Geld anlegen in Gold: Eine Alternative zu Tagesgeldkonten und Festgeld?

Lohnt es sich, in Gold zu investieren, anstatt das eigene Geld in Tagesgeldkonten anzulegen? Die Wertentwicklung der weltweiten Rohstoffvorkommen sieht sich aktuell starken Schwankungen ausgesetzt. Während die Rohstoffpreise von Kupfer und Öl unter dem Handelskrieg zwischen den USA und China leiden mehr...

Mit Sparen in Mischfonds das Investieren ausprobieren – und Renditechancen nutzen

Maßgeschneidert für Einsteiger   Mit Sparen in Mischfonds das Investieren ausprobierenWie mache ich mehr aus meinem Ersparten? Jeder weiß, dass Sparbücher, Festgeld & Co. heute kaum noch Zinsen bringen. Wer dennoch mehr Rendite erwartet, kommt um die Börse kaum herum. Die Online-Marke der ABN AMRO Bank N.V., MoneYou, hat daher seit Kurzem quasi "Investmentfonds für Einsteiger" im Angebot: mehr...

Geld sinnvoll sparen - Möglichkeiten und Tipps

Geld sinnvoll sparen - Möglichkeiten und Tipps Wer nach Abzug aller Verbindlichkeiten Geld übrig hat, sollte Vermögen bilden. Durch die große Auswahl an Anlage-Möglichkeiten fällt es Verbrauchern häufig schwer den Überblick zu bewahren und die geeignete Anlage-Variante zu finden. Mit der richtigen Vorgehensweise und einigen Tipps gelingt es auch weniger erfahrenen Anlegern ihr Geld sicher und vor allem sinnvoll zu investieren. Das Ziel sollte sein, das Ersparte gewinnbringend anzulegen. mehr...

News

Geldanlage in Krisenzeiten(2003-02-19 12:00:00)

Der Wirtschaft geht es schlecht, die Arbeitslosigkeit steigt und eine "Bombenstimmung" liegt in der Luft. Damit nicht auch noch die eigene Finanzlage deprimiert, sollte man in Krisenzeiten spezielle Anlagestrategien beachten...

Deprimierte Anleger


Nach dem Crash der New Economy und dem allgemeinen Wertrückgang der Aktien sind die Anleger verunsichert. Viele Bundesbürger haben Geld verloren, nicht zuletzt mit der vielgelobten Volksaktie der Telekom. "Keine Experimente!" scheint die neue Devise der ehemals risikofreudigen Spekulanten zu sein. Vielen geht es nur noch um Schadensbegrenzung und nicht mehr um Traumgewinne. Doch auch in schweren Zeiten gibt es bessere Möglichkeiten als sein Geld in der Matratze zu verstecken oder auf dem Sparbuch zu bunkern.

Bausparen
Der Bausparvertrag wird als Geldanlage oft unterschätzt. Auch diejenigen, die weder bauen noch eine Immobilie erwerben wollen, können vom Bausparen profitieren - vor allem wenn Anspruch auf Bausparförderung besteht.

Wohnungsbauprämie
Wohnungsbauprämie erhalten Sie dann, wenn Ihr zu versteuerndes Einkommen bei Ledigen 25.600 Euro (Ehepaare 51.200 Euro) nicht übersteigt. In diesem Fall erhalten Sie zehn Prozent Wohnungsbauprämie auf die eingezahlten Beiträge, höchstens aber 51,20 Euro pro Jahr für Ledige (Verheiratete: 102,40 Euro). Eine weitere Voraussetzung für die Förderung ist, dass das Bausparguthaben und ein eventuell in Anspruch genommenes Darlehen innerhalb der sogenannten Bindungsfrist von sieben Jahren nur zu wohnwirtschaftlichen Zwecken verwendet werden darf. Nach Ablauf dieser Frist können Sie allerdings mit dem Geld machen, was Sie wollen und trotzdem die staatliche Förderung kassieren. Die Bausparkasse fordert in Ihrem Auftrag die Prämien beim Finanzamt an, die dann dem Bausparkonto gutgeschrieben werden.

Arbeitnehmersparzulage
Eine weitere Möglichkeit der staatlichen Förderung ist die Arbeitnehmersparzulage in höhe von zehn Prozent, die auf vermögenswirksame Leistungen von jährlich bis zu 480 Euro gewährt wird. Hierbei liegt die Einkommensgrenze aber schon deutlich niedriger bei 17.900 Euro für Ledige (Ehepaare 35.800 Euro).

