Startseite > Arbeitslosengeld II > News > Ethikverband der Deutschen Wirtschaft e.V. zur Diskussion über Hartz IV
25.02.2010

Ethikverband der Deutschen Wirtschaft e.V. zur Diskussion über Hartz IV

Die Forderung nach Kürzungen bei Missbrauch ist populistisch Es ist richtig, dass Hartz IV von manchen Menschen missbraucht wird. Unsinnig ist es, so zu tun, als würden Hartz IV Empfänger ohne Konsequenzen das System missbrauchen können. Wer Hartz IV missbraucht z. B. durch Ablehnung zumutbarer Arbeit etc. wird mit Kürzungen des Bezugs bestraft. Forderung nach harten Strafen für den Missbrauch entbehrt jede Grundlage. Die Diskussion diffamiert sozial schwache Menschen. Die Veröffentlichungen über Hartz IV Empfänger sagen zwar sachlich richtig, dass überwiegend Alleinerziehende und Migranten zu den Empfängern, und ,Mittelstandmitglieder' eher selten zu Hartz IV Empfängern gehören, gleichzeitig wird damit suggeriert, dass Hartz IV Empfänger zur Randgruppen des ,Präkariats' gehören, und damit nicht zum ,Bürgertum', zur ,Mitte' unserer Gesellschaft. Die öffentliche Darstellung der Herkunft der Hartz IV Empfänger suggeriert, als seien sie keine ,wertvollen' Mitglieder unserer Gesellschaft. Gerade sozial schwache Menschen bedürfen unserer Unterstützung und vor allem unseres Wohlwollens.

Die Steuersituation unterstützt die Motivation, einer Regelarbeit nachzugehen, zu wenig. Wer Hartz IV bezieht, muss sich bereits ? 80,00 von 100 hinzuverdienten Euro anrechnen lassen. Hier können wir von anderen Ländern sehr gut lernen. Die Motivation, so schnell wie möglich wieder einer Regelarbeit nachzugehen, sollte ein so starker sozialer Staat wie die Bundesrepublik Deutschland durch steuerliche Anreize unterstützen. Das ist derzeit nicht der Fall.

Hartz IV Empfänger haben sich im Regelfall ihre Situation nicht ausgesucht. Die Tatsache, dass mancher Hartz IV Empfänger mehr Geld erhält, als jemand, der einer Regelarbeit nachgeht, ist dem Hartz IV Empfänger nicht vorzuhalten. Der Druck auf Löhne, der zu extrem geringen Mindestlöhnen mit Zustimmung von Gewerkschaften geführt hat, muss Grundlage einer Diskussion über Mindestlöhne sein, nicht eine Diskussion über die Höhe der Bezüge von Hartz IV Empfängern. Sie haben sich Ihre Situation in aller Regel nicht freiwillig ausgesucht. Danach zu trachten, dass Hartz IV Empfänger weniger bekommen müssen, als jemand, der regelmäßiger Arbeit nachgeht, kritisiert den falschen Aspekt

Die Forderung, Hartz IV Empfänger sollen für ihre Bezüge arbeiten, hat feudalistische Züge. Eine Solidargemeinschaft ist nach dem Subsidiaritätsprinzip für alle Mitglieder der Gesellschaft da. Eine Gesellschaft, die sich den Bezug von Hartz IV ,entgelten' zu lassen, hat etwas von Sklaverei. Diese Überlegung folgt dem Gedanken: "Kostenlos darf es nichts geben." Unsere Solidargemeinschaft sollte in der Lage sein, Menschen, die ohne Selbstverschulden in eine schwierige Lebenssituation geraten sind, unentgeltlich zu unterstützen.

Die Diskussion verwechselt Ursache und Wirkung. Die Hauptursachen für Hartz IV sind in schlechter Ausbildung und fehlender Betreuung von Kleinkindern Alleinerziehender zu finden. Der Ruf nach schärferen Maßnahmen gegen den Missbrauch verwechselt Ursache und Wirkung. Schärfere Maßnahmen beseitigen nicht die Ursachen für Hartz IV. Ein besseres Betreuungsangebot für die Kinder Alleinerziehender auf er einen Seite, und intensive Aus- und Weiterbildungsmaßnahmen für Niedrigqualifizierte auf der anderen Seite sind als einzige Maßnahmen geeignet, nicht nur den Missbrauch von Hartz IV zu bekämpfen, sondern Menschen sinnvolle Alternativen zu Hartz IV zu ermöglichen.

