Positive Stimmung – gespart wird trotzdem

Die positiven Wirtschaftsmeldungen fördern den Optimismus in der Bevölkerung. Vor allem die Jüngeren blicken hinsichtlich Einkommen und Lebensqualität zuversichtlich in die Zukunft. Doch nicht jeder hat auch tatsächlich die finanziellen Möglichkeiten, so zu konsumieren, wie er es sich wünscht: 46 Prozent der Bevölkerung wollen kaufen, können aber nicht. Das belegt eine repräsentative IPSOS-Umfrage im Auftrag von CreditPlus.

Die Investitionskraft liegt wie in den vorherigen Monaten bei einem Anschaffungspotential von über 1.250 Euro. Doch die Verbraucher zeigen sich hinsichtlich höherer Investitionen, wie dem Auto- oder Möbelkauf, teilweise noch zögerlich: Es wird weiterhin gespart. „Die Deutschen blicken nach der Finanz- und Wirtschaftskrise wieder optimistischer in die Zukunft. Dennoch bleiben sie in ihrem Konsumverhalten vorsichtig. Es gibt aber einen großen Anteil in der Bevölkerung, der gerne konsumieren würde, aber derzeit nicht die finanziellen Möglichkeiten dazu hat“, so Jan W. Wagner, Vorstandsvorsitzender der CreditPlus Bank. „Zur Belebung der Wirtschaft muss es das Ziel sein, die Verunsicherung der Konsumenten nach der Finanzkrise noch weiter zu reduzieren und im Gegenzug Vertrauen aufzubauen.“

Mehr Sicherheit bezüglich der eigenen wirtschaftlichen Lage und ein größeres Vertrauen in das Finanzsystem könnten zum einen die Sparneigung reduzieren und einen mutigen Konsum fördern. Zum anderen könnte es die Aufnahme von kurzfristigen Finanzierungsmöglichkeiten begünstigen und auch über diesen Weg zu einem besseren Konsumklima führen. Das zeigt eine genaue Betrachtung der unterschiedlichen Verbrauchergruppen.

Der verhinderte Käufer

Weiterhin 46 Prozent ohne finanzielle Möglichkeiten

59 Prozent der Bevölkerung haben Lust dazu, Geld auszugeben. Doch nur 45 Prozent der Deutschen haben unabhängig von ihrer Konsumneigung auch die finanziellen Möglichkeiten dazu. Der Anteil der Bevölkerung, der Lust zum Kaufen, aber keine finanzielle Möglichkeiten dafür hat, liegt bei 46 Prozent und ist damit wie in den vergangenen Monaten weiterhin hoch. Dieser Gruppe gehören vor allem Personen an, die in großen Haushalten mit über fünf Personen wohnen: 73 Prozent behaupten, überhaupt „kein Kaufpotential“ zu besitzen.

„Ich würde gerne kaufen, kann aber nicht“: Bei den Befragten mit einem Einkommen von bis zu 2.499 Euro netto bejahen rund 50 Prozent diese Aussage hinsichtlich ihrer Kaufabsichten. Bei denjenigen mit 2.500 bis 3.499 Euro bzw. ab 3.500 Euro Einkommen sind es jeweils „nur“ 40 bzw. 36 Prozent, deren Kauflust nicht befriedigt werden kann.

Mit Ausbildung weniger verhindert, aber lustloser

Mit der Art der Ausbildung wächst der Prozentsatz derjenigen, die kaufen könnten aber nicht wollen (26 Prozent Hauptschulabgänger, 31 Prozent mit Realschulabschluss, 34 Prozent mit Abitur oder Universitätsabschluss). Zum Vergleich: Mehr Kauflust als Möglichkeiten haben Hauptschulabgänger (50 Prozent), Personen mit Realschulabschluss (47 Prozent) und Abiturienten bzw. Akademiker (43 Prozent).

Im Alter: Zwischen Kauflust und -frust

Die Kauflust ist zwischen 14 bis 54 Jahren durchgängig ähnlich und liegt bei 28 Prozent der Befragten in der jeweiligen Altersgruppe. Bei den Verbrauchern über 55 Jahren sind 36 Prozent Kaufmuffel: Sie könnten, aber wollen kein Geld ausgeben; weitere 38 Prozent sind wie die 50 Prozent der 14 bis 54jährigen willig, aber nicht in der Lage, ihre Kaufabsichten umzusetzen.

Konsumstimmung: eher positiv

Sowohl im Westen als auch im Osten der Republik sind die Verbraucher (rund 60 Prozent) „recht optimistisch“ hinsichtlich Einkommen und Lebensqualität.

Je jünger, desto optimistischer

82 Prozent der 14- bis 34jährigen behaupten von sich, beim Gedanken an den eigenen Lebensstandard und ihr Einkommen in den nächsten Monaten „sehr“ oder „recht“ optimistisch zu sein. 73 Prozent der 35- bis 54jährigen sowie 60 Prozent der über 55jährigen zählen sich ebenfalls zu den Optimisten.

Sparen bleibt „in“ – nur die Jüngsten geben mehr aus

Sparen gibt den Verbrauchern ein Sicherheitsgefühl. Die wirtschaftliche Unsicherheit ist auch im zweiten Halbjahr stark ausgeprägt: „Eher sparsamer“ als im ersten Halbjahr schätzen sich 22 Prozent ein – ein Anteil, der altersunabhängig in der gesamten Bevölkerung etwa gleich hoch ist. „Etwas sparsamer“ sind bei den bis zu 22jährigen und über 55jährigen rund 20 Prozent; in der Altersgruppe der 35 bis 54jährigen sind es sogar 23 Prozent. Nur bei den 14- bis 21jährigen spiegelt sich die Zuversicht hinsichtlich der eigenen finanziellen Möglichkeiten auch im veränderten Kaufverhalten: 23 Prozent geben an, „weniger sparsam“ zu sein als im ersten Halbjahr dieses Jahres.

Pressemittteilung der CreditPlus Bank AG

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