Handy-Roaminggebühren: Kostenbremse für Internet-Nutzung per Handy

Frohe Botschaft für alle, die Urlaub in einem der EU-Länder machen: Pünktlich zum Beginn der Ferien-Hochsaison sinken im EU-Ausland die Handy-Roaminggebühren. Mit dem Handy nach Deutschland zu telefonieren, kostet ab 1. Juli 2010 pro Minute nur noch 46,41 Cent (bis dahin 51,17 Cent/Min.). Für ankommende Handy-Gespräche muss man nur noch 17,85 Cent pro Minute (statt derzeit 22,61 Cent/Min.) berappen.

Smartphone-Besitzer z. B., die im Auslandsurlaub ihre E-Mails abrufen oder andere Internet-Dienste nutzen wollen, können aufatmen. Alle Mobilfunkanbieter müssen ihren Handy-Kunden bis zum 1. Juli eine automatische technische Kostenbegrenzungsfunktion eingerichtet haben. Die unterbricht das Daten-Roaming, sobald man 59,50 Euro „versurft“ hat. Zuvor muss man entsprechend gewarnt werden, etwa per SMS, wenn 80 Prozent dieses Betrages erreicht sind.

„Man kann auch mit dem Anbieter vereinbaren, dass ein höherer Betrag für das Datenroaming im Ausland freigeschaltet werden soll“, weiß Friederike Wagner von der Verbraucherzentrale Sachsen. „Das Prozedere ist bei den verschiedenen Anbietern unterschiedlich geregelt, weshalb man sich rechtzeitig vor Reiseantritt darum kümmern sollte.“

Handy-Flatrates gelten übrigens im Ausland nicht. Und auch beim Aufenthalt in Grenzgebieten zu Nachbarstaaten sollte man aufpassen, in welches Mobilfunknetz sich das Handy einloggt. Es empfiehlt sich, das Handy auf „manuelle Netzwahl“ einzustellen, damit keine unerwarteten, oft überraschend hohe Roamingkosten entstehen.

Diese und weitere Tipps zum „Handy im Ausland“ enthält das gleichnamige Faltblatt , das man im kostenlosen Downloadbereich von der Internetseite der Verbraucherzentrale Sachsen www.verbraucherzentrale-sachsen.de herunterladen und auch in jeder Beratungsstelle kostenlos abholen kann.

Pressemitteilung der VZ Sachsen

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