Indexfonds Sparplan

Banksparplan im Vergleich

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Indexfonds Sparplan

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Indexzertifikate oder Indexfonds(2001-10-07 12:00:00)

In Deutschland gibt es inzwischen mehr Fonds als Aktien. Indexzertifikate bieten eine interessante Alternative.

Indexfonds


Indexfonds werfen mitunter beachtliche Renditen ab, doch nur selten erzielen Fondsmanager höhere Steigerungen als der gesamte Index, in den sie investieren. So würde der Dax, wäre er ein Fonds, die meisten Konkurrenten aus der Fondsbranche seit Jahren deutlich hinter sich lassen. Warum also Abschluss- und Managementgebühren für einen Fonds bezahlen, wenn man sehr viel günstiger gleich auf die Entwicklung eines ganzen Index setzen kann?

Mit Indexzertifikaten ist das kein Problem. Sie bilden - wie der Name schon sagt - einen Index nach, z.B. den DAX 30, den Nemax-50, den Nasdaq oder auch den Euro-Stoxx- 50. Mit einem Indexzertifikat erwirbt man also keine Aktien bzw. Fondsanteile, sondern das Recht, bis zu einem bestimmten Zeitpunkt an der Wertentwicklung des Index teilzuhaben.

Indexzertifikate werden deshalb auch Partizipationsscheine genannt. Rechtlich gesehen sind Indexzertifikate Schuldverschreibungen, die von Banken herausgegeben werden.




So funktioniert ein Zertifikat


So funktioniert ein Zertifikat
Zertifikate bilden den jeweiligen Index in einem bestimmten Verhältnis ab, d.h. der Preis eines Indexzertifikats entspricht genau dem jeweiligen Indexstand (gegebenenfalls in der jeweiligen Landeswährung). Steht der DAX beispielsweise bei 6.000 Punkten, kann man ein Zertifikat im Wert von 6.000 Mark erwerben. Ist einem diese Summe zu hoch, kann man auch Zertifikate mit einem Zehntel (600 Mark) oder auch nur einem Hundertstel (60 Mark) kaufen. Steigt der Index auf 6.400 Punkte an, ergibt sich dem Verhältnis entsprechend ein Gewinn von 400, 40 bzw. 4 Mark. Dementsprechend berechnen sich allerdings auch die Verluste.

Auch bei einem Indexfonds sind spesentreibende An- und Verkäufe von Aktien seltener als bei anderen Investmentfonds, denn das Management muss das Fondsvermögen nur dann umschichten, wenn sich die Gewichtung einzelner Aktien in einem Index ändert oder neue Aktien aufgenommen werden und alte aus dem Index herausfliegen. Trotzdem fallen Kosten für das Management des Fonds an.




Gewinnaussichten eines Zertifikats


Gewinnaussichten eines Zertifikats

Wie hoch die Rendite ausfällt hangt davon ab, ob man auf einen Kurs-Index oder einen Performance-Index setzt. Bei einem Performance-Index, etwa dem DAX, werden neben der Kursentwicklung auch die ausgeschütteten Dividenden der Aktien-Gesellschaften berücksichtigt. Sie unterscheiden sich deswegen am wenigsten von einem Indexfonds, der ebenfalls von den ausbezahlten Dividenden profitiert.

Der Kurs-Index enthält dagegen keine Dividenden, erreicht deshalb auch keinen so hohen Wert. Um dieses Manko auszugleichen, werden Zertifikate auf Kurs-Indices meist mit einem Abschlag angeboten.

Günstiger sind auch Zertifikate, die mit einem sogenannten Cap ausgestattet sind. Steigt der Index über die vorher gesetzte Obergrenze, das Cap, kann der Anleger keinen Profit daraus ziehen.




