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08.10.2007

Wohngebäudeversicherung für stürmische Zeiten

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Im Januar 2007 fegte der Orkan Kyrill über Deutschland hinweg. Mit einem versicherten Schaden an Gebäuden von über zwei Milliarden Euro. Nun stehen wieder die ersten Herbststürme ins Haus. Gegen schlechtes Wetter gibt es keine Versicherung. Aber eine Wohngebäudeversicherung federt die finanziellen Schäden ab.

 

Gegen Feuer, Wasser und Sturm gewappnet

(ckl) Nach Angaben des Gesamtverbands der deutschen Versicherungswirtschaft (GdV) gab es im Jahr 2005 fast zwei Millionen Schadensfälle bei Wohngebäudeversicherungen. Die Hälfte davon waren Leitungswasserschäden, gefolgt von Sturmschäden, die etwa 700.000 Mal gemeldet wurden. Feuerschäden wurden nur etwa 200.000 Mal gemeldet, Elementarschäden, die zum Beispiel durch Hochwasser entstehen, sogar nur 20.000 Mal. Dennoch gehören gerade diese beiden zu den teuersten Schäden am Haus. Ein durchschnittlicher Feuerschaden schlug mit fast 3.500 Euro zu Buche, ein Elementarschaden verschlang über 2.000 Euro. Für Hausbesitzer ist eine Wohngebäudeversicherung daher sehr wichtig. Sie wird von den meisten Banken und Kreditgebern ohnehin als Sicherheit verlangt.

Wohngebäude und Hausrat absichern

Eine Wohngebäudeversicherung übernimmt die Kosten von Schäden am Haus, die durch Feuer, Leitungswasser sowie Unwetter und Hagel entstehen. Gebäude, die direkt mit dem Haus verbunden sind oder zum Grundstück gehören, wie zum Beispiel Garagen, können auch mitversichert werden. Die kombinierte oder auch "verbundene Wohngebäudeversicherung" übernimmt zudem die Kosten eines Sachverständigen sowie Aufräumarbeiten und oft auch die damit verbundene Entsorgung von Sondermüll. Versichert ist das Haus selbst und alles, was fest mit der Immobilie verbunden ist. Zum Beispiel Tapeten, verklebte Teppiche, Fenster, Türen oder auch Balkone. Das Mobiliar hingegen ist nicht versichert. Dafür sollte man noch eine extra Hausratversicherung abschließen. Auch das Grundstück selbst ist nicht abgedeckt.

Wichtig - eine genaue Risikoanalyse

Wer einen umfassenden Schutz für sein Haus wünscht, kann aus einer ganzen Bandbreite von Leistungen wählen und darüber hinaus noch Zusatzleistungen absichern. Diese Deckungserweiterungen treiben die Prämie allerdings in die Höhe und sind nicht immer notwendig, wie zum Beispiel Schäden durch unbemannte Flugkörper. Für Hauseigentümer, die Wohnungen vermieten, ist hingegen eine Mietausfalldeckung sinnvoll. Dabei zahlt die Versicherung eventuelle Mietausfälle bis zu einem Jahr. Elke Weidenbach von der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen rät: "Vor dem Abschluss sollte man eine genaue Risikoanalyse vornehmen. Steht das Haus in einem hochwassergefährdeten Gebiet? Stehen Bäume nah am Haus, die bei Stürmen das Haus beschädigen könnten? Kommen in der Gegend öfter stärkere Stürme vor?" Wer seinen individuellen Versicherungsbedarf kennt, kann anschließend zu den besten Bedingungen den günstigsten Preis wählen.

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