Teures WM-Vergnügen für Paraguayer und Argentinier

Am teuersten kommt die Fußballweltmeisterschaft die Fans aus Paraguay zu stehen. Das geht aus einer aktuellen Untersuchung von ECA International hervor. Dafür hat das Unternehmen die heimatlichen Lebenshaltungskosten von 30 der 32 Endrundenteilnehmer mit den´Preisen im WM-Gastgeberland Deutschland verglichen.

So liegen die durchschnittlichen Lebenshaltungskosten in Deutschland beispielsweise 110 Prozent über denen in Paraguay. Immerhin fast doppelt so viel wie zu Hause müssen die argentinischen Fans für die Dinge des täglichen Bedarfs einkalkulieren. Von den europäischen WM-Touristen erleben Polen mit 30 Prozent den größten Preisanstieg bei ihrer Reise in die Bundesrepublik.

Als Spartrip dagegen dürften Japaner, Schweizer und Fans von der Elfenbeinküste ihren WM-Ausflug empfinden: Für ein Bier zahlt ein Japaner etwa ein Drittel weniger als zuhause -während ein Australier 15 Prozent mehr als gewohnt dafür berappen muss.

Was der WM-Trip einen Fan tatsächlich kostet, das hängt natürlich auch von seinen individuellen Konsumgewohnheiten ab: So wird ein französischer Anhänger bei seinem Kurztrip nach Deutschland etwa für eine Tafel Schokolade nur die Hälfte, für eine Flasche Mineralwasser aber fast das Doppelte bezahlen wie zuhause.

Ein Paraguayer legt für eine Tube Zahnpasta dreimal, für ein Päckchen Schmerztabletten viermal und für eine Schachtel Zigaretten sechsmal so viel auf den Ladentisch wie am Rio de la Plata. Ein Mexikaner, der in Deutschland etwa ein Drittel mehr für Waren und Dienstleistungen bezahlt, wird beim Kauf eines Kleinbildfilms überrascht sein: Dieser kostet hier 20 Prozent weniger als daheim.

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