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Moral macht Rendite - ethische und nachhaltige Geldanlage(2007-10-09 11:00:17)

Berg-Palme

Moral und Geld galten lange als Widerspruch. Doch Klimawandel und Globalisierung lassen das Interesse der Anleger an sozialen und nachhaltigen Investitionen wachsen. Finanzdienstleister werben mit zahlreichen Angeboten. Das Schöne daran: Mit Moral lässt sich inzwischen auch ganz gut Rendite machen.

Der grüne Wachstumsmarkt


(ckl) Für viele Anleger zählt nicht mehr allein der Profit, sondern auch die Frage, wofür sie ihr Geld investieren. Das zeigte sich jüngst in den Niederlanden. Die zwei staatlichen Pensionsfonds des Landes investierten in Unternehmen, die Landminen herstellen. Die ahnungslosen Kleinanleger sahen sich plötzlich in der Mitverantwortung bei der Verstümmelung von Kindern in Kriegsgebieten. Und das ging vielen zu weit. Die Pensionsfonds mussten ihre zweifelhaften Geschäfte unterbinden und für die Zukunft mehr Transparenz geloben. Der Fall zeigt, wie schwierig es ist, in der global verzweigten Finanzwelt von heute den Überblick zu behalten. Das verunsichert viele Anleger, die nun bewusster anlegen wollen.

Ethik und Öko auf dem Vormarsch

Der Naturaktien-Index (NAI) umfasst 30 internationale Unternehmen, die nach ethischen und ökologischen Kriterien als Vorreiter ausgewählt wurden. Der seit 1997 bestehende Index gilt als Orientierung für "grüne Geldanlagen". Er legte seit 2003 deutlich mehr zu als der DAX insgesamt (siehe Grafik unten). Deutschland, dass der internationalen Entwicklung in Sachen nachhaltige Investments bislang hinterherhinkt, erlebte 2006 einen Zuwachs von über 56 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Die hierzulande zugelassenen Ethik-Fonds verfügten damit laut der Zeitschrift ECOreporter über ein Vermögen von 13,4 Milliarden Euro. Im Juli 2007 untersuchte die Stiftung Warentest Ökofonds und errechnete in der Fünfjahresentwicklung eine Rendite zwischen 7 und 10 Prozent pro Jahr. Das Urteil: "stark überdurchschnittlich". Weniger euphorisch ist dagegen das Zentrum für europäische Wirtschaftsforschung ZEW in Mannheim. Doch stellte es fest, dass Aktienfonds und Aktienindizes, die nach nachhaltigen Kriterien konzipiert sind, zumindest nicht schlechter abschneiden als herkömmliche Anlageprodukte. Moral macht Profit und befriedigt nicht mehr nur das soziale Gewissen, sondern eben auch die Renditeerwartung.

DAX-NAX-Performance-Vergleich

Auf den nächsten Seiten: Wichtige Hinweise und aktuelle Angebote für ethische und ökologische Geldanlagen


Nicht auf die Rendite verzichten


Bei einer ethischen Geldanlage investieren Anleger gezielt in Branchen und Unternehmen, die ökologische, nachhaltige oder ethische Grundsätze in ihre Geschäftsziele aufgenommen haben und danach handeln. In Branchenkreisen spricht man, nicht ohne Schmunzeln, von der "Dreifaltigkeit". Während man bei den gängigen Investments nicht weiß, wohin das investierte Geld fließt, verpflichten sich ethischen Fonds zu Transparenz.

Der Markt der ethischen und nachhaltigen Geldanlagen bietet inzwischen die gleiche Produktbreite wie der konventionelle Anlagemarkt: Sparbriefe, Aktien, Investmentfonds, Rentenpapiere, Versicherungen oder Festgeld. Ethische und ökologische Fonds sind, wie die Zeitschrift Finanztest in seiner Juliausgabe betont, "der letzte Schrei". Noch nie war es so einfach, mit gutem Gewissen gutes Geld zu machen. Der Anleger hat aber mehr denn je die Qual der Wahl.