Risiko


Risiko
Indexzertifikate bieten gute Renditechancen, sind aber keineswegs risikolos. Fast alle werden nämlich mit einer begrenzter Laufzeit, meistens sind es drei bis fünf Jahre, den Anlegern angeboten. Steht der Index zum Ende der Laufzeit schlechter als beim Einstieg, kann die Laufzeit in der Regel nicht verlängert werden, und Anleger nicht auf bessere Zeiten warten. Indexfonds haben dagegen keine Laufzeitbegrenzung und Anleger können auch schwierigere Phasen an der Börse aussitzen.

Laufzeit
Nur manche Emittenten bieten von sich aus eine Verlängerung der Laufzeit ihrer Zertifikate an. Nach Fälligkeit kann der Anleger dann ein neues passendes Indexzertifikat mit den gleichen Ausstattungsmerkmalen kaufen, muss aber für diese Verlängerung bestimmte Transaktionskosten bezahlen. Man ist aber nicht völlig an die Laufzeit gebunden: wer früher aussteigen will, kann Zertifikate börsentäglich verkaufen oder an die ausgebende Bank zurückgeben.

Gerade an jungen und spezialisierten Aktienmärkten (z.B. Neuer Markt) kann es zu hohen Preisschwankungen kommen. Anleger mit größerem Sicherheitsbedürfnis sollten daher auf einen Index setzen, dessen Werte auf viele Branchen und Regionen gestreut sind. Ein weiteres Risiko liegt beim Emittenten. Meldet die Bank bei der man das Zertifikat erworben hat Konkurs an, kann man kaum auf eine Entschädigung hoffen. Allerdings sind Bankenpleiten in Europa selten - wenn auch nicht unmöglich - geworden.




Steuerliche Vorteile


Steuerliche Vorteile
Eine weiterer Vorteil eines Indexzertifikate liegt bei der Einkommensteuer. Jeder Wertzuwachs gilt als Kursgewinn - unabhängig davon, ob er durch Dividendenausschüttungen, Bezugsrechte, Gratisaktien oder durch Kurssteigerungen zustande kommt. Damit sind die Gewinne aus einer Anlage in eine Zertifikat automatisch nach Ablauf der Spekulationsfrist von 12 Monaten steuerfrei. Bei einem Indexfonds unterliegen dagegen die Dividendenerträge auf jeden Fall der Einkommenssteuer des Anleger.

Kostengünstige Alternative
Indexzertifikate sind sehr kostengünstig, beim Kauf fallen lediglich Spesen für die Bank an. Anders als bei Indexfonds schmälern weder Ausgabeaufschlag noch Managementgebühren die Rendite. Zudem bieten Indexzertifikate die gleiche Möglichkeit: Das Kapital wird breit gestreut und dennoch transparent angelegt.

Aber auch Indexfonds sind aufgrund des geringeren Verwaltungsaufwands kostengünstiger als andere Investmentfonds. Als Anleger sollte man beim Kauf der Anteile darauf achten, nach Möglichkeit bei einem Direktbroker den Fonds seiner Wahl zu ordern. Dann lässt sich der Aufgabeaufschlag weiter reduzieren, da für viele Fonds eine Reduktion des Ausgabeaufschlags um bis zu 100% angeboten wird.




Fazit


Fazit

Wenn Sie eine Geldanlage suchen, die zwischen drei und fünf Jahren läuft, sind Sie mit einem Indexzertifikat in der Regel besser beraten als mit einem Indexfonds. Wollen Sie dagegen längerfristig investieren, haben Indexzertifikate aufgrund der beschränkten Laufzeit von meist nur fünf Jahren einige Nachteile. Bei einer längeren Laufzeit ist der Wertzuwachs bei einem Indexzertifikat und einem Indexfonds ungefähr gleich, so dass ein Fonds aufgrund der unbeschränkten Laufzeit, die bessere Alternative ist.

Den Wert eines Zertifikates lässt sich leicht selbst bestimmen, indem man den Verlauf des Index beobachtet. Dadurch kann jeder Anleger schnell und unkompliziert seinen Gewinn oder Verlust nachvollziehen. Ansonsten können Sie die Kurs von Indexzertifikaten und -fonds natürlich auch über die Kurssysteme der Direktbroker wie bei anderen Wertpapieren abfragen.