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08.07.2010

Zahlungsmittel im Urlaub: Auf die Mischung kommt es an

Verlust der Kreditkarte

Geldautomat_Zahlungsmittel

Wenn man die Kreditkarte verliert oder bestohlen wird, kann man die Karte über die kostenfreie Telefonnummer 116 116 bei der zentralen Sperrstelle gegen Missbrauch sperren lassen. Urlauber sollten nicht vergessen, die Nummer in das Adressbuch ihres Handys zu speichern. Zu beachten ist, dass bei einem Anruf aus dem Ausland über 0049 116 116 Verbindungskosten nach Deutschland anfallen, deren Höhe sich nach den Preisen des jeweiligen ausländischen Netzbetreibers richtet.

Preiswert: Geld abheben mit der EC-Karte

Innerhalb der EU ist das Geldabheben mit der EC-Karte preiswerter als mit der Kreditkarte, da die Banken hier keine Auslandsgebühr erheben dürfen. Es fallen lediglich die auch in Deutschland üblichen Gebühren an.

Jedoch entstehen Kosten, wenn sich ein Reisender Geld am Automaten eines konzernfremden Geldinstituts holt. Deswegen sollte man sich vor Antritt des Urlaubs über Kooperationen zwischen den Banken informieren, um zu erfahren, bei welchem Kreditinstitut man kostenlos Geld abheben kann.

Auch außerhalb der EU geben Automaten Banknoten in der entsprechenden Landeswährung aus. Grundsätzlich sind dafür aber eine Provision zur Währungsumrechnung sowie eine Zahlungstransaktionsgebühr fällig. Wie hoch diese ausfallen, hängt von den Konditionen der jeweiligen Bank ab.

Im Falle eines Verlusts ist die zentrale Sperrnummer unter 01805 - 021021 24 Stunden am Tag auch aus dem Ausland zu erreichen. Anrufe aus dem deutschen Festnetz kosten 14 Cent pro Minute, der Höchstpreis bei Anrufen mit dem Mobiltelefon beträgt 42 Cent pro Minute. Gebühren aus dem Ausland weichen ab.

Reiseschecks

Neben Plastikkarten und Bargeld sind Reiseschecks eine weitere Zahlungsmöglichkeit auf Urlaubsreisen. Sie werden ebenfalls in Geschäften, Hotels und Restaurants akzeptiert. Bei den gängigen Anbietern erhält man Reiseschecks in verschiedenen Währungen und Stückelungen. Sie müssen vor Antritt des Urlaubs bei Banken und Sparkassen oder direkt bei den Anbietern von Reiseschecks, wie etwa Thomas Cook oder American Express, bestellt werden. Die Lieferung dauert in der Regel ein bis zwei Tage. Beim Erwerb wird eine Gebühr zwischen ein und zwei Prozent des Kaufbetrages fällig.

Reiseschecks bieten viele Vorteile: Zum einen werden sie im Gegensatz zu Bargeld bei Diebstahl und Verlust ersetzt. Zum anderen sind sie ein weltweit akzeptiertes Zahlungsmittel, das vor allem in exotischen Ländern, wo nicht überall ein Geldautomat zu finden ist, gern genutzt wird. Außerdem werden beim Bezahlen auch Restbeträge wieder zurückgegeben.

Und wenn man im Urlaub nicht alle Schecks aufgebraucht hat, kann man sie entweder für die nächste Reise aufbewahren, da sie unbefristet gültig sind, oder ohne Gebühr wieder zurückgeben.

Grundsätzlich sollten Urlauber ihre Zahlungsmittel am Ferienort möglichst an verschiedenen Stellen aufbewahren. Bargeld, Kredit- und EC-Karten sowie Reiseschecks sollten nicht in Portmonee und Handtasche herumgetragen, sondern auch im Hotelsafe oder im abgeschlossenen Koffer innerhalb des Hotelzimmers versteckt werden.

Bild: Günter Havlena/PIXELIO

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