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13.10.2011

Deutsche Haushalte sparen auf hohem Niveau

Die deutschen Privathaushalte nutzen ihre vielfach verbesserte Einkommenssituation, um mehr zu sparen. So ist die Sparquote im letzten Jahr - also das Verhältnis von Sparsumme und verfügbarem Einkommen - um 0,2 Prozentpunkte auf 11,3 Prozent gestiegen, im Jahr 2009 war sie noch um 0,6 Prozentpunkte gesunken. Auch für 2011 und über das Jahresende hinaus ist mit einer vergleichsweise konstanten Sparanstrengung zu rechnen, berichtet der Bundesverband der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken (BVR) in seiner aktuellen Studie anlässlich des Weltspartages am 28. Oktober 2011. "Trotz der wieder zugenommenen wirtschaftlichen Unsicherheiten infolge der Euro-Schuldenkrise gehe ich davon aus, dass es in Deutschland nicht zu einem Angstsparen kommt", resümiert Dr. Andreas Martin, Mitglied des BVR-Vorstands. "Die ökonomischen Rahmenbedingungen bleiben in Deutschland stabil, insbesondere der robuste Arbeitsmarkt spricht nicht für gravierende Veränderungen im Sparverhalten. Daher rechne ich für 2011 mit einer Sparquote in Höhe von 11,2 Prozent", so Martin weiter.

Deutsche tätigen mehr Finanzanlagen

Die privaten Haushalte verfügten im Jahr 2010 über eigene Anlagemittel in Höhe von 194,5 Milliarden Euro. Diese ergeben sich aus dem Sparen unter Hinzurechnung der empfangenen Vermögensübertragungen, beispielsweise im Rahmen von Leistungen des Staates, die als Sparzulage, Investitionszuschuss oder Ähnlichem gewährt werden. Zuzüglich aufgenommener Kredite in Höhe von 4,9 Milliarden Euro standen den Bundesbürgern insgesamt 199,4 Milliarden Euro für die Sach- und Geldvermögensbildung zur Verfügung. Die zunehmende Belebung des deutschen Immobilienmarktes und höhere Anlageinvestitionen sorgen dafür, dass die Bundesbürger einen deutlich größeren Teil ihres Mittelaufkommens für Sachinvestitionen verwendeten. So stieg die Sachvermögensbildung im Vergleich zum Vorjahr um etwas mehr als 10 Milliarden Euro auf 45,7 Milliarden Euro. Gleichzeitig nahmen die Bundesbürger erstmals seit 2004 netto wieder mehr Kredite auf als sie tilgten. Der Zuwachs fiel mit 4,9 Milliarden Euro allerdings ausgesprochen maßvoll aus. Übrig blieben Mittel für Finanzanlagen im Wert von 153,7 Milliarden Euro. Das waren 6,8 Milliarden Euro mehr als 2009.

Bankprodukte erhalten großen Zuspruch

Eindeutige Favoriten der deutschen Sparer waren in 2010 die Banken. Ihnen flossen bei der Geldanlage der Bundesbürger mehr als die Hälfte aller Mittel zu. Wie auch schon im Jahr zuvor verzeichneten Sichtguthaben mit 75,7 Milliarden Euro die höchsten Zuwächse unter den Bankprodukten. Hauptgrund hierfür dürfte das niedrige Zinsniveau gewesen sein. Der Abfluss an Termineinlagen hielt zwar im zweiten Jahr an. Mit 15,1 Milliarden Euro war dieser aber deutlich niedriger als in 2009. Der Mittelabfluss bei Sparbriefen verringerte sich im gleichen Zeitraum ebenfalls auf 3,2 Milliarden Euro. Spareinlagen verbuchten hingegen einen Mittelzufluss in Höhe von 22,9 Milliarden Euro.

Nachdem die Bundesbürger ihre Mittel aus Investmentfonds in jedem Jahr seit 2006 abgezogen hatten, verzeichnete diese Anlageklasse in 2010 unterm Strich einen Zufluss von 10 Milliarden Euro. Bei Aktien und Sonstigen Anteilsrechten war der Zufluss das zweite Jahr in Folge positiv. Nach 20,4 Milliarden Euro in 2009 flossen nunmehr 18,9 Milliarden Euro an neuen Mitteln zu. Bei Rentenpapieren hielt der Negativtrend an. Per Saldo zogen die Bundesbürger 11,2 Milliarden Euro ab. Versicherungen verzeichneten mit 70,8 Milliarden Euro einen ähnlich hohen Zufluss wie in 2009.

Geldvermögen legt deutlich zu

Das finanzielle Vermögen der Bundesbürger stieg im vergangenen Jahr um 212 Milliarden Euro beziehungsweise um 4,8 Prozent auf 4.639 Milliarden Euro. Der Anstieg fiel damit etwas höher aus als in 2009. Im Durchschnitt verfügte in 2010 jeder private Haushalt in Deutschland über ein Geldvermögen von rund 115.400 Euro. Diesem Vermögen stand eine durchschnittliche Verschuldung pro Haushalt von 38.200 Euro gegenüber. Die Verschuldung stieg damit leicht um 100 Euro an. Die Zunahme der Verbindlichkeiten fiel aber kleiner aus als der Anstieg der Einkommen der Bundesbürger. Im Verhältnis zum verfügbaren Einkommen der privaten Haushalte verringerte sich der Schuldenstand pro Haushalt auf 96 Prozent und erreichte damit den niedrigsten Stand seit 15 Jahren.

Bundesbürger verfügen über ein Gesamtvermögen von rund 9,8 Billionen Euro

Nach Schätzungen des BVR verfügten die privaten Haushalte im Jahr 2010 zusätzlich zum Geldvermögen über ein Sachvermögen in Höhe von rund 6.770 Milliarden Euro. Das Netto-Vermögen der Bundesbürger für das Jahr 2010, also die um die Verbindlichkeiten bereinigte Summe der Geld- und Sachvermögen, lag damit bei rund 9.873 Milliarden Euro.

Pressemittileung des Bundesverbands der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken

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