Geld Sparplan

Banksparplan im Vergleich

Spare in der Zeit, dann hast du in der Not. An dieser alten Volksweisheit ist viel Wahres dran. Besonders, wenn man sein Geld in einem Banksparplan anlegt. Eine solide Geldanlage für Sparer, die kein Risiko eingehen wollen.

Oberstes Kriterium bei der Suche nach einem guten Banksparplan ist wie bei vielen Anlageprodukten: Der Zins. Mit unserem Banksparplan-Vergleich finden Sie die gängisten Angebote und die Besonderheiten bei der Verzinsung werden gleich mit berücksichtigt.

 

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Spare in der Zeit, aber wie?(2006-07-19 12:00:00)

ph_sparen.jpgSpare in der Zeit, dann hast Du in der Not, wie ein altesSprichwort sagt. Man soll also das Geld zurücklegen, solange es da ist. Das klingt logisch. Und auch wenn man keine Notzeiten erwartet, kann es sich lohnen, regelmäßig zu sparen.

Sparen - wozu?


Sparen ist eine mühsame Angelegenheit. Vor allem wenn man wenig Geld übrig hat. Wer jeden Monat 50 Euro anspart, wird kaum in Reichtums-Phantasien schwelgen. Aber genau das ist der Fehler. Überlegen Sie nicht, dass Sie auf die neuen Schuhe oder das Felgen-Set verzichten müssen, sondern denken Sie lieber an die Zeit der Ernte, den Zahltag. Das ist die richtige Motivation zum Sparen. Wer unsicher ist, wie das Geld angelegt werden soll, kann die Entscheidung aufschieben und zunächst einmal frei verfügbare Beträge auf ein Tagesgeldkonto überweisen oder einen entsprechenden Dauerauftrag einrichten. Nachdem die europäische Zentralbank die Leitzinsen angehoben hat, erleben Tagesgeldkonten ebenso wie andere Sparprodukte einen Zinsaufschwung und werden für Anleger wieder interessant. Bei Tagesgeldkonten bleibt das Geld täglich verfügbar und das ist Vor- und Nachteil zugleich. Einerseits können Sie das Geld schnell umschichten, es andererseits aber auch schnell ausgeben. Gerade Menschen, die sich ihrer Spardisziplin nicht sicher sind, sollten ihr Geld vielleicht längerfristig, zumindest aber mittelfristig parken. Die Verbraucherzentralen bieten bundesweit Beratungen in Finanzfragen an. "Als erstes loten wir aus, wie risikofreudig der Verbraucher ist und welche Schwankungen er in Kauf nehmen will. Dazu gehört natürlich auch die Frage, wie lange das Geld angelegt werden soll. Dabei ist besonders wichtig, dass die Betreffenden sich auch wirklich mit den Produkten beschäftigen", sagt Erk Schaarschmidt, Finanz-Experte der Verbraucherzentrale Brandenburg. Banksparpläne sind demnach vor allem für risikoscheue Anleger geeignet.


