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19.08.2008

Finanzielle Zukunft im Alter für viele Bundesbürger ungewiss

Mehr als jeder zweite Bundesbürger (52%) zwischen 18 und 59 Jahren verfügt eigenen Angaben zufolge bislang über kein ausreichendes Niveau der Altersvorsorge.

Von den heute bereits über 50-Jährigen wird nach persönlicher Einschätzung ein Drittel (30%) in der absehbaren Zeit des Ruhestands vor spürbaren Einschränkungen ihres Lebensstandards stehen.

Dies geht aus den Ergebnissen des aktuellen "Kundenmonitor Assekuranz 2008" des Marktforschungs- und Beratungsinstituts psychonomics AG zum Schwerpunktthema Altersvorsorge hervor. 1.500 Bundesbürger von 18 bis 59 Jahren wurden repräsentativ zu ihrer aktuellen Vorsorgesituation, zu den geplanten Vorsorgemaßnahmen und zu ihren Präferenzen für unterschiedliche Altersvorsorgeprodukte befragt.

Kenntnisstand und Vorsorgebereitschaft abnehmend

Besorgniserregend erscheint auch, dass sich ein Drittel der Bevölkerung im vorsorgerelevanten Alter bisher kaum zur persönlichen Altersvorsorge informiert hat. Insbesondere jüngere Menschen verdrängen das Thema, und dies sogar mit zunehmender Tendenz: Während die Zahl der "Uninformierten" unter den 18-35-Jährigen im Jahre 2005 "nur" bei 48 Prozent lag, vermeiden aktuell 54 Prozent eine konkrete Auseinandersetzung mit der persönlichen Alterssicherung.

Auch die prinzipielle Bereitschaft der Bundesbürger, auf Sicht von 12 Monaten in die gesetzliche Rente ergänzende Produkte der betrieblichen Altersversorgung oder der privaten Vorsorge zu investieren, liegt mit aktuell 25 Prozent unter dem Niveau von vor drei Jahren (2005: 28%). Die Mehrheit der Vorsorgebereiten verfügt bisher über keine ausreichende Altersvorsorge (17%), acht Prozent wollen hingegen bereits bestehende Vorsorgemaßnahmen aufstocken. Grundsätzlich nimmt die Vorsorgebereitschaft mit dem Grad des persönlichen Kenntnisstandes zur Altersvorsorge zu.

"Das konkrete Engagement der Bundesbürger bleibt trotz der schmerzhaften Erkenntnis der Notwendigkeit ergänzender Formen der Altersvorsorge häufig noch beschränkt. So verstreichen aber auch die Chancen des frühzeitigen Beginns lukrativer kapitalbildender Maßnahmen. Gleichzeitig versauern viele Vermögen nach wie vor auf Sparbüchern mit geringen Renditen.", kommentiert Christoph Müller, Experte für Versicherungs- und Finanzmarktforschung bei der psychonomics AG.

Hoher Beratungsbedarf

Rund jeder vierte befragte Bundesbürger (9 Mio.) bekundet Interesse an einer professionellen Vorsorgeberatung, unter den Vorsorgebereiten sind dies 43 Prozent. Die Ausgabebereitschaft der Vorsorgebereiten für (zusätzliche) Produkte der betrieblichen oder privaten Altersvorsorge liegt - wie bereits 2005 - im Mittel bei rund 90 Euro monatlich.

Interesse an innovativen Altersvorsorgeprodukten

Großes Interesse zeigen die Bundesbürger an neuen und renditestärkeren Formen der privaten Altersvorsorge jenseits klassischer Lebens- oder Rentenversicherungen und Bausparverträge sowie staatlich geförderter Riester- oder Rürup-Renten. Deren Attraktivität nimmt sogar beträchtlich zu, wenn Sicherheitsaspekte dabei nicht verloren gehen:

So können sich mittlerweile 39 Prozent der 18- bis 59-Jährigen vorstellen, zumindest einen Teil ihrer Aufwendungen zur Altersvorsorge in fondsgebundene Anlagen mit höheren Renditechancen einzuzahlen; bei garantierter Auszahlung der eingezahlten Beiträge wären sogar über 60 Prozent hierzu bereit. Ebenfalls rund 60 Prozent können sich zudem vorstellen, Lebens- oder Rentenversicherungen abzuschließen, bei der ein Teil der Beiträge in Investmentfonds eingezahlt wird.

Die höchste Akzeptanz der im Rahmen der Studie untersuchten innovativen Altersvorsorgemodelle (Garantiefonds, Hybridversicherung, Dynamische Hybridversicherung, Universal-Life-Versicherung, Variable Annuities) erreicht mit 32 Prozent die Universal-Life-Versicherung - das einzige untersuchte Konzept, welches ohne fondsgebundene Anlagen auskommt. Hierbei lässt sich die Höhe der Beitragszahlungen je nach Lebenssituation variabel anpassen und im Bedarfsfalle bereits eingezahltes Geld auch flexibel wieder entnehmen.

"Insbesondere klassische Altersvorsorgeprodukte werden von den Kunden oft noch als zu starr, zu komplex oder als zu wenig renditestark angesehen.", erläutert Christoph Müller. "Für die Anbieter bedeutet dies zweierlei: Erstens stärker bedarfsgerechte Produktlösungen zu entwickeln, die die Anforderungstrias aus Rendite, Sicherheit und Verfügbarkeit intelligent und attraktiv integrieren. Und zweitens die passenden Kunden für unterschiedliche Produktgruppen gezielt anzusprechen und zu beraten."

Die komplette Studie "Altersvorsorge in Deutschland 2008", mit zahlreichen weiteren Ergebnissen zum Vorsorgeverhalten der Deutschen, produktspezifischen Absatzpotenzialen sowie umfangreichen Differenzierungen nach soziodemographischen Merkmalen und der psychonomics Versicherungskundentypologie, kann im Rahmen der Gesamtstudie "Kundenmonitor Assekuranz 2008" oder als eigenständige Teilstudie über die psychonomics AG bezogen werden.

Pressemitteilung der psychonomics AG

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