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24.05.2013

Stromabschaltungen in Deutschland wegen unbezahlten Rechnungen

Stromabschaltungen in Deutschland wegen unbezahlten Rechnungen Die wirtschaftliche Lage zahlreicher Haushalte läuft erschreckend in eine Richtung, die es Menschen zunehmend sogar unmöglich macht, Strom- und Heizrechnungen zu bezahlen. Kontinuierliche Preissteigerungen der Strompreise kommen erschwerend hinzu. Doch die Linke will eingreifen und in Zukunft für mehr Transparenz in der Energieversorgung sorgen.

Unzählige Haushalte betroffen von Stromabschaltungen

Im Jahr 2011 wurden in Deutschland bei rund 6 Millionen Haushalten eine Unterbrechung der Energieversorgung angedroht, bei circa 1,25 Millionen Haushalten wurde bereits die Abschaltung in Auftrag gegeben. Dennoch wurde es für circa 312.000 Haushalte dunkel, davon allein waren 8.000 Haushalte nur in Hamburg betroffen. Kein Kühlschrank, keine Heizung und kein warmes Wasser mehr zu Verfügung zu haben, sind nur einige Probleme, die eine Stromabschaltung mit sich bringt. Es gab bereits Meldungen, dass Menschen ihr Leben aufgrund der Stromabschaltungen verloren haben. Vier Kinder starben durch einen Kerzenbrand in Saarbrücken, in Thüringen ein Vater und drei Kinder sowie mehrere Personen und Baden-Württemberg und Niedersachsen. In Bochum erlitt eine Person schwerste Verbrennungen, weil sie mit einem Campingkocher kochte.

Im Jahre 2012 waren es bereits 600.000 Familien mit insgesamt über eine Million Menschen, die von Stromabschaltungen betroffen waren. Die Tendenz ist sicherlich mit weiteren Erhöhungen der Strompreise steigend.

Nicht immer ist eine Stromabschaltung legal

Wenn Stromlieferanten auf die Begleichung von Rechnungen warten, erlaubt ihnen dies aber nicht, eine Stromabschaltung sofort durchführen zu lassen. Erst ab 100 Euro Aussenstand darf eine Stromsperre in Betracht gezogen werden. Zusätzlich wird für den Aufwand der Abschaltung eine Pauschale fällig, die sich in der Regel auf durchschnittlich 32 Euro beläuft, aber je nach Region und Energielieferant auch bis zu 200 Euro betragen kann.

Zudem ist eine Stromsperrung ohne vorheriges Ankündigen nicht legitim. Die Stromsperren sind mit klaren Auflagen versehen. So ist diese mindestens vier Wochen vorher dem Stromverbraucher mitzuteilen. Ist die Frist abgelaufen und keine Zahlung erfolgt, muss nochmals dem Endverbraucher gegenüber eine Mitteilung erfolgen. Eine weitere drei-Tage-Frist beginnt. Erst dann können Strom- und Gaslieferanten die Energieversorgung sperren.

Widerspricht der Kunde allerdings der Rechnungsstellung, darf eine Stromabschaltung nicht erfolgen. Macht der Kunde glaubhaft, dass er in der Lage ist, mit Ratenzahlungen in angemessener Höhe zu den Außenständen, die Forderungen in einem überschaubaren Zeitraum begleichen zu können, ist ebenfalls eine Stromsperrung nicht zulässig. Der Energieversorger muss auf eine Ratenzahlung eingehen.

Weiterhin ist der Energieversorger dazu verpflichtet, besondere Umstände des betroffenen Haushaltes zu überprüfen. Sind Babys, Kleinkinder oder pflegebedürftige Personen im Haushalt lebend, so müssen die Konsequenzen für die Bewohner des betroffenen Haushaltes entgegen der Höhe der Stromschulden miteinander verglichen werden. Handelt es sich lediglich um geringere Schulden, gilt bei den genannten Beispielen die Unzumutbarkeitsklausel und eine Stromsperre ist unzulässig.

Nicht nur die Linkspartei fordert ein Verbot von Stromabschaltungen

Die Linkspartei äußert sich klar über die katastrophale Lebensqualität, die Stromabschaltungen zur Folge haben. Geringverdiener und ältere Menschen sind durch die steigenden Strompreise meist überfordert. Allein die zunehmende wirtschaftliche Armut bereitet den betroffenen Personen schon eine immense Einschränkung ihres Alltages. Wenn nun Stromsperrungen hinzukommen, nehmen die Energieversorger diesen Menschen auch noch den letzten Funken Würde.

