DSGV begrüßt Leitzinssenkung der EZB

"Die Europäische Zentralbank trägt der in den letzten Wochen weiter eingetrübten realwirtschaftlichen Lage angemessen Rechnung", so Dr. Karl-Peter Schackmann-Fallis, Geschäftsführendes Vorstandsmitglied des Deutschen Sparkassen- und Giroverbandes (DSGV), zur Leitzinssenkung der EZB auf zwei Prozent.

"Wir sind damit zwar noch nicht wie die USA bei einer Nullzinspolitik angelangt, aber auch die EZB operiert jetzt auf niedrigem, bislang in Europa unbekannten Territorium." Die schwierige Situation mache eine außergewöhnliche Geldpolitik erforderlich, so Schackmann-Fallis.

Allerdings seien die Realzinsen in den letzten Monaten nicht so weit gesunken, wie es der Blick auf die Nominalzinsentwicklung nahelegt. Denn gleichzeitig hätten sich auch die Inflationsraten in Europa sehr schnell abgeschwächt.

"Der jetzt gezeigte entschlossene Schritt ist geeignet, jedweder Art von Deflationsgefahr zu begegnen und die Auswirkungen der Rezession abzudämpfen. Diese Geldpolitik ist somit eine gute Ergänzung zu dem in diesen Tagen ebenfalls verabschiedeten Konjunkturpaket II der Bundesregierung", so Schackmann-Fallis.

An den Interbanken-Geldmärkten sei zuletzt eine graduelle Entspannung eingetreten. "Wir gehen davon aus, dass sich diese in den kommenden Tagen fortsetzt, wenn die EZB – wie bereits im Dezember angekündigt – in der nächsten Woche den Abstand ihrer Einlagenfazilität zum Leitzins wieder normalisiert."

Pressemitteilung des DSGV

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