Geld anlegen in Gold: Eine Alternative zu Tagesgeldkonten und Festgeld?

Lohnt es sich, in Gold zu investieren, anstatt das eigene Geld in Tagesgeldkonten anzulegen? Die Wertentwicklung der weltweiten Rohstoffvorkommen sieht sich aktuell starken Schwankungen ausgesetzt. Während die Rohstoffpreise von Kupfer und Öl unter dem Handelskrieg zwischen den USA und China leiden mehr...

Mit Sparen in Mischfonds das Investieren ausprobieren – und Renditechancen nutzen

Maßgeschneidert für Einsteiger   Mit Sparen in Mischfonds das Investieren ausprobierenWie mache ich mehr aus meinem Ersparten? Jeder weiß, dass Sparbücher, Festgeld & Co. heute kaum noch Zinsen bringen. Wer dennoch mehr Rendite erwartet, kommt um die Börse kaum herum. Die Online-Marke der ABN AMRO Bank N.V., MoneYou, hat daher seit Kurzem quasi "Investmentfonds für Einsteiger" im Angebot: mehr...

Geld sinnvoll sparen - Möglichkeiten und Tipps

Geld sinnvoll sparen - Möglichkeiten und Tipps Wer nach Abzug aller Verbindlichkeiten Geld übrig hat, sollte Vermögen bilden. Durch die große Auswahl an Anlage-Möglichkeiten fällt es Verbrauchern häufig schwer den Überblick zu bewahren und die geeignete Anlage-Variante zu finden. Mit der richtigen Vorgehensweise und einigen Tipps gelingt es auch weniger erfahrenen Anlegern ihr Geld sicher und vor allem sinnvoll zu investieren. Das Ziel sollte sein, das Ersparte gewinnbringend anzulegen. mehr...

News

16. Handelsblatt Jahrestagung HEALTH in Berlin, 28.-29.11.2011(2013-08-03 20:20:05)

Durch mehr Eigenverantwortung zu mehr Selbststeuerung? 1. Kosten vs. Ziele im Gesundheitswesen

Das Gesundheitswesen ist von der Diskussion um die Kostensteigerung und die knappen Budgets geprägt. Es wird nach Lösungen gesucht, wie das System weiterhin effizient und leistungsstark bleiben kann.

Ursächlich für die Entwicklung ist die verbesserte medizinische Versorgung dank erfolgreicher Forschung und Entwicklung. Die steigende Lebenserwartung, die auch auf die verbesserte medizinische Versorgung zurückgeführt werden kann, ist aber nur teilweise für die Kostensteigerung verantwortlich. Der treibende Kostenfaktor ist der medizinisch-technische Fortschritt. „Die Ziele des Gesundheitswesens sollten vor den Kosten stehen", so Beat Moll auf der Handelsblatt Jahrestagung HEALTH in Berlin. Quelle EUROFORUM. "Die Ziele des Gesundheitswesens sollten vor den Kosten stehen", so Beat Moll auf der Handelsblatt Jahrestagung HEALTH in Berlin. Quelle EUROFORUM. Als Folge der Ausgabensteigerung werden Leistungen aus dem Katalog der gesetzlichen Krankenversicherung gestrichen und Zusatzbeiträge müssen erhoben werden.
Gesundheit wird zunehmend teurer und Mängel werden erkannt, die es zu beheben gilt. Neben der ständig geführten Diskussion um die Kostensteigerung und die negative Entwicklung im Gesundheitswesen, werden oft die positiven Seiten übersehen oder ausgeblendet.

