Startseite > Kreditkarten > Tipps > Ab Juli 2010: P-Konto bringt mehr Schutz für Schuldner
Startseite > Girokonten > Tipps > Ab Juli 2010: P-Konto bringt mehr Schutz für Schuldner
25.06.2010

Ab Juli 2010: P-Konto bringt mehr Schutz für Schuldner

Pfändungsschutzkonto: P-Konto bringt mehr Schutz für Schuldner Gute Nachricht für alle Schuldner: Ab dem 1. Juli 2010 kann man bei seiner Bank das Girokonto in ein Pfändungsschutzkonto, das sogenannte P-Konto, umwandeln lassen. Welche Auswirkungen die Reform des Kontopfändungsschutzes für Verbraucher bringt, erfahren Sie in unserem aktuellen Finanztipp.

Pfändungsschutzkonto mit Freibetrag

(dhe) Ein Leben ohne Girokonto können sich die wenigsten Menschen in Deutschland vorstellen. Ob Miete oder Gehalt - die wichtigen Zahlungen erfolgen über das Girokonto. Umso schlimmer ist daher eine Kontopfändung und eine damit verbundene Sperrung des Kontos. Leider handelt es sich dabei nicht um Einzelfälle. Nach Zahlen der Bundesregierung sind monatlich rund 350.000 Schuldner von einer Kontopfändung betroffen.

Bisher ist mit einer Pfändung immer eine bürokratische Odyssee für den Schuldner verbunden. Nach der Kontosperrung muss man einen Antrag auf Gewährung von Pfändungsschutz beim Vollstreckungsgericht stellen. Das Gericht rechnet dann den pfändungsfreien Betrag aus. Mit dem Gerichtsbeschluss begibt man sich wieder zur Bank, die dann den pfändbaren Teil des Guthabens an den Gläubiger und den unpfändbaren Teil an den Schuldner auszahlt. Das hat zur Folge: Mieten und andere Rechnungen kann man oft erst verspätet überweisen.

Einfach und unbürokratisch: Der automatische Pfändungsfreibetrag

Zum 1. Juli 2010 ändert sich diese zeitaufwendige Prozedur. Mit dem P-Konto kommt es nicht zu einer Kontosperrung. Die notwendigen Überweisungen kann der Schuldner somit weiter tätigen.

Ein weiterer Vorteil der Reform, die im vergangenen Jahr noch die Große Koalition im Bundesrat und Bundestag verabschiedete: Jeder Schuldner profitiert von dem neuen automatischen pfändungsfreien Grundbetrag von monatlich 985,15 Euro. In der Praxis heißt das: Bei einer Kontopfändung bleibt der Zugang für den Bankkunden bis zu diesem Pfändungsfreibetrag möglich.

Unterhaltspflichten, Sozialleistungen und Kindergeld können den pfändungsfreien Grundbetrag noch erhöhen. Die Nachweise vom Arbeitgeber oder einem anerkannten Schuldnerberater muss der Verbraucher bei der Bank vorlegen.

Schuldner, die den pfändungsfreien Anteil in einem Monat nicht komplett ausschöpfen, können den Betrag in den nächsten Monat mitnehmen. Ein solches Ansparen lohnt sich bei erwarteten Jahresrechnungen.

Einkunftsarten sind künftig unwichtig

Arbeitslose, Rentner oder Arbeitnehmer mussten bei einer Pfändung bisher ihre Einkunftsarten wie Arbeitslosengeld, Rente oder Gehalt bei Gericht und der Bank nachweisen. Beim neuen P-Konto wird darauf verzichtet. Die Einkunftsarten spielen jetzt keine Rolle mehr. Geldgeschenke und auch Einkünfte von Selbstständigen sind neuerdings bis zum Pfändungsfreibetrag geschützt.

Vom Girokonto zum P-Konto

Die Umwandlung eines Girokontos in ein P-Konto ist kostenlos. Ohne ein Girokonto bei der Bank kann man kein P-Konto eröffnen. Die Gebühren für die Kontoführung oder Überweisungen dürften aber teurer als beim herkömmlichen Girokonto werden. Die Banken werden vermutlich erst am 1. Juli 2010 die genauen Preise für das P-Konto veröffentlichen.