"Das kann und darf nicht sein", sagt die Linkspartei und schlägt die kostenlose Einrichtung von Prepaid Zählern vor. Diese sollen dem finanziell schwachen Haushalten eine Möglichkeit geben, ihren Strom dann zu nutzen, wie sie ihn brauchen und so viel zu verbrauchen, wie sie sich tatsächlich leisten können.

Michael Kopatz ist Wissenschaftler am Wuppertaler Institut, und befürwortet diese Lösung. Auch er ist gegen die Stromsperren und fordert das Verbot dieser. Im Fachmagazin "Energiewirtschaftliche Tagesfragen" äußerte sich Kopatz in einem Interview: "Wer seine Rechnung nicht zahlen kann, dem muss ein kostenloser Prepaid-Zähler installiert werden. Damit werden die Probleme der Energiearmut gemindert und erfahrungsgemäß gehen Prepaid-Kunden bewusster mit ihren Guthaben um."

Kopatz fügt als Beispiel an, dass es bei Prepaid-Handys wunderbar funktioniert und rund 40 Millionen Kunden, darunter auch Kinder, das Konzept verstehen und meist optimal für sich zu nutzen wissen.

Der Vorsitzende vom Energieverbraucherbund ist gleicher Meinung. "Um den Konflikt mit Stromabschaltungen zu entgehen, eignen sich elektronische Vorauszahlungssysteme sehr." Er fügt weiterhin hinzu, dass eine Kostenkontrolle den Prepaid-Stromkunden vor verschwenderischem Stromverbrauch schützen wird, und auch die Einnahmen für den Stromlieferanten gesichert seien. Doch anders als bei den meisten Prepaid-Handy-Tarifen, sollten sich die Stromtarife für Prepaid Zähler den finanzschwachen Haushalten entgegen kommen und nicht durch erhöhte Strompreise die Betroffenen nicht zusätzlich belasten. Schließlich sei davon auszugehen, dass Erhöhungen der Strompreise in der Zukunft generell zu erwarten seien.

Auch Thorsten Kasper, Energiereferent von der Verbraucherzentrale zeigt sich positiv gegenüber dieser Lösung. In einem Interview gibt er an, Prepaid Stromzähler seien dort sinnvoll, wo Energieschulden drohen. Außerdem erlaubt ein Prepaid-Zähler die individuelle Anbieterauswahl. Das verbirgt weitere Vorteile für den Verbraucher, der mit einem Strompreisvergleich sich stets die günstigsten Strompreise aussuchen kann und somit zusätzlich noch Geld spart.

Als ein Beispiel zeigt sich Großbritannien. Insgesamt 3,4 Millionen Strom-Prepaid-Zähler und 2,1 Gas-Prepaid-Zähler sind dort installiert, vernehmend in Gegenden, wo Geringverdiener und Ärmere Menschen leben.

So könnte der Prepaid Zähler funktionieren

Die Lösung für diejenigen, denen die Strompreise finanziell eine zu große Belastung darstellen, empfiehlt sich ein Prepaid-Zähler. Dieser funktioniert nach der gleichen Struktur, wie ein Prepaid-Handy, das sich an verschiedenen Verkaufspunkten mit Guthaben aufladen lässt. So könnte zum Beispiel an den Filialen der Energieversorger, aber auch an Tankstellen oder per Banküberweisung Geld aufgeladen werden, damit eine 24/7 Energieversorgung gesichert werden kann.

Der Kunde mit Prepaid-Zähler lädt demnach ein Summe X nach Belieben, Bedarf und finanziellen Möglichkeiten auf. Ab einer bestimmten Mindestsumme von beispielsweise 5 Euro entscheidet allein der Kunde, wie viel Strom er "einkaufen" möchte. Ist das Guthaben verbraucht, muss erneut aufgeladen werden. Auf diese Weise erhält der Kunde volle Kostenkontrolle, erneute Schulden würden vermieden und Altschulden könnten in monatlichen Raten beglichen werden.

Ein weiterer Vorteil von Prepaid Stromzählern

Nicht nur, dass eine Stromsperre betroffene Haushalte um die Lebensqualität bringt, so sind auch Stromverträge abzuschließen, die an den Energielieferanten binden. Mit dem Prepaid Zähler ist der Kunde ungebunden und kann über einen Strompreisvergleich zusätzlich noch sparen. Der Strompreisvergleich listet Energieversorger auf, die eine Aufladung erlauben. Mit dem Prepaid-Zähler kann sich an das Verteilungssystem angeschlossen werden und über den Strompreisvergleich, wie bei dem Strompreisvergleich von lingodeal.de, der günstigsten Strompreis ermittelt werden. Wie bei lingodeal.de ersichtlich ist, schwanken die Strompreise von Anbieter zu Anbieter. Wer hier den Strompreisvergleich durchführt, kann spürbare Ersparnisse einfahren.

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