Bankenverband: Deutsche Wirtschaft anfällig für globale Wachstumsschwäche

„Die jüngsten Wachstumsdaten belegen, dass sich die deutsche Wirtschaft im Herbst 2008 früher in einer Rezession befindet als erwartet“, stellte Prof. Dr. Manfred Weber, Geschäftsführender Vorstand des Bankenverbandes, anlässlich der Vorstellung des Konjunkturberichts November fest.

„Derzeit müssen die Risiken einer weiteren Verschlechterung höher eingeschätzt werden als die Chancen einer zügigen Erholung“.

Unsichere Zukunftsaussichten ließen Unternehmen und Verbraucher weltweit bei Kauf- und Investitionsentscheidungen zögern. Die Weltwirtschaft, die sich ohnehin in einer Phase der zyklischen Abschwächung befunden habe, werde durch die Finanzkrise zusätzlich belastet.

Die deutsche Industrie, die wegen ihrer starken internationalen Wettbewerbsposition lange Zeit vom hohen Wachstum der Weltwirtschaft profitiert hat, ist aus Sicht des Bankenverbandes nun dem weltweiten Nachfragerückgang naturgemäß besonders stark ausgesetzt.

„Der Rückgang der Auslandsnachfrage trifft die deutsche Wirtschaft stärker als andere. Es zeigt sich jetzt, dass es ein Fehler war, die Binnennachfrage nicht durch eine nachhaltige Senkung von Steuern und Abgaben bei gleichzeitiger Konsolidierung der öffentlichen Haushalte in ausreichendem Maße zu stärken“, ergänzte Weber.

Das Maßnahmenpaket „Beschäftigungssicherung durch Wachstumsstärkung“ sei zwar grundsätzlich zu begrüßen.

Allerdings sei es zu klein und nicht entschieden genug auf direkte Effekte für Wachstum und Beschäftigung ausgelegt. „Damit“, so Weber, „löst es nicht den jetzt erforderlichen Impuls aus. Ein rascheres Vorziehen zusätzlicher öffentlicher Investitionen und deutlicher Abgabenentlastungen ist notwendig.“

Pressemitteilung des Bakenverbands

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