Weihnachtsgeschäft: Deutsche Einzelhändler sind optimistisch

Mehr als die Hälfte der Einzelhändler in den fünf wirtschaftsstärksten Ländern Europas erwarten ein besseres Weihnachtsgeschäft als 2006.

Deutsche Händler zeigen mit Abstand den größten Optimismus: 68 Prozent von ihnen rechnen mit mehr Umsatz.

Nur 4 Prozent stellen sich auf geringere Umsätze ein, so die Einzelhandelsstudie von American Express, die nach 2006 zum zweiten Mal vorliegt. 

Die seit Sommer veröffentlichten Prognosen für ein etwas langsameres Wirtschaftswachstum schlagen den deutschen Geschäftsleuten bisher nicht auf die Stimmung.

Sie sind im Vorjahresvergleich deutlich optimistischer: Erwarteten 2006 noch 56 Prozent des deutschen Einzelhandels bessere Geschäfte in der Vorweihnachtszeit, stieg dieser Wert 2007 auf 68 Prozent.

Damit sind die Händler hierzulande viel zuversichtlicher als ihre europäischen Kollegen.

In Frankreich erwarten 55 Prozent und in Italien 52 Prozent der Einzelhändler ein Umsatzplus vor Weihnachten. 

„Der große Optimismus in Deutschland speiste sich 2006 aus der Erwartung, dass die Verbraucher größere Anschaffungen vor der Mehrwertsteuererhöhung Anfang 2007 tätigen würden.

In diesem Jahr liegt der Grund für den nochmals gestiegenen Optimismus in der nach wie vor guten Wirtschaftsstimmung“, sagt Carola Paschola, Vice-President bei American Express Deutschland.

Der Aufschwung in der Bundesrepublik führt aus Sicht der Einzelhändler zu Personalengpässen.

Die befragten deutschen Händler sehen die Einstellung von zusätzlichem Personal für die Weihnachtszeit als größere Herausforderung an als ihre europäischen Wettbewerber.

Jeder zweite deutsche Einzelhändler widmet dieser Aufgabe verstärkte Aufmerksamkeit, der europäische Schnitt liegt bei 41 Prozent.

Keines der anderen Länder erreicht hier einen so hohen Wert wie Deutschland. Die Wettbewerbsintensität bereitet den Deutschen weniger Sorge (60 Prozent) als den Franzosen (68 Prozent), Italienern (71 Prozent), Engländern (74 Prozent) und Spaniern (76 Prozent).

Bei der Werbung in der Vorweihnachtszeit sind Printmedien europaweit die erste Wahl.

20 Prozent der Befragten (Deutschland: 22 Prozent) setzen auf die klassische Werbung in Printmedien und 15 Prozent (16 Prozent) auf Werbung im Fernsehen.

Danach folgen Online-Werbung mit 11 Prozent (13 Prozent), Suchmaschinen-Werbung mit 8 Prozent (10 Prozent) und E-Mail-Marketing mit 5 Prozent (10 Prozent).

Wie im Vorjahr ist die Plastikkarte als Zahlungsmittel weiter auf dem Vormarsch.

In den untersuchten europäischen Ländern erwartet 59 Prozent des Einzelhandels, dass 2007 häufiger zur Kreditkarte gegriffen wird als 2006.

Diese Entwicklung geht insbesondere zu Lasten von Schecks.

In Deutschland bestätigt sich dieser Trend: Hier rechnen 58 Prozent der Einzelhändler damit, dass die Kreditkarte häufiger an den Kassen vorgelegt wird, und 54 Prozent schätzen, dass die EC-Karte dieses Jahr stärker zum Einsatz kommen wird.

Der Anteil der bar gezahlten Einkäufe bleibt nach Einschätzung des Einzelhandels in Deutschland in etwa gleich.
 
Die überwiegende Mehrheit der Befragten steht Webinhalten, die durch Verbraucher erstellt werden (Web 2.0), positiv gegenüber.

79 Prozent des europäischen Einzelhandels sieht in derartigen Verbraucherportalen, Foren und Weblogs eher eine Chance als ein Risiko.

Allerdings geben nur 25 Prozent der Befragten an, diese Online-Portale mit ihren Ressourcen systematisch verfolgen, analysieren und auf diese Weise zu ihrem Vorteil nutzen zu können.

Für die American Express Einzelhandelsstudie wurden im September 2007 mehr als 250 Manager aus der Einzelhandelsbranche in Deutschland, England, Frankreich, Italien und Spanien befragt.

Angesprochen wurden nur Unternehmen, die mehr als 35 Millionen Euro Umsatz im Jahr erzielen. Dazu gehören reine Filialhändler als auch Online- und Kataloganbieter sowie Anbieter von mehreren Vertriebskanälen.

Pressemitteilung American Express Bank

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