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08.04.2008

Umfrage: Wenig Wissen über Abgeltungssteuer

Fast zwei Drittel der Deutschen haben noch nie etwas von der 2009 in Kraft tretenden Abgeltungssteuer gehört. Dies geht aus einer repräsentativen Umfrage des Marktforschungsinstitutes GfK unter 2000 Bürgern im Auftrag der WGZ Bank hervor, die im Januar 2008 veröffentlicht wurde.

"Demnach konnte nur ein Drittel der Befragten mit dem Begriff Abgeltungssteuer etwas anfangen und nur vier Prozent halten sich für gut über diese Thematik informiert," verdeutlicht Meik Schäfers, Anlageberater bei der PSD Bank Rhein-Ruhr eG und erläutert:

"Anleger sollten wissen, dass ab dem 1. Januar 2009 grundsätzlich alle Einkünfte aus Kapitalvermögen, wie Zinsen, Dividenden und Veräußerungsgewinne mit einem Steuersatz von 25 Prozent plus Solidaritätszuschlag und gegebenenfalls Kirchensteuer zu versteuern sind."

Mit dieser einen zusammengefassten Einkunftsart entfalle bei vielen Anlegern zukünftig die umständliche Angabe der Kapitalerträge in der Steuererklärung.

Bei einem persönlichen Steuersatz von mehr als 25 Prozent stelle man sich mit der pauschalen Versteuerung ab 2009 insbesondere bei Zinseinkünften sogar besser.

Sei dagegen der persönliche Steuersatz niedriger, könne zu viel gezahlte Abgeltungssteuer entsprechend zurückgefordert werden. Weitere grundlegende steuerliche Änderungen ab 2009 sind unter anderem die neuen Modalitäten beim Sparerpauschbetrag sowie die Streichung des Halbeinkünfteverfahrens und der bisherigen "Spekulationsfrist".

Auch wenn bis Ende 2008 noch Zeit ist, sich auf die Abgeltungssteuer einzustellen, sollten Anleger laut Schäfers rechtzeitig über ihre Anlagestrategie nachdenken und diese gegebenenfalls dem neuen steuerlichen Umfeld anpassen.

"Langfristige Fondsanlagen bleiben trotz Abgeltungssteuer eine chancenreiche Geldanlage, insbesondere wenn die sogenannte 'Übergangsregelung' genutzt wird."

Denn Veräußerungsgewinne aus der Anlage in Aktienfonds blieben von der Abgeltungssteuer verschont, wenn die Anteile bis zum 30. Dezember 2008 erworben und mindestens ein Jahr gehalten werden.

Wichtig sei, Fondsanlagen unter Berücksichtigung der eigenen Anlegermentalität als mittel- bis langfristige Investition zu sehen und sich vorab im individuellen Beratungsgespräch zu informieren.

Pressemitteilung der PSD Bank Rhein-Ruhr

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