Der Sparplan


Die Banken bieten ihren Kunden verschiedene Sparplan-Varianten an, die alle nach einem ähnlichen Prinzip funktionieren: Je länger der Kunde in den Sparplan einzahlt, desto stärker wird er mit Zinsgutschriften belohnt. Dabei gibt es drei Haupttypen: den klassischen Sparplan mit Zinstreppe, den Bonus-Sparplan und den Sparplan mit Bonus-Treppe. Der Sparplan mit Bonustreppe ist durch einen Bonus gekennzeichnet, der mit der Laufzeit wächst. Dabei werden die Bonuszinsen aber nur für den Anlagebetrag des jeweiligen Jahres bezahlt und nicht für den gesamten Sparbetrag. Während der Ansparphase muss der Sparer die vereinbarten Raten jeweils zum Fälligkeitstermin zahlen, beispielsweise 50 Euro pro Monat. Der Anspruch auf Boni entsteht nur, wenn der Sparer alle vereinbarten Sparbeträge erbracht hat. Bei Zahlungsverzug gibt es keinen Zins-Zucker. Bereits gezahlte Boni bleiben erhalten. Die Konditionen der Zinstreppen-Sparpläne unterscheiden sich bei den meisten Banken im Detail. So können Kündigungsfristen und Höhe der Boni variieren, ebenso wie die Art der Zinsverrechnung. Zudem ist die Grundverzinsung häufig nicht garantiert, sondern kann sich während der Laufzeit noch verändern. Deshalb sind die Sparpläne trotz Rechenbeispielen der Banken nur schwer zu durchschauen. "Bei Mischzinssätzen weiß ich am Ende nicht, ob die Gutschriften der Bank korrekt sind oder nicht", bemängelt Verbraucherschützer Schaarschmidt. Für den Kunden sind die klassischen Sparpläne leichter nachvollziehbar. Neben einer garantierten Grundverzinsung gibt es am Ende der Laufzeit einen Zinsbonus auf die gesamte Sparleistung. Hier unterscheiden sich die Produkte vor allem in der Verzinsung, der Länge der Laufzeit und den Kündigungsfristen. Eine weitere Variante sind Sparpläne, die eine steigende Garantieverzinsung anbieten. So bekommt ein Sparer in den ersten drei Jahren vielleicht zwei Prozent Zinsen, ab dem vierten Jahr 2,5 Prozent und ab dem zehnten drei Prozent. Viele Banksparpläne haben extrem lange Kündigungsfristen von bis zu zwei Jahren, zudem gibt es den Zinsbonus nur, wenn regelmäßig und pünktlich bezahlt wurde. Das zwingt den Kunden zur Spardisziplin, kann in einer finanziellen Notlage aber fatal sein. Die vom Bund herausgegebenen Bundesschatzbriefe sind wesentlich flexibler und können ebenfalls wie ein Sparplan bespart werden. Vorteil der Sparpläne: Das Geld liegt sicher. Allerdings sollten Sie darauf achten, zu welcher Einlagensicherungseinrichtung die Bank gehört. Davon hängt ab, ob die gesamte Einlage, oder nur der Mindestbetrag von 20.000 Euro abgesichert ist. Die meisten Sparpläne laufen zwischen sechs und sieben Jahren, weil sie von den Banken als Alternative zu den Bundesschatzbriefen aufgelegt werden. Viel länger sollte man sein Geld nach Meinung von Verbraucherschützer Schaarschmidt auch nicht in einen Sparplan anlegen: "Bei langfristigen Sparplänen um die 20 Jahre wird das Geld durch die Inflation um ein Drittel entwertet. Die Zinsen gleichen das nicht aus."


Der Fondssparplan


Von der Inflation sind nur Sachwerte wie Immobilien, Aktien oder Rohstoffe geschützt. Wem das zu risikoreich ist, der kann in Fonds investieren und so das Risiko breiter streuen. Auch Fonds können mit Hilfe eines Sparplans eingekauft werden, der sollte dann aber auf einen Zeitraum von 15 bis 25 Jahren angelegt sein, damit eventuelle Kursschwankungen nicht ins Gewicht fallen. Fondssparpläne funktionieren wie andere Sparpläne auch. Der Anleger entscheidet sich dafür, jeden Monat oder auch quartalsweise einen bestimmten Betrag anzulegen. Im Falle des Fondssparplans kommt das Geld nicht auf ein Konto, sondern es werden Fondsanteile gekauft. Der Vorteil: Die Anleger profitieren im Laufe der Jahre vom so genannten Cost-Average-Effekt (Durchschnittspreis-Effekt) - das heißt, sie kaufen mehr Anteile wenn der Wert des Fonds gefallen ist und weniger wenn der Kurswert steigt. Damit kommen die Anleger in der Regel zu einem besseren Durchschnittspreis, als wenn sie alle Fondsanteile auf einmal gekauft hätten. "Der Cost-Average-Effekt wirkt aber nur, wenn Sie einen guten Fonds erwischt haben, der auch wieder steigt. Bei einem miesen Fonds, der dauerhaft abstürzt, kommt dieser Effekt nicht zum Tragen", gibt Erk Schaarschmidt zu bedenken. Deshalb ist es bei Fondssparplänen extrem wichtig, sich genau mit den verschiedenen Fonds zu befassen. Je nachdem für welchen Fonds man sich entscheidet, kann der Sparplan relativ sicher aber auch hoch spekulativ sein. Schaarschmidt rät davon ab, in Fonds zu investieren, die weniger als fünf Jahre auf dem Markt sind. Grundsätzlich gelten Branchenfonds als risikoanfälliger als regionale Fonds. Bei der Auswahl der Fonds sollte man neben der grundsätzlichen Ausrichtung auch auf die laufenden Kosten achten. Wie hoch ist der Ausgabeaufschlag und in welcher Höhe fallen Managementgebühren an? Gerade Direktbanken bieten oft Ermäßigungen beim Ausgabeaufschlag, beim Fondssparen wird er teilweise ganz erlassen. Wer sein Erspartes nicht dem Können oder Nichtkönnen eines Fondsmanagers anvertrauen will, kann stattdessen auch in einen so genannten Index-Fonds investieren. Der bildet Indizes wie beispielsweise den DAX nach, ohne aktiv gemanagt zu werden. Wenn sich die DAX-Werte gut entwickeln, steigt auch der Fonds. Wer in Fonds investiert, sollte sich mit der Materie beschäftigen und nicht blind einem Bank- oder Finanzberater vertrauen. Denn das Verlustrisiko tragen Sie ebenso selbst, wie Sie von den Gewinnchancen profitieren. Neben den Gewinnchancen wird der Vermögensaufbau mit Fonds auch staatlich gefördert.


