In der Krise rekrutieren Unternehmen antizyklisch

Die Krise als Chance im „War for Talents“. Viele internationale Unternehmen setzen in der derzeitigen Situation auf antizyklisches Rekrutieren von qualifizierten Fachkräften.
Das ist das Ergebnis einer internationalen Studie von StepStone und der Economist Intelligence Unit (EIU), für die fast 500 internationale Unternehmen mit größtenteils über einer Milliarde Dollar Umsatz befragt wurden. Demnach wollen 42 Prozent der Unternehmen zukünftig verstärkt Fachkräfte ansprechen, die anderenorts freigesetzt wurden. Weitere 27 Prozent gehen noch einen Schritt weiter und wollen die Situation dazu nutzen, ihren Wettbewerbern verstärkt qualifizierte Mitarbeiter abzuwerben.
Darüber hinaus verstärken viele Unternehmen auch intern ihre Bemühungen, bestehende Mitarbeiter zu halten. Ganz hoch im Kurs dabei: interne Weiterbildung (47 Prozent) und der Ausbau der Aufstiegsmöglichkeiten innerhalb des jeweiligen Unternehmens (58 Prozent). Verbesserte Vergütung spielt dagegen eine immer kleinere Rolle: Nur 25 Prozent der Unternehmen setzen auf diese Karte, um Talente zu binden und zu finden – vor einem Jahr taten das noch 35 Prozent.
Gemäß der Studie sehen die meisten Unternehmen weltweit eher pessimistisch in die Zukunft – 43 Prozent rechnen erst in ein bis zwei Jahren mit einer Besserung der wirtschaftlichen Lage, ein Viertel gar erst in zwei bis fünf Jahren. Trotzdem planen nur 11 Prozent in diesem Jahr einen aktiven Stellenabbau. Im Gegenteil: 46 Prozent glauben, dass sich der Wettbewerb um die besten Köpfe zukünftig verstärken wird. Weitere 28 Prozent gehen davon aus, dass die Situation hier unverändert bleibt.
„Die Ergebnisse unserer Studie zeigen, dass wir auch international von einem zweigeteilten Arbeitsmarkt ausgehen müssen. Der gewerbliche Arbeitsmarkt wird sicherlich von einem Stellenabbau betroffen sein. Qualifizierte Fachkräfte werden allerdings nach wie vor gesucht. Da Personalmanager in den Unternehmen aber mit geringeren Budgets auskommen müssen, sind sie darauf angewiesen, hier nachhaltig hinsichtlich Preis und Effizienz vorzugehen. Der Druck, trotzdem gute Leute zu finden, bleibt gleich,“ so Frank Hensgens, Vorstand der StepStone Deutschland AG.
Die Studie Die Studie beruht auf umfangreichen Interviews mit 484 Führungskräften aus 19 verschiedenen Wirtschaftsbereichen. 48 Prozent der Befragten stammen aus Unternehmen mit mehr als einer Milliarde US-Dollar Umsatz pro Jahr. Die Studie wurde Anfang 2009 durchgeführt und im März 2009 veröffentlicht.
Pressemitteilung von StepStone

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