Deutscher Sparkassen- und Giroverband: Einlagen sind sicher

Angesichts der aktuell angespannten Situation auf den weltweiten Finanzmärkten findet auch in Deutschland eine intensive Diskussion über die Sicherheit der Einlagen statt.

Dabei werden zum Teil Aussagen getroffen, die unvollständig sind und zur Verunsicherung der Bürgerinnen und Bürger beitragen. Hierzu erklärt der Präsident des Deutschen Sparkassen- und Giroverbandes (DSGV), Heinrich Haasis:

"Die Einlagen, die die Bürgerinnen und Bürger in Deutschland bei ihrer Sparkasse haben, sind sicher – und zwar in unbegrenzter Höhe. Damit gehen die Sparkassen in Deutschland weit über die gesetzlich festgeschriebene Mindesthöhe für die Einlagensicherheit von 20.000 Euro hinaus.

Möglich ist dies, weil die 443 Sparkassen in einem hypothetischen Notfall füreinander einstehen würden. Durch diese Institutssicherung sind sämtliche Einlagen vollumfänglich abgesichert, und zwar auch die gewerblichen Anleger.

Die Sparkassen haben in den vergangenen Monaten einen erheblichen Beitrag dazu geleistet, dass die Finanzmarktkrise nicht auf die Realwirtschaft übergegriffen hat.

So stiegen die Darlehenszusagen in den ersten sechs Monaten insgesamt um 15,3 Prozent auf 28,8 Mrd. Euro, das ist ein Plus von 3,8 Mrd. Euro im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Die Sparkassen verfügen über ausreichend Eigenkapital, um die Kreditvergabe an Unternehmen weiter auszudehnen.

Wirtschaftlich sinnvolle Investitionen werden nicht an einer Finanzierung scheitern. Das macht deutlich, dass Sparkassen von den jüngsten Entwicklungen praktisch nicht betroffen sind.

Sie richten ihr Kerngeschäft auf den Mittelstand und die Privatkunden in der jeweiligen Region aus und sind nicht in nennenswertem Umfang auf internationalen Finanzmärkten aktiv. Sparkassen haben eine vergleichsweise konservative, nicht auf Renditemaximierung ausgelegte Geschäftsphilosophie.

Der deutsche Finanzmarkt zeichnet sich durch besondere Stabilität aus. Dies ist in hohem Maße dem Drei-Säulen-Modell der deutschen Kreditwirtschaft geschuldet. Verwerfungen wie sie gerade auf den US-Märkten – also dem Ursprungsland der Krise – auftreten, sind in Deutschland nicht zu erwarten."

Pressemitteilung des Deutschen Sparkassen- und Giroverbands

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