Das Gesundheitswesen ist als wichtiger Wachstumsmarkt für die Volkswirtschaft anzusehen, der Arbeitsplätze sichert und Einkommen schafft. Beispielsweise trägt die Pharmaindustrie ihren Beitrag zur internationalen Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands bei. Die Diskussion um das Gesundheitswesen und die Gesundheitspolitik müsste also nochmals von einem anderen Blickwinkel aus betrachtet werden:

Im Vordergrund sollte die Frage stehen, welche Ziele mit dem Gesundheitswesen erreicht werden sollen? Soll die Kindersterblichkeit verringert werden? Ist die Erhöhung der Lebenserwartung anzustreben? Welche Bedeutung hat die Zufriedenheit der Bevölkerung? Sollten alle gleichberechtigten Zugang zu dem Gut Gesundheit haben? Zwei positive Nachrichten stehen zunächst im Vordergrund: Sowohl die Senkung der Kindersterblichkeit als auch die Erhöhung der Lebenserwartung korrelieren mit den Gesundheitsausgaben. Je mehr ein Land also investiert, umso positiver fallen diese beiden Zahlen aus.

Diese Korrelation kann beim Thema "Zufriedenheit der Bevölkerung“ nicht nachgewiesen werden. Hier zeigt sich ein anderes Bild. Die Zufriedenheit der Menschen mit dem Gesundheitssystem ist nicht höher, wenn mehr ausgegeben wird.

Betrachtet man den "gleichberechtigten Zugang zum Gut Gesundheit", so fällt bereits die Definition schwer. Die Vorstellungen und Bewertungen dieser Determinante fallen in jedem Land unterschiedlich aus.

Bei der Herausforderung im Gesundheitswesen handelt es sich nicht nur um ein Finanzierungs- sondern auch um ein Effizienzproblem. Verknüpft ist diese mit der Frage der Gerechtigkeit. Diese Frage beantwortet jedes Land durchaus anders. Systeme können demnach keinesfalls einfach von einem Land auf das andere übertragen werden.

2. Ein Eckpfeiler für die künftige Entwicklung

Als ein Eckpfeiler, der in die künftige Entwicklung des Gesundheitssystems einfließen sollte, ist die Eigenverantwortung der Bürger. Wer sonst als die Bevölkerung kann und sollte diskutieren und schließlich entscheiden. In der Schweiz ist dies teilweise der Fall. Fragen, die diskutiert und entschieden werden müssten, sind: Welche Gesundheitsziele sollen verfolgt werden? Welche Gesundheitsleistungen in einer Basisversicherung sollten angeboten werden? Wie soll die Gesundheitsversorgung finanziert werden? Was ist unter gleichberechtigtem Zugang zu verstehen? Wie soll Solidarität interpretiert werden? Eigenverantwortung heißt aber auch, die Verantwortung für die eigene Gesundheit zu übernehmen – beginnend bei der Stärkung der eigenen Ressourcen, über Prävention bis hin zur Vorsorge mit dem Abschluss ergänzender Versicherungen.

3. Das Schweizer Gesundheitssystem ein Vorbild für Deutschland?

In der Schweiz ist das Thema Eigenverantwortung in der Bevölkerung fest verankert. Damit einher geht auch eine große Akzeptanz von Wettbewerb und Markt.

Das Thema finanzielle Solidarität wird tendenziell im Steuersystem gelöst und im Versicherungssystem wird primär der Ausgleich zwischen gesund und krank angestrebt. Volksbegehren, welche dies in den letzten Jahren ändern wollten, hatten keine Chance vor dem Stimmvolk.

Exkurs in das Schweizer Gesundheitssystem:

Eine obligatorische Basisversicherung stellt die Grundversorgung sicher. Dabei können die Versicherer die Preise festsetzen. Diese unterscheiden sich nicht nur von Versicherungs- zu Versicherungsgesellschaft, sondern auch innerhalb der einzelnen Gesellschaft auch pro Kanton. Es zeigt sich ein Ost-West-Gefälle. Die Westschweizer haben den höheren Medikamentenkonsum als die Deutschschweizer und bezahlen diesen, durch höhere Prämien, auch selbst.