VL und Bausparen


Der Arbeitgeber kann das Sparverhalten des Arbeitnehmers durch die Zahlung von vermögenswirksamen Leistungen (vL) unterstützen. Der Höchstbetrag liegt in der Regel bei 40 Euro pro Monat. Wenn der Arbeitgeber nichts oder weniger bezahlt, kann auch ein Teil des Gehalts umgewandelt werden, um die monatliche Sparleistung zu erbringen. Wichtig ist, dass der Sparbetrag direkt vom Arbeitgeber in den vL-Vertrag eingezahlt wird. Dadurch erwirbt man zusätzlich einen Anspruch auf die Arbeitnehmersparzulage. Den hat jeder Arbeitnehmer, dessen zu versteuerndes Einkommen 17.900 Euro (Ledige) bzw. 35.800 Euro (Verheiratete) nicht überschreitet. Die Zulage beträgt pro Jahr 18 Prozent auf maximal 400 Euro, die in einen Fondssparplan eingezahlt wurden - und neun Prozent auf maximal 470 Euro, die in einen Bausparvertrag geflossen sind. Voraussetzung: Es werden mindestens sechs Jahre lang Sparbeiträge in die beiden Verträge einbezahlt. Wer förderberechtigt ist, sollte nach Möglichkeit eine Kombination aus Bau- und Fondssparen wählen, da so die maximale Förderung erzielt werden kann Bausparen ist aufgrund der staatlichen Förderungen für Sparer besonders interessant. Die Basisverzinsung liegt bei den meisten Bausparkassen bei 1,5 Prozent. Zusätzlich werden jedoch Bonuszinsen von bis zu 2,5 Prozent nach frühestens sieben Jahren ausgezahlt. Der Staat unterstützt Bausparer gleich doppelt: Zusätzlich zur Arbeitnehmersparzulage hat jeder Bausparer Anspruch auf die Wohnungsbauprämie, wenn sein zu versteuerndes Einkommen unter 25.600 Euro (Single) bzw. 51.200 Euro (Verheiratete) liegt. Die Prämie beträgt pro Jahr 8,8 Prozent auf den jährlichen Förderhöchstbetrag - 512 Euro bei Ledigen und 1.024 Euro bei Verheirateten. Um die volle staatliche Förderung zu erhalten, muss ein Bausparer 470 Euro für die Arbeitnehmersparzulage und 512 Euro für die Wohnungsbauprämie auf sein Bausparkonto einzahlen. Gerade für Geringverdiener ist Bausparen also eine attraktive Anlageform, da sie unter Umständen von Arbeitnehmersparzulage, Wohnungsbauprämie und Bonuszinsen profitieren können. Weitere Informationen rund um das Thema "Bausparen" finden Sie hier.