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27.09.2007

Sparsam durch das Studium

student.JPGFür zwei Millionen Studierende beginnt in Kürze das Wintersemester an den deutschen Hochschulen. Trotz steigender Ausgaben wollen sie in ihre berufliche Zukunft investieren.

Ein früher Blick auf mögliche Einnahmequellen und Sparmöglichkeiten kann späteren Ärger und Kosten in Grenzen halten.

 

Verschiedene Einnahmequellen nutzen

(dhe) Unterstützung durch die Eltern, das BAföG und der Studentenjob - aus diesen drei Haupteinnahmequellen finanzieren sich die meisten Studenten. Neun von zehn angehenden Akademikern werden nach einer Studie des Deutschen Studentenwerkes (DSW) von ihren Eltern finanziell unterstützt. Im Durchschnitt beträgt die monatliche Finanzspritze 448 Euro. Juristisch gesehen sind die Erziehungsberechtigten zur finanziellen Unterstützung ihres Kindes verpflichtet, aber wer verklagt schon seine Eltern, wenn die nicht zahlen wollen?

Kindergeld erhalten die Eltern bis zum vollendeten 25. Lebensjahr des Kindes. Das muss aber beantragt werden. Wenn das Kind jährlich mehr als 7.680 Euro verdient, erlischt der Anspruch.

Weitere Informationen rund um das Kindergeld finden Sie auf der Internetseite der Arbeitsagentur.

Das BAföG - zur Hälfte geschenkt

Neben der elterlichen Finanzspritze bekommen viele Studenten Leistungen nach dem Bundesausbildungsförderungsgesetz, kurz: BAföG. Rund ein Viertel der Studierenden, so das DSW, erhält diese staatliche Unterstützung. Der große Vorteil des BAföG gegenüber sonstigen Krediten: Nur die Hälfte der Auszahlungssumme muss zurückgezahlt werden. Die anderen fünfzig Prozent schenkt der Staat. Im Höchstfall bewilligt das BAföG-Amt monatlich 585 Euro.

Auf den Internetseiten des Bildungsministeriums kann jeder Student erfahren, ob er förderberechtigt ist. Dazu gibt er einfach seine Daten in den BAföG-Rechner ein.

Fünf Jahre nach der Förderungshöchstdauer, die sich an der Regelstudienzeit orientiert, beginnt die Rückzahlungsphase. Begleicht man seine Schulden auf einen Schlag, erhält man einen stattlichen Rabatt von bis zu 50 Prozent.

Der BAföG-Antrag sollte früh abgeben werden, denn laut Bundesministerium für Bildung und Forschung dauert die durchschnittliche Bearbeitung zirka sechs bis acht Wochen.

Abgabefreie Studentenjobs

Studenten, die weder ausreichend Geld von den Eltern noch vom BAföG-Amt erhalten, können ihr Bankkonto durch Jobben aufbessern. Viele Arbeitgeber bieten den typischen 400-Euro-Job für Studenten an. Der Arbeitgeber zahlt beim Minijob pauschal 25 Prozent Sozialversicherungsbeiträge und Steuern. Für den Arbeitnehmer ist der 400-Euro-Job dagegen abgabefrei.

Komplizierter wird es, wenn das monatliche Gehalt über 400 Euro steigen soll. Denn dann werden Steuern und Sozialversicherungsbeiträge fällig. BAföG-Empfänger sollten darauf achten, dass sie alle Einnahmen dem Amt melden, denn ein Job führt schnell zur Kürzung oder gar zur Streichung des BAföG.

Spezielle Jobangebote findet man bei den Studentenwerken der Hochschulen und auf Studentenportalen, wie zum Beispiel www.unicum.de. Auch einige Fachhochschulen und Universitäten wie beispielsweise die Kölner Universität bieten auf ihren Internetseiten einen Stellenmarkt an.

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