Zusätzlich übernehmen die Schweizer einen Anteil ihrer Kosten über Selbstbehalte. Wird die Versicherung in Anspruch genommen, bezahlen die Versicherten grundsätzlich eine Franchise von 300 Franken. Diese Franchise kann wahlweise erhöht werden, um den Versicherungsbeitrag abzusenken. Es ist eine Erhöhung bis maximal 2.500 Franken möglich. Von einer Erhöhung der Franchise machen über 50% Prozent der Schweizer Gebrauch.

Zusätzlich leisten die Schweizer einen Selbstbehalt von zehn Prozent des Rechnungsbetrages, maximal jedoch 700 Franken.

Auffällig ist, dass die Schweizer Versicherten einen überdurchschnittlich hohen privaten Anteil an den Gesundheitskosten tragen. So bezahlen jährlich rund 31 Prozent der Schweizer ihre Gesundheitskosten selbst (Schweizerisches Gesundheitsobservatorium, 2008).

Der Bedarf, der über die Basisversicherung hinausgeht, wird von 90 Prozent der Bürger durch eine Zusatzversicherung abgesichert, welche ambulante und stationäre Behandlungen abdeckt. "Ländervergleich – Was machen die anderen anders, was machen sie besser?", diskutierten Prof. Dr. Stefan Greß (Hochschule Fulda, rechts) und Beat Moll (CSS Versicherung AG, links) auf der Handelsblatt Jahrestagung HEALTH. Quelle: EUROFORUM. 4. Was die CSS Versicherung aus der Schweiz nach Deutschland transferiert hat

Die CSS Versicherung AG hat individuelle Tarife entwickelt, die es jedem ermöglichen sollen, ihre Versorgungslücke zu schließen. Die Tarife sind so kalkuliert, dass sie erschwinglich und gleichzeitig leistungsstark sind. Durch ein Baukastensystem kann der Versicherte seinen Tarif so zusammenstellen, dass die individuellen Bedürfnisse ganz flexibel abgedeckt werden können. Eine Besonderheit stellt der Schadenfreiheitsrabatt dar. Werden keine Leistungen in Anspruch genommen, verringert sich die Beitragsprämie im Folgejahr. Wie in der Schweiz, sind die CSS-Tarife nach Art des Schadens ohne Altersrückstellungen kalkuliert, das macht die Tarife erschwinglich und gerade für junge Menschen bezahlbar.

5. Fazit

Die Gesundheitsausgaben und die Kosten sind nur eine Seite der Medaille, daher muss auch die Kehrseite betrachtet werden. So ist der Gesundheitsmarkt ein Wachstumsmarkt, der die Volkswirtschaft ankurbelt, Arbeitsplätze schafft und Einkommen generiert. Während bisweilen die Kosten im Vordergrund der Debatte stehen, sollte der Blick auf die Ziele und die Ressourcen gerichtet werden: Die Bevölkerung sollte überdenken und mitbestimmen, welche Ziele zukünftig im Vordergrund stehen.

Zu den Eckpfeilern der zukünftigen Entwicklung sollte insbesondere der Aspekt der Eigenverantwortung an Bedeutung gewinnen, denn er ist der Schlüssel zu einem funktionierenden System.

Während oft die Meinung vorherrscht, dass der Staat für die Versorgung seiner Bevölkerung verantwortlich ist, ist es wichtig zu erkennen, dass es mehr Gesundheit nicht zum Nulltarif geben kann. Wer über die Basisversorgung hinaus auf bessere Behandlungsmöglichkeiten zurückgreifen möchte, der sollte die Zusatzkosten auch selbst tragen.

Die Verantwortung für die Gesundheit des einzelnen Bürgers liegt nicht in der Hand des Staates, sondern in der des einzelnen Bürgers.
 
Abdruck honorarfrei. Belegexemplare erbeten. Vorherige Nach oben Nächste Download dieser Pressemeldung

Sie können diese Pressemeldung als PDF herunterladen.

PDF (203 kB) Beat_Moll_Handelsblatt_Jahrestagung_Health_2011_final.pdf

Pressemitteilung CSS (28.11.2011 Beat Moll, Vorstandsvorsitzender der CSS Versicherung AG)