Selber nachprüfen

Letztlich machen ethische Geldanlagen noch immer nur geschätzte ein bis zwei Prozent aller Geldanlagen in Deutschland aus. Außerdem ist nicht in jedem Öko-Fonds auch wirklich nur Öko drin. Egal, für welche grüne Geldanlage man sich entscheidet, eines sollte man immer im Auge behalten. Der Börsenbeobachter Uwe Lang rät in seinem neuesten Buch "Die gefährlichsten Börsenfallen und wie man sie umgeht": Anleger "sollten die Aktiengesellschaften, mit deren Produkten sie sich identifizieren können, selbst auswählen können, sie durchaus nach ethischen Kriterien abklopfen, aber dabei nicht auf Rendite verzichten."

Doch woran kann man sich bei der Entscheidung für eine ethische Geldanlage orientieren?


Die Meister der Moral? Ethische Rankings und Indizes


Es gibt kein allgemeingültiges Güte- oder Qualitätssiegel für ethische Investments. Allerdings haben sich einige Indizes als maßgebend etabliert, die die Top-Performer der Moral und Nachhaltigkkeit auflisten. Dazu gehören der bereits erwähnte deutsche Naturaktien-Index NAI. Zudem bietet auch der britische Indexanbieter FTSE ein Ökoranking. Der FTSE4Good wählt seine Unternehmen aber nach deren eigenen Angaben aus, die oftmals eher beschönigend ausfallen dürften. Am bekanntesten ist der seit 1999 existierende, US-amerikanische Dow Jones Sustainability Index (DJSI). Er wählt die, nach ethischen und umweltpolitischen Kriterien, vorbildlichsten zehn Prozent aus den 2.500 Unternehmen aus, die im konventionellen Dow Jones Global Index gelistet sind.

Kinderarbeit ausgeschlossen

Die Kriterien, aus denen sich Ethik-Fonds zusammensetzen, sind dem Geschmack ihrer Zielgruppe gut angepasst. So befolgt der muslimische "Equity A-Buraq" die Vorgaben der Scharia und verbietet Geldanlagen in Unternehmen, die mit Schweinefleisch handeln. Hingegen verbietet der christliche Fonds "Christian Values" unter anderem Investments in Medizintechnik, die in irgendeiner Form mit Abtreibung oder Empfängnisverhütung zu tun hat. (Diese beiden Fonds werden übrigens von ein und derselben Bank, der Crédit Suisse, angeboten.) Was strengen Christen die Pille, ist ökologisch orientierten Anlegern die Atomenergie. Andere ethische Fonds meiden Textilunternehmen, die Produkte mit Kinderarbeit herstellen. Im Mai 2007 machte die Stiftung Warentest eine Umfrage unter grünen Anlegern. Dabei fand sie heraus, dass zwei Drittel der Teilnehmer Ausschlusskriterien wie Positivkriterien schätzen. Karin Baur von der Stiftung Warentest: "Anleger mögen Kriterien, weil das ihnen bei ihrer Entscheidung hilft."

Die meisten Ethik-Fonds gehen eher pragmatisch nach dem so genannten "Best-in-class"-Prinzip vor. Sie nehmen Unternehmen auf, die sich innerhalb ihrer Branche am nachhaltigsten verhalten. So kommen auch Pharmaunternehmen, Atomstromanbieter oder die Autoindustrie in den Index. Für viele ökologisch-ethisch orientierte Anleger ist das nicht akzeptabel. Die Befürworter des Best-in-class-Ansatzes argumentieren hingegen, dass dieses Prinzip den Nachhaltigkeitswettbewerb unter den Unternehmen fördert