Achten Sie bei Abschluss darauf, dass die Bausparkasse hohe Sparzinsen gewährt, aber wenig eigene Gebühren erhebt. Nach einem aktuellen Vergleich der Zeitschrift FINANZtest kommen Bausparer durch Ausschöpfen möglicher Zulagen und Prämien je nach Anbieter auf eine Rendite von über sechs Prozent. Die höchste Rendite von 6,93 Prozent - bei maximaler Förderung - erzielte nach Angaben von FINANZtest dabei die Quelle Bausparkasse mit ihrem Tarif "Q8 direkt Plus", der auch unter dem Namen Q8-Bonus vertrieben wird.

Solch hohe Renditen lassen sich momentan mit keiner anderen risikofreien Geldanlage erzielen. Wenn Sie nicht zu den Spitzenverdienern gehören und sieben Jahre lang auf Ihr Geld warten können, ist der Bausparvertrag eine gute und solide Geldanlage. Aber vergessen Sie nicht, vergleichen lohnt sich immer!


Festgeld- und Tagesgeldkonten


Eine Alternative zu den im Sinken begriffenen Bundesschätzen sind nach wie vor Festgeld- und Tagesgeldkonten. Noch können Bankkunden bei einigen Instituten für Festgeld und Guthaben auf Tagesgeldkonten mehr als vier Prozent herausholen, manchmal sogar ohne Mindestanlagebetrag.

Welche der beiden Anlageformen besser für Sie geeignet ist, hängt von Ihren Bedürfnissen ab. Beim Tagesgeldkonto können Sie Ihr Geld stets abheben oder weiteres einzahlen. Anders beim Festgeldkonto: hier müssen Sie sich vorher überlegen für wie lange Sie Ihr Geld anlegen wollen. Dabei gilt: je länger Sie das Geld anlegen um so höher sind die Zinsen.

Momentan liegen die Zinsen der Festgeldkonten bei einer Laufzeit von bis zu drei Monaten in der Regel unter denen der Tagesgeldkonten. Die Direktbank DiBa (Allgemeine Deutsche Direktbank) lockt zur Zeit (Stand: 18. Februar 2002) auf ihrem Extra-Konto mit einem Zinssatz von 3,50 ab dem ersten Euro Prozent plus einem Tankgutschein für Neukunden im Wert von 25 Euro. Marktneulinge DaimlerChrysler Bank bietet immerhin noch 3,3 Prozent und die 1822direkt 3,2 Prozent.

Trotzdem sind diese wohlklingenden Angebote mit Vorsicht zu genießen. Die Höhe der Zinsen bei Tagesgeldkonten wird nicht garantiert - die Bank kann die Zinsen von einem Tag auf den anderen senken (oder erhöhen). Wenn Sie Ihr Geld dagegen auf einem Festgeldkonto bunkern, sind Ihnen die vorher vereinbarten Zinsen für die gesamte Laufzeit sicher.

Falls Sie also damit rechnen, dass die Zinsen der Tagesgeldkonten in naher Zukunft sinken, ist Ihr Geld auf einem Festgeldkonto wahrscheinlich besser aufgehoben. Abgesehen davon gibt es bei einigen - ansonsten vom Zins her gesehen attraktiven - Tagesgeld- und Festgeldangeboten eine schwerwiegenden Nachteil. Das trifft etwa für die Anbieter GarantiBank, Demir-Halk Bank, Kocbank N.V. und Finansbank zu. Diese Institute haben ihren Sitz in den Niederlanden. Damit gehören sie dem dortigen Einlagensicherungssystem an, in dem nur 20 000 Euro pro Anleger für den Fall einer Insolvenz gesichert sind. In Deutschland hingegen, sind die Einlagen der Banken über Sicherungseinrichtungen der Verbände bei einer Insolvenz des Instituts praktisch komplett abgesichert.


Magere Zeiten: Bundesschätzchen


Neuesten Entwicklungen zu folge steht sogar das todgeglaubte Sparbuch bei den Deutschen wieder hoch im Kurs. Bevor Sie allerdings zu einer solchen Verzweiflungstat schreiten, sollten Sie Ihr Geld lieber in Bundesschatzbriefen anlegen. Die Schätzchen bringen trotz sinkender Leitzinsen immer noch eine höhere Rendite als das Sparbuch und sind genauso risikolos. Sie bekommen Ihr Geld am Ende der Laufzeit garantiert zu 100 Prozent zurückgezahlt. Die Rendite bewegt sich in der momentanen Lage leider nur im 2-4 Prozent-Bereich.

