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10.02.2010

HanseMerkur: Frauen droht Versorgungslücke im Alter

Finanzentscheidungen brauchen Selbstbewusstsein - doch genau daran fehlt es vielen Frauen, wenn es um Geld geht. Das ergab eine repräsentative Forsa-Umfrage der HanseMerkur Versicherungsgruppe*: 21 Prozent der in einer Partnerschaft lebenden Frauen glauben, ihr Partner wisse besser über das Thema private Altersvorsorge Bescheid als sie selbst. Etwa der gleiche Anteil der Männer hält sich selbst für kompetenter. "Viele Frauen neigen immer noch dazu, Ihre Entscheidungen zur Altersvorsorge regelmäßig zu verschieben, weil sie sich kein sicheres Urteil zutrauen", sagt Kathrin Voss, Produktmanagerin bei der HanseMerkur. "Dabei müssten gerade Frauen ihre private Altersvorsorge vorantreiben, weil sie durch Baby- und Erziehungspausen oft einen geringeren gesetzlichen Rentenanspruch erwerben als Männer."

Vielen Frauen scheint das bewusst zu sein: Jede vierte leidet unter schlechtem Gewissen und denkt, sie sollte sich mehr mit privater Altersvorsorge beschäftigen. Männer dagegen behaupten selbstbewusst, sie befassten sich bereits genug mit dem Thema. Nur jeder sechste sagt, er sollte eigentlich mehr tun. Doch warum kümmern sich Frauen dann nicht intensiver? Zwei Drittel sagen, sie hätten kein Geld übrig. Lediglich die Hälfte der Männer gab diese Antwort. Wer nun annimmt, Frauen wollten ihr Geld lieber in der Gegenwart ausgeben, liegt falsch: Eine frühere Untersuchung der HanseMerkur hatte ergeben, dass Frauen und Männer gleichermaßen bereit sind, sich finanziell einzuschränken, um im Alter versorgt zu sein. Nur verdienen Frauen im Durchschnitt 20 Prozent weniger.

"Geringeres Einkommen und mangelndes Selbstbewusstsein in Finanzfragen sind eine fatale Mischung, die Frauen geradewegs in die Versorgungslücke treiben", sagt Petra Bock, Finanzcoach, die sich im Auftrag der HanseMerkur Versicherungsgruppe mit dem Thema Altersvorsorge beschäftigt. "Aus dieser Sackgasse gibt es nur einen Ausweg: Frauen müssen sich genauer informieren, ihr Geld besser anlegen und vor allem früher mit der Vorsorge beginnen."

Das sei für Frauen ein gewaltiger Lernprozess, denn es gebe kaum Vorbilder. In der Elterngeneration waren die Renten noch sicher und Geld meist Männersache. Dieses Rollenbild aus Kindertagen hat sich gewandelt: Während bei über 56-Jährigen noch am häufigsten der Vater für Geldangelegenheiten zuständig war, sagen junge Erwachsene heute, ihre Mutter habe diese Funktion übernommen - so ein weiteres Ergebnis der aktuellen Forsa-Studie. Beste Voraussetzungen also, dass junge Frauen ihre Altersvorsorge in Zukunft selbst in die Hand nehmen werden.

Tipps für den selbstbewussten Umgang mit der Altersvorsorge - von Finanzcoach Dr. Petra Bock:

- Beschäftigen Sie sich regelmäßig mit Ihrem Geld. Vereinbaren Sie einmal pro Woche ein Date mit Ihrem Konto, um ein gutes und vertrautes Gefühl zu Einnahmen und Ausgaben zu bekommen. - Legen Sie sich einen Ordner "Mein Vermögen" an, in dem Sie Infos, Fragen und Wünsche zum Thema Altersvorsorge notieren, und stellen Sie den Ordner gut sichtbar auf. - Stellen Sie sich die richtigen Fragen - vielleicht in netter Runde unter Freundinnen. Etwa: Wie möchte ich später einmal leben? Wie viel Geld brauche ich dafür? Und: Welche monatliche Rente kann ich im Moment erwarten? Lesen Sie die jährlichen Infos der Rentenversicherung, oder berechnen Sie Ihre Riester-Förderung bequem im Internet - zum Beispiel mit dem Riester-Rechner der HanseMerkur auf www.riestermeister.de - Für Familien ist Riestern besonders attraktiv: Pro Kind gibt es eine Zulage von 185 Euro. Für Kinder, die ab 2008 geboren wurden, erhalten Sie sogar 300 Euro. - Investieren Sie bei der nächsten Gehaltserhöhung gleich einen Teil zusätzlich in die Vorsorge. Das erhöht Ihr Einkommen im Alter.

Die vollständigen Umfrage-Ergebnisse können Sie bei uns anfordern oder im Internet herunterladen unter: www.hansemerkur.de/presse/10022010_frauenundaltersvorsorge

* Repräsentative Forsa-Umfrage (bestehend aus zwei Teilen): November/Dezember 2009; 1.005 bzw. 1.003 Befragte im Alter von 18 bis 65 Jahren (Pressemitteilung HanseMerkur Versicherungsgruppe)

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