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30.06.2014

Risikolebensversicherung bei eheähnlichen Lebensgemeinschaften

Risikolebensversicherung bei eheähnlichen Lebensgemeinschaften

Für Ehen und eingetragene Lebensgemeinschaften gilt: Stirbt ein Partner, steht dem anderen Witwen- oder Witwerrente aus der gesetzlichen Rentenversicherung zu. In Lebenspartnerschaften ohne Trauschein hingegen bestehen keine Ansprüche auf Hinterbliebenenrente. Eine Risikolebensversicherung gewährleistet an dieser Stelle eine Absicherung für den Todesfall.

 

Risikolebensversicherung schützt finanzielle Existenz bei allen Lebensgemeinschaften

Neben steuerlichen Vorteilen bietet die Ehe auch in Versicherungsbelangen viele Vorzüge. Verheiratete können sich beispielsweise die Kosten für eine Hausratpolice teilen, wenn sie in einen Haushalt ziehen. Besitzt einer der beiden Eheleute eine private Haftpflicht, so ist der andere Ehepartner nach der Vermählung automatisch in den Vertrag eingeschlossen. Alternativ können beide Ehepartner gemeinsam eine private Haftpflichtversicherung abschließen. Haben beide Ehepartner bereits vor der Heirat eine Haftpflichtversicherung abgeschlossen, kann der jüngste Vertrag aufgelöst und die Police mit dem älteren Recht weitergeführt werden.

Auch bei der Hinterbliebenenrente sind die Ansprüche nach der Deutschen Rentenversicherung klar geregelt: In dem Fall, dass einer der beiden Eheleute aus dem Leben scheidet, erhält der andere Witwen- bzw. Witwerrente, sofern die Ehe bis zum Tod des Partners hielt. Seit dem 1. Januar 2002 geht die Hinterbliebenenrente nur noch an Angehörige, die mit dem verstorbenen Ehepartner ein Jahr lang vermählt waren.  Früher gibt es die Leistungen aus der gesetzlichen Rentenkasse nur, wenn der Partner infolge eines Unfalls ums Leben kommt. Die gleichen Bedingungen treffen auf eingetragene Lebensgemeinschaften zu.

Frisch Verheiratete können darüber hinaus mit dem Abschluss einer Risikolebensversicherung für den Notfall vorsorgen. Mit einer Risikolebensversicherung sichert der Hauptverdiener den begünstigten Ehepartner und spätere Kinder für den Fall des eigenen Todes finanziell ab. Die Risikolebensversicherung ist jedoch nicht nur ein Geldpolster für junge Ehepaare. Für eheähnliche oder nur religiös getraute Lebensgemeinschaften, bei denen keine Ansprüche auf Hinterbliebenenrente vorliegen, stellt die Risikolebensversicherung die einzige Möglichkeit dar, um bei einem vorzeitigen Ableben des Hauptverdieners einen finanziellen Rückhalt für Versorgungslücken zu haben.

Den meisten Nutzen bringt es, wenn beide Partner separat eine Risikolebensversicherung abschließen. Hiebei gilt es aufzupassen ? seit Dezember 2013 sind Unisex-Tarife gültig. Auch derjenige, der im Todesfall des Partners eigentlich versorgt werden soll, sollte also selbst zum Versicherungsnehmer werden und den Partner zum  Begünstigten ernennen. Zwei einzelne Policen garantieren für den Fall, dass beide Partner gleichzeitig versterben, eine höhere Absicherung für zurückgebliebene Angehörige. Bei einer verbundenen Risikolebensversicherung, die beide Partner als Bezugsberechtigte einschließt, fallen die Versicherungsbeiträge zwar im Gegensatz zur Einzelversicherung geringer aus. Hinterbliebene wie die gemeinsamen Kinder bekommen dann jedoch nur einmalig eine vergleichsweise niedrige Versicherungssumme ausgezahlt, wenn beide Elternteile gleichzeitig versterben. Die gegenseitige Absicherung wird von vielen großen Versicherungsportalen wie etwa von CosmosDirekt empfohlen.

 

Für den jeweiligen Versicherungsnehmer ergeben sich weiterhin folgende Vorteile:

  • die Versicherungssumme und die Laufzeit können jeweils für den betreffenden Versicherten  individuell festgelegt werden
  • die Versicherung kann an die jeweilige Versorgungssituation flexibler angepasst werden (wichtig z.B. bei einer Trennung)
  • die Versicherungssumme wird durch die wegfallende Erbschaftssteuer steuerfrei ausgezahlt

Eine Risikolebensversicherung sollte außerdem immer an sich ändernde Lebensumstände angepasst werden können. Das lässt sich leicht bewerkstelligen, wenn die Risikolebensversicherung mit einer Nachversicherungsgarantie verbunden ist oder wenn eine Dynamik vereinbart wird. Durch die Nachversicherungsgarantie ist es dem Versicherungsnehmer freigestellt, die Deckungssumme ohne weitere Gesundheitsprüfung zu erhöhen, wenn neue Lebensverhältnisse (wie zum Beispiel  Heirat, Geburt von Kindern oder Immobilienkauf) dies erfordern. Mit einer Dynamik steigt die Versicherungssumme der Risikolebensversicherung Jahr für Jahr automatisch, solange der Versicherte nicht widerspricht. Beides sind gute Voraussetzungen für den optimalen Todesfallschutz.

 

Bildquelle © pixabay/Unsplash Lizenz: CC0-Lizenz

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