Zivildienstleistende mit Fahrdienst müssen ein Fahrsicherheitstraining absolvieren

Ohne Training kein Fahrdienst: Ab 1. Oktober müssen Zivildienstleistende, die während ihrer Tätigkeit regelmäßig mit Pkw, Kleintransportern oder Bussen unterwegs sind, vorab ein mindestens fünfstündiges Fahrsicherheitstraining absolvieren. Der ADAC bietet die erforderliche Schulung, die sowohl praktische als auch theoretische Aspekte beinhaltet, auf seinen insgesamt 60 Trainingsanlagen in ganz Deutschland an. „Das Risiko, unterwegs im Dienst in kritische Situationen zu gelangen, ist für junge Menschen besonders hoch. Ein gezieltes Training wie beim ADAC liefert hier eine optimale Vorbereitung“, so ADAC-Vizepräsident für Verkehr Ulrich Klaus Becker.
Mehr Sicherheit für die zumeist jungen Zivildienstleistenden, die häufig auch noch nicht lange in Besitz einer Fahrerlaubnis sind, ist das Ziel dieser neuen Regelung. Sie gilt insbesondere für diejenigen unter den jährlich bundesweit rund 85 000 Zivis, die während ihrer Dienstzeit überwiegend Fahrdienste leisten. Darunter fallen sowohl Transportfahrten wie beispielsweise „Essen auf Rädern“ als auch Personenbeförderungsfahrten bei Rettungsdiensten und während der Behinderten- oder Seniorenbetreuung.
Um das Fahrverhalten der verwendeten Pkw, Kleintransporter oder Kleinbusse einschätzen zu können, sollte die Schulung mit dem jeweils eigenen Einsatzfahrzeug bzw. einem vergleichbaren Fahrzeug erfolgen. Unter der Anleitung erfahrener ADAC-Trainer werden Fahrtechniken geübt, die in brenzligen Situationen wie beispielsweise bei Notbremsungen oder Ausweichmanövern vonnöten sind. Dazu gehören das Ausweichen vor Hindernissen, Kurven Fahren, der Spurwechsel und das Trainieren diverser Bremstechniken. Ergänzt wird dieser praktische Teil durch Gesprächsrunden, in denen theoretische und psychologische Aspekte des Fahrens behandelt werden, um das Risikobewusstsein der Zivis zu schärfen.
Das ADAC-Fahrsicherheitstraining entspricht nicht nur den Anforderungen des Qualitätssiegels des Deutschen Verkehrssicherheitsrates, sondern auch den Vorgaben der DEKRA-Zertifizierung. Somit ist ein bundesweit hoher und einheitlicher Standard garantiert.
Die Kosten für das Training übernimmt die jeweilige Dienststelle. Viele Berufsgenossenschaften oder Kfz-Versicherer gewähren Zuschüsse oder bezahlen die Schulung sogar komplett. Nähere Informationen rund um Training, Preise und Anmeldung gibt es im Internet unter www.adac.de/fahrsicherheitstraining und der Hotline 01805/12 10 12 (14 Cent/Min. aus dem Festnetz der Dt. Telekom; ggf.abweichende Preise aus Mobilfunknetzen). (Pressemitteilung des ADAC)

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