Schwarze Schafe unter grünen Anlegern

Karin Baur von der Stiftung Warentest meint, dass es nicht schwer sei, eine seriöse Geldanlage zu finden: "Dass gutes Gewissen mit einem Verzicht auf Rendite einhergeht, hat sich als Quatsch erwiesen. Ökofonds schneiden im Durchschnitt nicht schlechter ab als konventionelle Fonds. " Wie aber erkennt man die schwarzen Schafe unter den grünen Anbietern? Die Stiftung Warentest hat festgestellt, dass die meisten Ökofonds vertrauensvoll sind und auch nur das im Portfolio haben, was sie angeben. "Das Etikett stimmt meistens", meint Baur. Ihr Tipp: "Prüfen Sie in den Fact Sheets der Öko-Fonds die zehn größten beteiligten Unternehmen. Meist sind sehr bekannte dabei, von denen man weiß, womit sie Geschäfte machen. So findet man schnell heraus, wie seriös ein Angebot ist." Ethische und ökologische Fonds sind wohl immer nur so gut, wie das Bewusstsein und die Kompetenz ihrer Anleger.

Welche Anlageform passt zu welchem Anleger? Darüber mehr auf der nächsten Seite.


Anlageformen und Angebote


Bei der Wahl der richtigen Geldanlage sollte man sich nicht ausschließlich vom Label "Öko" oder "ethisch" beeindrucken lassen. Ein Anleger sollte seine Anlageform genau auf seine Struktur und die mögliche Rendite prüfen. Wie kann ein Anleger herausfinden, ob er auch so ökologisch und ethisch investiert, wie er möchte? "Für einen Kleinanleger sind Finanzgeschäfte schwer nachvollziehbar", meint Andrea Hoffmann, Referatsleiterin Finanzen bei der Verbraucherzentrale Sachsen. "Daher sollte man sich im Vorfeld klar machen, auf welche ethischen Kriterien man besonders viel Wert legt."

Vorsicht vor dem Grauen Kapitalmarkt

Hoffmann rät zu Finanzprodukten, die von den Bundesaufsichtsämtern für das Kreditwesen und den Wertpapierhandel geprüft werden. Viele Finanzprodukte unterliegen allerdings nicht der staatlichen Aufsicht. Deshalb solle man sich vor dem so genannten "grauen Kapitalmarkt" hüten. Auch bei staatlich kontrollierten Anbietern sind unseriöse Angebote zu finden. Deshalb rät Hoffmann, sein Geld nicht auf eine Öko-Karte zu setzen, sondern einen Mix aus sicheren und risikoreicheren Anlagen zu wählen. "Wer vorsichtig ist, sollte sich zudem für Fonds oder Banken entscheiden, die schon länger auf dem Markt sind. Wer Finanzberater in Anspruch nehmen möchte, sollte erfahrene und spezialisierte Berater wählen", rät die Finanzexpertin.

Außerdem warnt die Verbraucherzentrale Sachsen von Angeboten, die Renditen versprechen, die deutlich über dem Marktdurchschnitt liegen. Auch wenn sich ökologische und ethische Geldanlagen in den letzten Jahren gut entwickelt haben, sollte man nach Möglichkeit einen Entwicklungszeitraum von möglichst zehn Jahren betrachten. Weitere Informationen zum Thema bietet die Verbraucherzentrale Berlin in ihrer Broschüre Grüne Geldanlagen.

Sparpläne bei alternativen Banken

Eine risikoarme Art der ökologischen Geldanlage sind Sparpläne bei Banken, deren Geschäftsziel nicht allein die Profitmaximierung, sondern die Unterstützung von ökologischem und sozialem Unternehmertum ist. Bekannte Alternativbanken sind die Gemeinschaftsbank, die Ökobank, die EthikBank sowie die Umweltbank. Karin Baur, Finanzexpertin der Stiftung Warentest rät allerdings, sich auch die ethischen und ökologischen Angebote konventioneller Bankhäuser als Vergleich anzusehen: "Wegen der große Nachfrage findet man inzwischen auch bei den Großbanken ökologisch korrekte Angebote."

