Mittlerweile 2,5 Millionen „Girokonten für jedermann“

In Deutschland stellt die Empfehlung der Deutschen Kreditwirtschaft zum „Girokonto für jedermann“ sicher, dass einem Verbraucher im Bedarfsfall ein Konto zu Verfügung gestellt wird. Damit hat jeder mindestens die Möglichkeit Gutschriften entgegenzunehmen, Barein- und -auszahlungen vorzunehmen sowie am Überweisungsverkehr teilzunehmen. Und das mit Erfolg: Ende Dezember 2010 führten deutsche Banken und Sparkassen 2,5 Millionen „Girokonten für jedermann“. Seit der letzten Erhebung 2007 kamen also noch einmal 400.000 neue Konten hinzu.

Damit ist Deutschland – gerade auch im europäischen Vergleich – in diesem Bereich sehr gut aufgestellt. Selbst in EU-Mitgliedstaaten mit einer gesetzlichen Regelung des Zugangs zu einem Girokonto wie in Frankreich oder Schweden bleibt es bei einer sehr geringen Zahl von Bürgern ohne Konto. Das zeigen jüngste Erhebungen der Europäischen Kommission. Zudem betont die Kommission, dass die Kontolosigkeit oftmals auf fehlendem Finanzwissen und Desinteresse beruht. Dies umso mehr, als den Betroffenen die Vorteile von Bankdienstleistungen oftmals nicht klar sind. Hier helfen zusätzliche Vorgaben oder Regelungen für die Kreditwirtschaft nicht weiter. Vielmehr muss bei den Betroffenen angesetzt werden.

Vor diesem Hintergrund sieht die Deutsche Kreditwirtschaft keinen Bedarf für eine Modifizierung ihrer Empfehlung zum „Girokonto für jedermann“ oder gar Handlungsbedarf für den Gesetzgeber zur Regulierung des Vertragsrechts zum Kontozugang.

Sollten im Einzelfall Probleme bei der Kontoeröffnung auftreten, kann der Verbraucher durch Einschaltung einer Schlichtungsstelle der deutschen Kreditwirtschaft die Angelegenheit schnell – d. h. innerhalb eines Monats – und kostenlos überprüfen lassen. Beschwerden von Verbrauchern hierzu sind jedoch unverändert selten.

Pressemitteilung des Bundesverbandes deutscher Banken

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