Sparbriefe Abgezinst

Sparbriefe sind festverzinsliche Anlagen

Sparbriefe werden von den Banken und Sparkassen seit etwa 40 Jahren ihren Kunden angeboten. Mit einem Sparbrief legen sie ihr Geld für ein bis zehn Jahre fest an. Kunden erhalten dafür einen fest garantierten Zins, der während der Laufzeit von der Bank nicht verändert werden darf.

Mit dieser Geldanlage können höhere und sichere Zinsen als beim Sparbuch oder Tagesgeld für viele Jahre erzielt werden.

Sparbriefe Abgezinst

Sparbriefe Abgezinst

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News

Mit Sparbriefen auf der sicheren Seite(2001-12-14 12:00:00)

Wollen Sie mehr aus Ihrem Geld machen, dabei aber kein Risiko eingehen? Dank Festzins-Garantie sind bis zu 5,00 % p.a. möglich und durch individuelle Laufzeiten können Sie gut planen!

Sparbrief mit jährlicher Zinszahlung


Wer das Risiko scheut, aber sein Geld trotzdem vermehren will, ist mit Sparbriefen sicherlich gut beraten. Wegen ihrer hohen Sicherheit und der leicht zu berechnenden Rendite genießen die von Banken und Sparkassen herausgegebenen Sparbriefe (ähnlich den vom Bund herausgegebenen Bundesschatzbriefen) bei den Anlegern hohes Ansehen.

Wer sich für den Sparbrief als Anlageform entschieden hat, muss nun zwischen drei verschiedenen Sparbriefvarianten wählen.

Am häufigsten wird der Sparbrief mit jährlicher Zinsauszahlung angeboten. Diese Papiere geben die Banken zum Nennwert heraus, also zu dem Betrag, der auf der Urkunde steht. Bei Fälligkeit, also nach ein bis zehn Jahren, erhält der Sparer genau diesen Betrag zurück. Die Zinsen schütten die Institute zum jeweiligen Zinszahlungstermin an den Kunden aus und überweisen den Betrag zum Jahresende. Es entsteht kein Zinseszinseffekt.




Aufgezinste Sparbriefe


Beim aufgezinsten Sparbrief werden die Zinserträge jährlich auf das angelegte Vermögen angerechnet und dann auch mitverzinst. So ergibt sich ein Zinseszinseffekt, der auf die Gesamtlaufzeit gesehen schnell einige Euro mehr bescheren kann. Natürlich haben Sie bei dieser Sparbriefvariante erst am Ende der Laufzeit Zugriff ihr Geld.

Abgezinste Sparbriefe
Eine dritte Variante sind abgezinste Sparbriefe, die allerdings nur von wenigen Kreditinstituten angeboten werden. Hier werden die Zinsen direkt beim Kauf vom Nennwert der Sparbriefe abgezogen. Dabei gibt der Kunde an, welche Summe er am Ende der Laufzeit erhalten will. Daraus errechnet die Bank den Betrag, den der Anleger einzahlen muss. Bei Fälligkeit erhält der Anleger dann den auf der Sparbrief-Urkunde stehenden Gesamtbetrag ausbezahlt. Der Unterscheid zwischen Ausgabe- und Rückgabebetrag entspricht in diesem Fall auch Zinsertrag.




Das Geld liegt fest


Sparbriefe werden mit unterschiedlichen Laufzeiten angeboten. Das Minimum liegt bei einem Jahr, gängig sind Laufzeiten zwischen vier und sechs Jahren. Eine verbindliche Regelung für alle Kreditinstitute gibt es nicht, in seltenen Fällen ist auch eine Laufzeit über zehn Jahre möglich.

Grundsätzlich gilt: Je länger man sich festlegt, desto höher sind die Zinsen. Wer sich für eine hohe Laufzeit entscheidet, sollte allerdings sicher sein, dass er das Geld tatsächlich so lange entbehren kann. Denn eine vorzeitige Rückgabe ist bei Sparbriefen nur selten bzw. nur zinsschädlich möglich.

Sparer die eine sichere, aber flexible Geldanlage suchen, sollten deshalb besser Bundesschatzbriefe kaufen, die relativ unkompliziert wieder veräußert werden können.




Die letzte Möglichkeit: Beleihung von Sparbriefen


Wer sein Geld in Sparbriefen anlegt, kommt also vor Ende der Laufzeit nicht mehr heran. Wenn man trotz allem vorzeitig auf das festegelegte Geld angewiesen ist, bietet sich als Möglichkeit die Beleihung an. Zu diesem Mittel sollte man allerdings nur im äußersten Notfall greifen, denn finanziell wirkt sich eine Beleihung auf jeden Fall nachteilig aus, auch wenn sie dem Sparer eine gewisse Liquidität ermöglicht.

Wer jetzt schon abschätzen kann, dass er die Anlagesumme voraussichtlich in nächster Zeit benötigt, sollte sehr kurzlaufende Sparbriefe wählen oder auch Fest- oder Tagesgeldkonten als alternativen in Betracht ziehen.




Rendite und Alternativen


Die Verzinsung von Sparbriefen liegt in der Regel in etwa auf dem Niveau von Bundesschatzbriefen, momentan bieten viele Banken sogar bessere Konditionen als der Bund. Ein Vergleich lohnt sich auf jeden Fall, bei vierjähriger Laufzeit sind mitunter sogar Zinssätze von bis zu 4,5 Prozent drin.

Bei den meisten Sparbriefen ist man auf die einmal vereinbarten Konditionen festgelegt, was bei einem hohen Zinssatz kein Problem sein dürfte. Bei einem niedrigen Zinsniveau wie zur Zeit, muss man sich aber während der gesamten Laufzeit mit den einmal vereinbarten Zinssätzen zufrieden geben.

Alternativen
Bevor Sie sich für eine Bank entscheiden, sollten Sie unbedingt bei verschiedenen Instituten Informationen einholen und Zinsen vergleichen. Grundsätzlich gilt, dass Banken Sparbriefe oft erst ab einer Mindestanlagesumme zwischen 500 Euro und 2.500 Euro anbieten.

Wer kleinere Summen anlegen will, ist mit Bundesschatzbriefen meistens besser bedient. Vor allem werden von der Bundsschuldenverwaltung auch Ratensparpläne für Schatzbriefe ab einem Wert von derzeit 50 Euro je Order angeboten. Eine weitere Alternative zum Sparplan sind sicherlich auch Rentenfonds. Sie sind ebenfalls sicher, jederzeit veräußerbar und man ebenfalls mit einem Fondssparplan langfristig ein ansehnliches Vermögen aufbauen.