Bundesbürger bleiben konsumfreudig

Viele Bundesbürger sind infolge der Wirtschaftskrise zwar preisbewusster geworden, wollen sich ihre Konsumfreude aber nicht grundsätzlich nehmen lassen. Ganz oben auf der Liste der geplanten Ausgaben stehen derzeit Urlaubsreisen: Rund 22 Mio. Deutsche beabsichtigen eine Buchung in den kommenden drei Monaten. Ebenfalls hoch im Kurs stehen Haus- und Wohnungsrenovierungen (17 Mio.). Über Anschaffungen im Bereich Computer denken 18 Mio. der Deutschen derzeit häufig nach; den Kauf hochwertiger Mode beabsichtigen rund 16 Mio., ebenso viele sind es im Bereich TV, Video und Elektronik.

Dies zeigt der aktuelle „Konsumpotenzial-Index“ des Marktforschungs- und Beratungsinstituts YouGovPsychonomics AG. 1.000 Bundesbürger ab 18 Jahren wurden im April repräsentativ zu ihren Kaufabsichten in einzelnen Märkten und Produktsegmenten befragt. Auch die Binnennachfrage im Automobilsektor zeigt sich infolge der besonderen Anreize weiterhin lebhaft: Für Neu- und Gebrauchtwagen ergibt sich für die kommenden drei Monate ein Marktpotenzial von etwa 6 Mio.

Kauf- und Leasingverträgen. Immobilien erwerben oder selbst bauen wollen in näherer Zukunft rund 1,9 Mio. Bundesbürger. Anbieterpräferenzen der Verbraucher Der vierteljährliche „Konsumpotenzial-Index“ zeigt auch, welche Anbieter und Produkte in den einzelnen Konsumbereichen am stärksten von den Konsumplänen der Deutschen profitieren können. Im Bereich Reise zählen Neckermann, Thomas Cook und alltours zu den Top 3 der bevorzugten Anbieter, beim Kauf von Möbeln steht IKEA ganz oben in der Verbrauchergunst, mit großem Abstand gefolgt von Möbel Roller und Möbel Höffner.

Potenzielle Autokäufer ziehen bevorzugt die heimischen Marken VW, Opel und Audi in Betracht. Gefahren für privaten Konsum wachsen Allerdings planen auch viele Bundesbürger, in den kommenden Monaten zu sparen, in erster Linie bei ihrer Freizeitgestaltung (49%). Überdurchschnittlich von Einsparabsichten betroffen sind aber auch Ausgaben in den Bereichen Bekleidung und Finanzdienstleistungen.

Nicht ohne Grund: Fast jeder dritte Deutsche befürchtet aufgrund der anhaltenden Wirtschaftskrise eine Verschlechterung seiner finanziellen Situation in den kommenden 12 Monaten; 16 Prozent sehen ihren eigenen Arbeitsplatz unmittelbar in Gefahr. „Das Konsumpotenzial in Deutschland erweist sich für viele Anbieter aktuell noch als stabil und chancenreich. Bei zunehmender Eintrübung auf dem Arbeitsmarkt wird aber zukünftig auch der private Verbrauch verstärkt leiden“, kommentiert Imke Stork, Studienleiterin bei der YouGovPsychonomics AG.

Pressemitteilung der YouGovPsychonomics AG

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