bei Immobilien und anderen Wirtschaftsgütern möglich.

Neuregelung bringt Vorteile bei höherer Komplexität

Dies eröffnet dem Anleger neue Möglichkeiten, seine Steuerbelastung zu verringern. Im Gegenzug wird es aufgrund der hohen Komplexität schwerer, alle Regelungen und Ausnahmen zu durchschauen.

Ohne eine kompetente Beratung durch Bank und Steuerberater werden die neuen Regelungen vor allem vermögenden Kunden Schwierigkeiten bereiten.

"Wir stellen fest, dass bei der Abgeltungsteuer allgemein und der Verrechnung von Verlusten im Besonderen ein sehr hoher Beratungsbedarf bei unseren Kunden besteht", bestätigt Reitmeyer. Doch ob Private-Banking-Kunde oder nicht: Vier einfache Tipps helfen, die neue Regelung so gut wie möglich zu nutzen.

Tipps zur Verrechnung von Verlusten

1. Depots, die bisher bei verschiedenen Banken geführt wurden, bei einer Bank zusammenlegen, damit Gewinne und Verluste direkt verrechnet werden.

Denn wenn bei einer Bank Verluste und bei einer anderen Gewinne anfallen, muss der Anleger für einen Ausgleich bis zur Steuererklärung warten. Dabei Sonderregelungen beachten zu Finanzinnovationen, ausländischen Investmentfonds und Zertifikaten.

2. Bestandsschutz über Unterdepots bzw. mehrere Depots sichern. Denn für Verkäufe von Wertpapieren gilt das "first in, first out"-Prinzip, das heißt, die zuerst erworbenen Stücke werden als erstes wieder veräußert.

Unter Umständen werden so die abgeltungsteuerfreien Wertpapierbestände abgebaut. Durch Einrichtung eines Unterdepots kann dies verhindert werden.

3. Verluste von Aktien, Fonds und Zertifikaten innerhalb der Spekulationsfrist realisieren und für die Abgeltungsteuer konservieren (über Anlage SO der Steuererklärung).

4. Ab 2009 schneller auf Marktveränderungen reagieren. Bisher warteten Anleger häufig den Ablauf der Spekulationsfrist ab und realisierten Veräußerungsgewinne erst danach. Mit Wegfall der Spekulationsfrist können Wertpapiere unabhängig von diesen steuerlichen Überlegungen ge- und verkauft werden.

Pressemitteilung der Commerzbank

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