Fondsauswertung der DAB bank: Anleger mit Depotumschichtungen

Fondsauswertung der DAB bank untersucht das Anlageverhalten der Privatkunden. Das Ergebnis: Kurz vor Ende des Jahres 2008 haben die Fondsanleger ihre Depots umgeschichtet. Vor allem der Anteil der Mischfonds ging deutlich nach oben.

Als größte unabhängige Fondsplattform, mit einem verwalteten Fondsvermögen in Höhe von über 14
Milliarden Euro, untersucht die DAB bank regelmäßig die Bedeutung von Fonds in den
Privatanlegerdepots, von denen die Direktbank rund eine halbe Million verwaltet. Die Untersuchung
erstreckt sich vom Jahr 2000 bis Ende 2008.

Ein wesentliches Ergebnis der umfangreichen Auswertung: Mischfonds gehörten im November und
Dezember 2008 zu den Favoriten der Fondsanleger. Während Ende 2007 lediglich 8,6 Prozent aller
Fondsanleger einen Mischfonds im Depot hatten, waren es im Oktober 2008 bereits 9,6 Prozent und
Ende Dezember sogar 11,1 Prozent. Das ist ein Zuwachs von 1,5 Prozentpunkten innerhalb von zwei
Monaten.

Die Analyse des Fondsvolumens offenbart ein ähnliches Bild. So stieg der Anteil der Mischfonds bezogen
auf das Fondsvolumen von Oktober bis Dezember 2008 von 5,1 Prozent auf 7,5 Prozent.
„Mischfonds waren Ende des vergangenen Jahres, also kurz vor Einführung der Abgeltungsteuer, sehr
gefragt“, sagt Andreas Kasbauer, Produktmanager Investmentfonds der DAB bank.

Mischfonds
investieren nicht nur in Aktien, sondern auch in festverzinsliche Wertpapiere, Anleihen und andere
Geldmarktprodukte. Wenn das Wetter an den Börsen rauer wird, kann der Fondsmanager den
Aktienanteil zurückfahren und das Geld in sichere Zinsanlagen investieren.

Geht es an den Börsen wieder nach oben, kann er wieder umschichten. „Gerade für Investoren mit einem langfristigen Anlagehorizont sind diese Fonds sehr attraktiv. Wegen der Abgeltungsteuer haben offensichtlich zahlreiche Anleger sich einen Mischfonds ins Depot gelegt“, erklärt Kasbauer.

Vor einigen Jahren waren Mischfonds noch nicht so beliebt. Wegen ihrer konservativeren Ausrichtung
erzielten sie in guten Börsenzeiten geringere Renditen als beispielsweise reine Aktienfonds. Im Jahr
2000 hatten lediglich 3,7 Prozent aller Fondsanleger einen Mischfonds.

Doch das hat sich in den vergangenen Jahren stark geändert, die Assetklasse hat in den Fondsdepots stetig an Bedeutung gewonnen. Und kurz vor Einführung der Abgeltungsteuer zum 1. Januar 2009 gab es nochmals einen Schub nach oben.

Steigende Beliebtheit von ETF-Fonds

Eine ähnliche Entwicklung gab es bei Dachfonds. Hier stieg der Anteil kurz vor Inkrafttreten der
Abgeltungsteuer ebenfalls an. Während im Oktober 2008 noch 7,2 Prozent der Fondsanleger einen
Dachfonds hatten, waren es zum 31. Dezember 2008 bereits 8,0 Prozent. „Auch hier gab es zum
Jahresende noch einen Steuerendspurt“, sagt Kasbauer.

Zu den großen Gewinnern gehören auch die erst seit wenigen Jahren auf dem Markt etablierten ETFFonds.
Zum 31. Dezember 2008 haben 10,3 Prozent aller Fondsanleger in diese Fondsart investiert. Vor
zwei Jahren lag der Anteil lediglich bei 3,5 Prozent.

Die Beliebtheit der Geldmarktfonds hat hingegen nachgelassen. Mittlerweile investieren nur noch 3,3
Prozent der Fondsanleger in solche Fonds. Im Oktober 2008 lag der Anteil bei 4,3 Prozent, Ende 2006
sogar bei 5,9 Prozent. Zu den Verlierern zählen auch Rentenfonds, also Investmentfonds, die in
festverzinsliche Wertpapiere, so genannte Rentenpapiere, anlegen. Ende 2007 investierten 13,9 Prozent
aller Fondsanleger in Rentenfonds, während es Ende 2008 nur noch 11,9 Prozent waren.

Insgesamt lässt sich festhalten, dass in den letzten beiden Monaten des Jahres 2008 noch zahlreiche
Veränderungen in den Fondsdepots zu beobachten waren. Einige Anleger haben aufgrund der
Abgeltungsteuer ihre Depots umgeschichtet. Daher bleibt es interessant abzuwarten, wie sich die
Entwicklung im ersten Quartal des laufenden Jahres fortsetzen wird.

Pressemitteilung der DAB bank

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