Währungsfallen im globalen Handel

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Die Welt hört genau hin: Was sind die neuesten Aussagen von US-Präsident Donald Trump? Jede Äußerung wird mit großer Aufmerksamkeit aufgenommen – auch und gerade in der Wirtschaft. Denn nicht selten haben die Entscheidungen des Präsidenten direkten Einfluss auf den Dollarkurs. Zins- und Währungsmanagement sind deshalb für Unternehmen, aber auch für private Anleger, noch wichtiger geworden.

Mit Zins- und Währungsmanagement gegen die Risiken

Wer sich auf dem internationalen Markt bewegt, muss die Zinsen und die Wechselkurse zwischen verschiedenen Währungen im Auge behalten. Denn ohne ein aktives Zins- und Währungsmanagement sind die Gewinne in Gefahr, warnen die Experten von www.l-p-a.com. Andersherum ausgedrückt: Wer beispielsweise ausschließlich auf dem europäischen Markt tätig ist, hat es leichter. Die gemeinsame Währung Euro schließt jedes Wechselkursrisiko aus.

Doch das gilt für die meisten Unternehmen nicht, auch viele mittelständische Firmen sind in der globalisierten Welt über den Euro-Raum hinaus tätig. Eine echte Strategie für das Zins- und Währungsmanagement haben sie allerdings oft nicht – ein Versäumnis angesichts der Tatsache, dass die meisten Wechselkurse sich frei am Markt entwickeln. Prognosen sind schwerer geworden – ob es um den US-Dollar geht oder um den chinesischen Yuan.

Wechselkurs hat direkte Auswirkungen auf die Bilanz

Viele Prozesse im Zins- und Währungsmanagement sind sehr komplex, das Grundprinzip aber ist leicht zu durchschauen. Beispiel: Ein deutsches Unternehmen exportiert seine Waren ins nichteuropäische Ausland, der Handel wird in Dollar abgerechnet. Steigt der Wert des Dollar, dann erhält der Exporteur zwar dieselbe Summe, sie ist für ihn aber weniger wert. Auf der anderen Seite: Fällt der Dollar, dann profitiert der Exporteur davon. Die Bewegungen beim Wechselkurs können also für jeden Partner positive oder negative Folgen haben. Das Problem ist: Sie wissen es vorher nicht.

Für dieses Währungsrisiko im internationalen Handel kennt die Wissenschaft eine Reihe verschiedener Kategorien, aber eines haben sie gemeinsam: Sie können die Bilanz eines Unternehmens belasten. Ähnliche Folgen hat es, wenn sich Zinsen ändern, beispielsweise für die Verbindlichkeiten eines Unternehmens. Ein aktives Zins- und Währungsmanagement kann Probleme vermeiden, ist aber für viele Firmen nicht zu leisten. Die Dynamik von Zinsen und Wechselkursen, aber auch die umfassende Regulatorik, erfordern ein professionelles Herangehen mit viel Hintergrundwissen.

Private Anleger: Immer mit der Ruhe

Auch private Anleger müssen das Zins- und Währungsmanagement im Blick haben. International aufgestellte Depots sind immer von Schwankungen der Wechselkurse betroffen. Bietet eine in US-Dollar abgerechnete Aktie zwei Prozent Dividende, aber gleichzeitig fällt der Dollar gegenüber dem Euro um drei Prozentpunkte, dann macht der Anleger Verlust. Freuen kann sich derzeit auf den ersten Blick, wer US-Aktien hält: Ihr Wert ist mit dem Dollarkurs gestiegen. Für das amerikanische Unternehmen aber ist gleichzeitig der Export teurer geworden. Das kann wiederum den Wert der Firma und damit auch den der Aktie schmälern. Die Effekte heben sich auf längere Sicht eher auf.

Und das ist das Stichwort: die längere Sicht. Auf Dauer ist der Einfluss von Wechselkursschwankungen auf die Depots überschaubar, vor allem dann, wenn auf eine breite Streuung geachtet wurde. Auch beim Zins- und Währungsmanagement brauchen private Anleger deshalb die Eigenschaften, die an der Börse ohnehin gefragt sind: Ruhe und Ausdauer.

Abbildung 1: © pixabay/ PublicDomainPictures Lizenz: CC0 Public Domain

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