Ausbildungsjahr 2009 hat begonnen

Mit dem neuen Ausbildungsjahr beginnen über 500.000 Schulabgänger eine Ausbildung in einem deutschen Unternehmen. Doch nur wenige Einsteiger haben dauerhaft Spaß daran: Schon nach dem ersten Lehrjahr hat jeder dritte Azubi die Nase voll von seiner Ausbildung.
Das geht zu Lasten der Betriebe und so wundert es nicht, dass 23% aller Ausbildungsverträge vorzeitig aufgelöst werden. Ein wirtschaftlicher Schaden, der in die Millionen geht: jährlich investieren deutsche Ausbildungsbetriebe 28 Mrd. Euro in die Ausbildung ihres Nachwuchses. Was stimmt also nicht, woran hakt es in der deutschen Ausbildung, die international hoch angesehen ist und fachlich einen ausgezeichneten Ruf hat?
Gründe für das Scheitern der Jugendlichen und die Qual der Betriebe haben ihren Ursprung in der unpassenden Berufswahl eines Schulabgängers. Das glaubt zumindest das Ausbildungs-Portal azubister, das zahlreiche Umfragen unter seinen über 40.0000 Mitgliedern durchgeführt hat. Auch wenn sich Jugendliche der Bedeutung einer guten Ausbildung bewusst sind, scheitern Sie an der Wahl der richtigen Ausbildung. Die Hilflosigkeit spiegelt sich etwa darin wieder, dass fast jede zweite Berufsentscheidung auf den Empfehlungen von Freunden und Familien beruht. Die Chance, dass Jugendliche auf diesem Weg einen angemessenen Überblick zu mehr als 500 Ausbildungen bekommen ist sehr klein. Das führt dazu, dass sich jeder zweite Jugendliche für einen von 25 Berufen entscheidet. 23% der befragten Mitglieder geben zudem an, dass sie sich bei der Berufswahl alleine gelassen fühlen und keine Unterstützung erfahren. „Eines der größten Probleme ist, dass es keine Anlaufstelle gibt, die für die passende Berufswahl eines Schülers zuständig ist und die junge Menschen dauerhaft durch diesen Prozess begleitet“, so Andreas Diehl, Gründer des Online-Ausbildungsportals azubister. Man kümmere sich darum, dass Jugendliche eine Ausbildung bekommen, aber ob diese auch zu ihren Fähigkeiten passe, wisse der Azubi erst nach ein paar schmerzlichen Erfahrungen. Auch Eltern sind mit der Unterstützung überfordert: zu viele Ausbildungen gibt es mittlerweile, zudem verändern sich Berufsbilder und die geforderten Qualifikationen. Eine Lösung bietet azubister: Hier können sich Ausbildungsbetriebe online präsentieren, damit Jugendliche sich schon lange vor ihrem Schulabschluss mit dem Unternehmen und den angebotenen Berufen auseinandersetzen können. Das Besondere dabei ist, dass Unternehmen ihre eigenen Azubis die Moderation überlassen, damit Schüler von Erfahrungsberichten und Erlebnissen der Azubis lernen. So baut der Schüler bereits vor der Ausbildung ein Netzwerk zu erfahrenen Azubis und Unternehmen auf und profitiert bei seiner Berufswahl von Ratschlägen und Tipps eines erfahrenen Umfelds. „Das ganze funktioniert wie eine Bewerbermesse, eben nur im Internet an 365 Tagen für 24 Stunden“, so Diehl. So haben Jugendliche und Betriebe die Chance, bereits frühzeitig vor dem Schulabschluss Kontakt aufzunehmen und sich kennenzulernen.
(Pressemitteilung Azubister)

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