Unsere Politiker sind aufgerufen. Alle Politiker sind dringend aufgerufen, so bald als möglich das Vertrauen in das politische Handeln gemeinsam wieder herzustellen. Noch ist Zeit dazu. Es wäre jetzt unbedingt an der Zeit, dafür Sorge zu tragen, dass wir auf falsche Diffamierungen verzichten, und die wahren Ursachen für Hartz IV Probleme bekämpfen.

Ulf D. Posé (Präsident)

(Pressemitteilung ETHIKVERBAND DER DEUTSCHEN WIRTSCHAFT E.V.)

Empfehlung - Tagesgeld

# Anbieter Produkt Zinssatz
1 MoneYou Tagesgeld 2,55%
2 Bank of Scotland Tagesgeld 2,40%
3 1822direkt ZinsCash (Standardzins) 2,30%

Tagesgeld vergleichen!

Urlaub: Das müssen Arbeitslose wissen

Urlaub: Das müssen Arbeitslose wissenArbeitslose haben im Gegensatz zu Arbeitnehmern keinen gesetzlichen Anspruch auf Urlaub. Unter bestimmten Voraussetzungen dürfen sie verreisen, ohne dass sie Einbußen beim Arbeitslosengeld hin ... weiter

Ehevertrag - Damit Scheiden nicht wehtut

Bei der Hochzeit schon an die Trennung zu denken ist ziemlich unromantisch. Trotzdem kann der Ehevertrag eine wichtige Absicherung für den Fall der Fälle sein. Denn er regelt individuelle V ... weiter

Produkttests

Im Test: Die Kfz-Versicherung der AllSecur mit Marten
Es ist Herbst in Deutschland und auf den Straßen treibt ein finsterer Gesell sein Unwesen. Die Opfer: Ahnungslose Autos. Denn ganz egal, ob Hagelschaden, Blechschaden oder Diebstahl: Marder Marten hat seine Finger im Spiel. Sein Gegner ist die Kfz-Versicherungsmarke AllSecur. Ob diese auch im richtigen Leben die Oberhand behält, verraten wir Ihnen in unserem Produkttest der Kfz-Versicherung. mehr...

Im Test: Der Direktkredit der SWK Bank
Bei der SWK Bank kann man einen Ratenkredit direkt online bestellen. Innerhalb von 30 Sekunden soll man dabei eine Antwort erhalten, ob man zwischen 1.000 und 50.000 Euro als Kreditsumme erhalten kann. Das Geld würde dann innerhalb von zwei Arbeitstagen auf dem Konto des Antragsstellers sein. Ob sich das Angebot lohnt, erfahren Sie in unserem Produkttest des Direktkredits der SWK Bank. mehr...

Im Test: Das Festgeld der GarantiBank
Bringen vierblättrige Kleeblätter auch Bankkunden Glück? Die Garantibank versucht es auf jeden Fall und setzt den vermeintlichen Glücksbringer nicht nur in ihr eigenes Logo. Auch im Namen der Festgeldanlage findet sich das Kleeblatt wieder. Ob Sie sich bei dieser Geldanlage nur auf ihr Glück verlassen sollten, erfahren Sie in unserem Test des Kleeblatt-Festgeld-Kontos. mehr...

Im Test: Das Top-Zinskonto der Norisbank
Die Norisbank ist eine Tochter der Deutschen Bank und bezeichnet sich selbst als "ersten Qualitätsdiscounter im deutschen Bankenmarkt." Jetzt hat die Norisbank ihren Tagesgeld-Aktionszins noch einmal erhöht. Wir haben uns das Top-Zinskonto der Norisbank genauer angesehen. Ist der Name Programm? Die Antwort auf diese Frage lesen Sie hier in unserem Produkttest. mehr...

Im Test: Das Tagesgeldkonto der Targobank
Die Bäume blühen, die Zinsen steigen. Ist das der Frühling oder das Ende der Sparerkrise? Vielleicht beides. Einige Tagesgeldanbieter schrauben ihre Zinsen sachte nach oben. Zum Beispiel die Targobank. Wir haben uns das Tagesgeldangebot der Targobank einmal genauer angesehen. Unsere Erkenntnisse lesen Sie hier. mehr...

Finanz-Newsletter

Melden Sie sich für den Gratis-Newsletter von forium an!

Ich habe die AGB und Datenschutzerklärung gelesen und bin damit einverstanden.

Ihr Abonnement können Sie entweder auf der Abmeldeseite oder in jedem Newsletter mit einem Klick beenden.