Altersvorsorge

Ethisch-ökologische Altersvorsorge? Auch das gibt es. Mit einer Riester-Rente gehen Sparer so gut wie kein Risiko ein. Die Sparbeträge sind steuerlich absetzbar und es gibt eine staatliche Zulage. Ab 2008 erhöht sie sich auf bis zu 154 Euro. Die Kinderzulage steigt auf 185 Euro. Die Anbieter zertifizierter Altersvorsorgeprodukte sind gesetzlich dazu verpflichtet, ihre Anleger mindestens einmal jährlich schriftlich über die ökologische und ethische Verwendung eingezahlter Beiträge zu informieren. Diese Transparenzklausel gilt auch in der betrieblichen Altersvorsorge für Pensionsfonds. Inzwischen gibt es zwar zahlreiche Angebote von Pensionsfonds und Pensionskassen. Im Vergleich zum Gesamtangebot ist die grüne Altersvorsorge aber noch immer ein Nischenprodukt. Bekannte und etablierte Angebote kommen unter anderem von oeco capital (eine hundertprozentige Tochter der Concordia), von der Versiko AG oder von der ÖkoRenta AG. Eine Überblick über weitere Angebote bietet www.nachhaltiges-investment.org.

Investmentfonds

Bei Investmentsfonds kann man aus einer großen Bandbreite von Angeboten wählen, je nachdem, ob man einen ethisch-sozialen oder einen ökologischen Schwerpunkt wählt. Auch unterscheidet sich die Anlagephilosophie: manche Fonds investieren vornehmlich in Umwelttechnik-Unternehmen, andere in junge Unternehmen, die unweltfreundlich agieren (so genannte "Grüne Pioniere") oder in etablierte Unternehmen mit günstiger Umweltbilanz ("Öko-Leader"). Unter den Fondsmanagern haben sich vier Arten der Fondsauswahl etabliert:
  • Ausschlusskriterien: Unliebsame Branchen, wie zum Beispiel Atomenergie oder Kinderarbeit, werden ausgeschlossen.
  • Positivliste: Der Fonds ist zusammengesetzt aus Branchen und Technologien, die bewusst gefördert werden sollen, zum Beispiel Umwelttechnik oder fairer Handel.
  • Engagement: Fonds mit Unternehmen, die sich durch ökologisches und soziales Handeln verdient machen oder in relevante Projekte und Unternehmen investieren.
  • Best-in-class: Dieser Ansatz schließt nichts auch, sondern berücksichtigt fast alle Branchen. Aus jeder Branche werden in der Regel die zehn Prozent, die am nachhaltigsten wirtschaften, in den Fonds aufgenommen.
Viele Fonds wählen eine Mischung aus den oben genannten Kriterien. Karin Baur von der Stiftung Warentest rät, sich bei der Auswahl zunächst übers Internet zu informieren und bei Bedarf Finanzberater heranzuziehen, die auf ökologisch-ethische Geldanlagen spezialisiert sind. Bei einem Vergleich der Stiftung Warentest vom April 2007 schnitten der Pioneer Global Ecology A ND von Pioneer Investments, ÖkoVision von Versiko sowie der EF Green Invest des schweizer Unternehmens Swisscanto am besten ab. Einen Überblick über weitere Angebote bietet www.nachhaltiges-investment.org. Außerdem kann man sich an den oben erwähnten Nachhaltigkeitsindizes (siehe vorherige Seite) orientieren.

Unternehmensbeteiligungen: für risikofreudige Reiche

Eine besonders hohe Rendite versprechen zurzeit die Ökobranchen Wasser und Biogas. Die Entwicklungschancen neuer Unternehmen stehen gut, tatkräftige Investoren sind gefragt. Eine direkte Unternehmensbeteiligung nützt dem jeweiligen Unternehmen, bedeutet für den Anleger aber auch ein maximales Risiko. Die Finanzexpertin Karin Baur meint: "Beteiligungsgeschäfte sind vor allem etwas für Anleger mit viel Geld, die einen Gesamtverlust ihres Investments verkraften können. Wer in einzelne Unternehmen investiert, macht sich zum Teilhaber und riskiert viel." Auch bei Öko-Investments sollte man also nicht alles auf eine Karte setzen, sondern einen gesunden Mix aus Risiko und Sicherheit wählen. Dann stimmt neben der Moral auch die Rendite.

Haben Sie Erfahrungen mit ökologisch-ethischen Geldanlagen gesammelt? Dann berichten Sie darüber im Kommentarfeld!