Wenn Sie Ihr Geld in Bundesschätzchen anlegen, müssen Sie mindestens ein Jahr lang warten, bevor die Briefe wieder verkauft werden können. Der Rest ist denkbar einfach. Ab einer Mindestanlagesumme von 50 Euro können Sie die Bundesschatzbriefe gebührenfrei bei allen Banken, Sparkassen, Landeszentralbanken oder direkt im Internet bei der Bundeswertpapierverwaltung www.bsv.de erwerben.

Dabei haben Sie die Qual der Wahl zwischen den Bundesschatzbriefen Typ A und B. Beide Briefe werden beim Kauf mit festen jährlichen Nominalzinsen ausgestattet. Unterschiedlich ist dabei der Zeitpunkt der Verzinsung. Bei Typ A werden die Zinsen dem Kunden jährlich gutgeschrieben, während bei Typ B die Zinsen mit Zinseszinsen erst am Ende der Laufzeit zur Auszahlung kommen. Die Fälligkeit der Schätzchen beträgt bei A sechs und bei B sieben Jahre.

Das heißt aber nicht, dass Sie die Briefe nicht schon vorher loswerden können. Nach einem Jahr schon, können Sie monatlich bis zu 5.000 Euro an Schatzbriefen verkaufen, wodurch Ihnen allerdings die interessanten Zinsen entgehen. Die Verzinsung verläuft nämlich gestaffelt. Bekommen Sie im ersten Jahr derzeit nur zwei Prozent Zinsen, so sind es im fünften Jahr bereits 4,25. (Typ A). Durch diese Staffelung soll ein vorzeitiges Abstoßen der Briefe vermieden werden.

Grundsätzlich ist die Gewinnspanne der B-Briefe durch den Zinseszinseffekt natürlich größer als bei Typ A. Problematisch ist dabei nur, dass die Zinsen bei der Auszahlung versteuert werden müssen, was bedeutet, dass etwaige Freibeträge überschritten werden könnten. In diesem Fall würden die B-Schätzchen zu geheimen Steuerfallen mutieren. Grundsätzlich sind die Renditen der Bundesschätze zwar meist besser als die diverser Sparbücher, aber auch oft schlechter, als der Zinsertrag von Tagesgeld- oder Festgeldkonten.


Gold, Diamanten, Kunst


Manche Anleger regieren auf die Krise am Kapitalmarkt, in dem sie ihr Geld verstärkt in Sachwerten wie Gold, Diamanten, Kunst oder Immobilien investieren. Gold wurde am 6. Mai 2002 zu einem Kurs von 312$ je Feinunze gehandelt, das war der höchste Stand seit Februar 2000.

Auch die Immobilienpreise in den USA und Großbritannien erleben einen wahren Boom - gut möglich also, dass auch deutsche Anleger sich auf den Wert einer eigenen Immobilie besinnen. Laut einer Studie des Verbandes deutscher Bausparkassen betrug die durchschnittliche jährliche Rendite eines Einfamilienhauses in den letzten 31 Jahren 7,8 Prozent.

Auch als Altersversorgung kann Wohneigentum, egal ob man es vermietet oder selbst darin wohnt, attraktiv sein. Verbraucherschützer raten jedoch zur Vorsicht. Wer beispielsweise umziehen und sein Haus schnell verkaufen möchte, kann nicht immer davon ausgehen, den besten Preis dafür zu erzielen.

Ebenso wenig sollte man Immobilienmaklern vertrauen, die eine schnelle Wertsteigerung der Immobilie versprechen. Mit solchen Investitionen sind gerade in Ostdeutschland schon viele auf die Nase gefallen.


Die Qual der Wahl


Auch in Krisenzeiten gibt es also genug Möglichkeiten um sein Geld anzulegen. Mit Bausparverträgen, Schatzbriefen, Tagesgeld- und Festgeldkonten können Sie nicht viel falsch machen. Der Kauf einer Immobilie sollte aber wohl überlegt sein - ebenso wie der Kauf eines Kunstgegenstandes.

Vielleicht nutzen Sie aber auch die schlechte Lage des Aktienmarktes um billig Aktien einzukaufen - gerade Standardwerte im Dautschen Aktien Index (DAX) wie Siemens werden in Zukunft sicher wieder steigen. Die Frage ist nur, wie geduldig und risikofreudig Sie sind.

Grundsätzlich kann man aber davon ausgehen, dass der internationale Kapitalmarkt nicht in naher Zukunft zusammenbrechen wird und Sie Ihr Vermögen daher nicht unbedingt in Goldbarren und Diamanten anlegen müssen!