Sparkassenbrief

Sparbriefe sind festverzinsliche Anlagen

Sparbriefe werden von den Banken und Sparkassen seit etwa 40 Jahren ihren Kunden angeboten. Mit einem Sparbrief legen sie ihr Geld für ein bis zehn Jahre fest an. Kunden erhalten dafür einen fest garantierten Zins, der während der Laufzeit von der Bank nicht verändert werden darf.

Mit dieser Geldanlage können höhere und sichere Zinsen als beim Sparbuch oder Tagesgeld für viele Jahre erzielt werden.

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Geld sinnvoll sparen - Möglichkeiten und Tipps

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News

BGH-Urteil: Vorsicht bei Aktienanleihen(2002-11-06 12:00:00)

Der Bundesgerichtshof hat entschieden: Aktienanleihen sind keine Börsentermingeschäfte. Privatanleger haben es damit in Zukunft schwerer, wollen sie eine Bank auf Schadensersatz verklagen.

Verbraucherfeindliches Urteil


Zukünftig müssen die Banken den Kunden gemäß dem Urteil nicht mehr schriftlich über die Risiken der Anlage in Aktienanleihen informieren. Eine mündliche Erklärung reicht. Das Gerichtsurteil stellt Aktienanleihen damit trotz des höheren Risikos mit anderen festverzinslichen Wertpapieren gleich. Der Bundesgerichtshof hob mit seiner Entscheidung ein anderslautendes Urteil (BGH, Az: 29 U 723/00) des Kammergerichts Berlin auf.

Dieses hatten einem Kläger Schadensersatz für seine Verluste zugesprochen, da er nicht schriftlich über mögliche Risiken aufgeklärt worden war. Verbraucherschützer reagieren mit Unverständnis auf das Urteil vom BGH (Az:XI ZR 258/01), da es die Kunden stark benachteiligt.

Was sind Aktienanleihen?
Bei einer Aktienanleihe legt der Anleger einen festen Geldbetrag für einen genau bestimmten Zeitraum an. Wenn die Aktie, die dem Papier zu Grunde liegt, über einen festgelegten Kurs ansteigt, erhält der Kunde nach Ablauf der Anleihe seinen Anlagebetrag und einen Zinssatz zurück. Aber Vorsicht: Die Banken können den Anlagebetrag auch in Aktien auszahlen.

Wenn der Anleger Pech hat und die Aktien unter den vereinbarten Basispreis sinken, bekommt er auch Zinsen, muss aber eine vereinbarte Zahl Aktien abnehmen. Das bedeutet hohe Verluste für den Kunden, denn nur in den seltensten Fällen kann der Zinssatz die Kursverluste ausgleichen.


Nur für Risikofreudige


Schätzungsweise die Hälfte der Investoren ist bisher mit Aktienanleihen auf die Nase gefallen. Der Begriff Aktienanleihe lässt eigentlich annehmen, dass das Produkt so sicher wie eine Anleihe ist. Das ist jedoch nicht der Fall.

In Wahrheit handelt es sich um ein verdecktes Termingeschäft. Der Investor wettet gegen den Anbieter und gewinnt nur selten. Auf Grund ihres verschleierten Risikos sind Aktienanleihen in den USA und Japan sogar verboten. Umso erstaunlicher das Urteil des Bundesgerichtshofs, das den Anlegern nicht einmal eine richtige Aufklärung sichert.

Verdeckte Anleihen
Trotz der hohen Risiken für den Anleger arbeiten Banken recht gerne mit Aktienanleihen. Bieten sie doch die Möglichkeit ungeliebte Aktienpakete abzustoßen - und zwar an den nichtsahnenden Kunden.

Manche Kunden wissen gar nicht, dass ihre Geldanlage aus Aktienanleihen besteht. So ging es den Kunden einer Kreissparkasse. Diese warb mit dem Begriff Sparkassenbrief. Nur wer genau hinsieht, merkt, dass die Anleihe auch in Form von VW-Aktien zurückbezahlt werden konnte. Bei dem Geschäft verlor ein Anleger fast die Hälfte des eingesetzten Kapitals von 45.000 Mark. Er bekam später keinen Schadensersatz zugesprochen, da Aussage gegen Aussage stand.


Beratungshaftung


Nach dem Urteil des Bundesgerichtshofs werden es Kunden in Zukunft noch schwerer haben. Schadensersatz kann der Anleger beim Erwerb von Aktienanleihen nur aufgrund der allgemeinen Beratungshaftung bekommen.

Er bekommt Verluste also nur dann ersetzt, wenn er beim Beratungsgespräch auf die besonderen Risiken nicht aufmerksam gemacht wurde und dies auch beweisen kann. Deshalb sollten Sie folgende Regeln beachten, wenn sie tatsächlich das Risiko einer Aktienanleihe eingehen wollen:
  • Nehmen Sie einen Zeugen zum Beratungsgespräch mit.
  • Machen Sie sich Aufzeichnungen während des Gesprächs: Anlageziel, Anlageobjekt, Risikohinweise.
  • Fassen Sie den Inhalt des Gesprächs schriftlich zusammen und lassen den Inhalt vom Anlageberater bestätigen.
  • Unterzeichnen Sie nichts, ohne es vorher gründlich überprüft zu haben. Lassen Sie sich nicht drängen.
Information ist alles
Informieren Sie sich gründlich bei verschiedenen Banken über Aktienanleihen, bevor Sie sich für einen Anbieter entscheiden. Die Gewinnspanne kann hoch sein, die Verlustspanne aber auch. Überlegen Sie auch, ob Sie nicht lieber in festverzinsliche Rentenpapiere investieren wollen, da das Risiko dort überschaubarer ist.