Jeder Verbraucher darf nur ein P-Konto führen. Wer ein Gemeinschaftskonto führt kann sein gemeinsames Girokonto nicht in ein P-Konto umwandeln. In diesem Fall muss man erst zwei einzelne Girokonten bei der Bank eröffnen.

Fazit: Ein P-Konto lohnt sich nur für Verbraucher, die verschuldet sind und in naher Zukunft eine Pfändung des Kontos befürchten.

Lohnt sich die Kreditkarte für finanzielle Engpässe?

Sicher kennen Sie die Situation eines finanziellen Engpasses, der überbrückt werden muss. Sei dies auf Grund einer größeren Anschaffung oder durch bestimmte Verbindlichkeiten, die erfüllt werden müssen. Besitzen Sie eine Kreditkarte, ist Ihnen höchstwahrscheinlich auch die Teilzahlungsfunktion bereits aufgefallen, die Ihnen eine Art Kredit ermöglicht. < ... weiter

Prepaidkarten – Kreditkarte ohne Kredit

Prepaid KreditkartePrepaid Kreditkarten erfreuen sich hierzulande immer größerer Beliebtheit. Im Gegensatz zu den klassischen Kreditkarten funktionieren diese jedoch auf Guthabenbasis, der Inhaber erhält also keinen Kredit. Vorteil dabei ist, dass auf eine Bonitätsprüfung verzichtet wird. Somit können auch Personen mit negativer Bonität oder geringem Einkommen die Vorzüge einer Kreditkarte nutzen. < ... weiter

Produkttests

Geld sparen mit Gebrauchtwaren: medimops.de im Test
Früher ging man auf den Flohmarkt oder durchsuchte die Kleinanzeigen der regionalen Tageszeitungen, wenn man Gebrauchtes kaufen wollte. Heute ist das deutlich leichter, denn im Internet verkaufen nicht nur Privatpersonen ihre alten Schätze über eBay und Co: Viele Händler haben sich auf den Wiederverkauf gut erhaltener Produkte spezialisiert. Doch wie gut ist die Qualität der angebotenen Artikel? Und lässt sich mit dem Kauf von Gebrauchtwaren wirklich Geld sparen? mehr...

Im Test: Die Kfz-Versicherung der AllSecur mit Marten
Es ist Herbst in Deutschland und auf den Straßen treibt ein finsterer Gesell sein Unwesen. Die Opfer: Ahnungslose Autos. Denn ganz egal, ob Hagelschaden, Blechschaden oder Diebstahl: Marder Marten hat seine Finger im Spiel. Sein Gegner ist die Kfz-Versicherungsmarke AllSecur. Ob diese auch im richtigen Leben die Oberhand behält, verraten wir Ihnen in unserem Produkttest der Kfz-Versicherung. mehr...

Im Test: Der Direktkredit der SWK Bank
Bei der SWK Bank kann man einen Ratenkredit direkt online bestellen. Innerhalb von 30 Sekunden soll man dabei eine Antwort erhalten, ob man zwischen 1.000 und 50.000 Euro als Kreditsumme erhalten kann. Das Geld würde dann innerhalb von zwei Arbeitstagen auf dem Konto des Antragsstellers sein. Ob sich das Angebot lohnt, erfahren Sie in unserem Produkttest des Direktkredits der SWK Bank. mehr...

Im Test: Das Festgeld der GarantiBank
Bringen vierblättrige Kleeblätter auch Bankkunden Glück? Die Garantibank versucht es auf jeden Fall und setzt den vermeintlichen Glücksbringer nicht nur in ihr eigenes Logo. Auch im Namen der Festgeldanlage findet sich das Kleeblatt wieder. Ob Sie sich bei dieser Geldanlage nur auf ihr Glück verlassen sollten, erfahren Sie in unserem Test des Kleeblatt-Festgeld-Kontos. mehr...

Im Test: Das Top-Zinskonto der Norisbank
Die Norisbank ist eine Tochter der Deutschen Bank und bezeichnet sich selbst als "ersten Qualitätsdiscounter im deutschen Bankenmarkt." Jetzt hat die Norisbank ihren Tagesgeld-Aktionszins noch einmal erhöht. Wir haben uns das Top-Zinskonto der Norisbank genauer angesehen. Ist der Name Programm? Die Antwort auf diese Frage lesen Sie hier in unserem Produkttest. mehr...