Gehaltsverhandlungen in Zeiten der Krise

Kein Tag vergeht, an dem die gegenwärtige Finanzkrise und deren Folgen nicht diskutiert werden.

Doch sollten sich Arbeitnehmer mit Rücksicht auf den Konjunktureinbruch beim Gehaltspoker mit ihrem Chef zurücknehmen? Nein, findet Uwe Rauhöft, Geschäftsführer des Neuen Verbandes der Lohnsteuerhilfevereine e.V. (NVL): "Wenn kostenneutrale Gehaltsextras angesprochen werden, haben Verhandlungen auch in schwierigen Zeiten Aussicht auf Erfolg."

Essenzuschüsse zählen dabei zu den abgabenfreien Gehaltszuschlägen, die besonders einfach umzusetzen sind: Mit Restaurantschecks sind zum Beispiel arbeitstäglich bis zu 5,83 Euro möglich.

Bei einer Ausgabe von 15 Schecks pro Monat entfällt auch die Nachweispflicht (z.B. über Urlaub, Krankheit oder Auswärtstätigkeit der Mitarbeiter) – so können monatlich bis zu 87,45 Euro erstattet werden – und das für den Arbeitnehmer steuer- und sozialabgabenfrei, d.h. brutto für netto.

Arbeitgeberseitig fällt nur eine Pauschalsteuer von rund 11 Euro an. Auch George Wyrwoll, Corporate Relations Manager und HR-Experte bei Sodexo, sieht aktuell einen guten Zeitpunkt für Gehaltsverhandlungen, denn: "Gerade in der Krise sind gute Mitarbeiter für Arbeitgeber unerlässlich. Häufige Wechsel von Angestellten kommen Unternehmen teurer zu stehen, als das Personal mit entsprechenden Anreizen an sich zu binden und zu motivieren."

Über den Neuen Verband der Lohnsteuerhilfevereine e.V.

Der NVL ist ein Zusammenschluss von Lohnsteuerhilfevereinen in einem Dachverband. Satzungsmäßige Aufgabe des Verbandes ist die Vertretung der beruflichen Interessen seiner Mitglieder, die Förderung der Qualitätssicherung der Beratung und die Vertretung der steuer-rechtlichen Belange der in den Lohnsteuerhilfevereinen organisierten Mitglieder, d.h. der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, Rentner und Pensionäre. Darüber hinaus bietet der Verband Unterstützung in der Arbeit und Informationen für seine Mitglieder.

Der NVL wurde im August 1993 von acht Lohnsteuerhilfevereinen gegründet. Mittlerweile gehören dem Verband rund 130 Lohnsteuerhilfevereine aus dem gesamten Bundesgebiet an.

Die Mitgliedsvereine haben im vergangenen Jahr in ca. 6.500 Beratungsstellen rund eine Million Arbeitnehmerhaushalte betreut – das sind insgesamt rund 1,6 Millionen Mitglieder.

Die Betreuung erfasst insbesondere die Einkommensteuererklärung und Feststellungserklärungen im Rahmen der beratungsfähigen Einkünfte (§ 4 Nr. 11 Steuerberatungsgesetz), Eigenheimzulagen und Kindergeldsachen. Die Vereine legen bei Erfordernis auch Rechtsmittel ein und führen Klageverfahren vor den Finanzgerichten für ihre Mitglieder.

Pressemitteilung von Sodexho Pass

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