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28.07.2014

Laufzeiten und Kündigungen bei Krediten und Versicherungen

Laufzeiten und Kündigungen bei Krediten und Versicherungen_Bild 1Die Planung für die Anschaffung größerer Einrichtungen, Hausbau, Wohnungssanierung oder ähnlichem ist ein langwieriger Prozess. Versicherungen haben oft lange Laufzeiten, die nur durch bestimmte Bedingungen eine Kündigung erlauben. Doch mit dem neuen Versicherungsvertragsgesetz sind Sonderkündigungen vor Ablauf der vertraglich festgesetzten Zeit nun möglich. Kündigungen zur richtigen Zeit und mit der richtigen Begründung sind sinnvoll für Refinanzierungen oder für den Wechsel bei besseren Bedingungen. Versicherte sind sich jedoch häufig nicht bewusst, wie viel Geld sie einsparen können und welche Laufzeiten bei welchen Verträgen sinnvoll sind. Dabei ist dies sowohl bei Krediten, als auch bei KFZ-, Lebens- oder Hausratversicherungen machbar.

Inhalt:

1. Baufinanzierung

2. Lebensversicherung

3. Kfz-Versicherungen

4. Hausratversicherungen

5. Fazit

1. Baufinanzierung

1.1 Zinsentwicklung und Planung

Eine Wohnung oder ein Haus zu bauen, ist ohne eine Baufinanzierung und Kreditaufnahme kaum möglich. Der Vorteil für die finanziellen Berechnungen liegt in der langfristigen Planung des Vorhabens, denn dadurch können Hausbauer Preisschwankungen des Marktes und Zinsentwicklungen besser berücksichtigen. Wichtig ist es, die Märkte im Auge zu behalten, wenn eine Familie sich zu einem Kredit entschlossen hat. Faktoren wie politische Ereignisse und die finanzielle Lage Europas und der USA hängen eng miteinander zusammen und spiegeln sich in den Zinsen wieder. Eine genaue Vorhersage der nächsten Jahre kann niemand leisten, doch einige Zinsrechner können Perspektiven liefern. Die letzten zehn Jahre zeigen deutlich, wie stark die Zinsen zurückgegangen sind.

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Deshalb ist es sinnvoll, früh zu planen und Finanzierungen zu beantragen, denn bei fünf Jahren Vorlaufzeit könnten die im Vertrag festgelegten Zinsen bei Beginn der Finanzierung über den tatsächlichen Zinsen liegen. Außerdem ist die Zeit sinnvoll, um das Eigenkapital zu vergrößern.

Der Eigenteil sollte bei mindestens 30 Prozent liegen, denn so kann der Zins für den Kredit niedriger ausfallen.

Die monatliche Tilgungsrate sollten Hausbauer realistisch ansetzen und das Eigenheim möglichst schnell beziehen, um Miete und Nebenkosten einsparen zu können.

1.2 Anschlussfinanzierung

Viele Baufinanzierungen laufen über einen Zeitraum von 15 bis 20 Jahren. Doch nicht alle Verträge sind über diesen Zeitraum festgelegt und die größte Anzahl der vergebenen Kredite liegt bei fünf bis zehn Jahren. Hauskäufer nutzen häufig eine höhere Tilgungsrate, um lange Laufzeiten vorzubeugen. Dieser finanziellen Belastung halten aber nicht viele Monatsgehälter stand. Deshalb kann es durchaus sinnvoll sein, eine Anschlussfinanzierung, entweder bei der eigenen oder einer anderen Bank zu wählen.

Das Kreditunternehmen muss dem Kreditnehmer drei Monate vor Ende der Zinsbindung mitteilen, welche Bedingungen für eine Verlängerung bestehen. Oft ist ein Wechsel sinnvoll, um mit Sondertilgungen einen großen Teil der Schulden abzubauen und nur einen Teil der Restschuld zu finanzieren, denn dadurch sinken die Zinsen. Es ist nicht notwendig, mit der folgenden Finanzierung die gesamte Schuld zu tilgen, denn eine dritte oder vierte Finanzierungsrunde ist durchaus angebracht. Wenn beispielsweise die Hypothekenzinsen sehr hoch sind, ist es möglich, eine anschließende Finanzierung mit kürzerer Zinsbindung zu wählen, um eine weitere Runde nach fünf Jahren zu starten.

Sinnvoll ist es, viele unterschiedliche Angebote für Umschuldungen oder Anschlüsse einzuholen und auf den rechtzeitigen Anschlusstermin zu achten.

1.3 Konsequenzen bei Vertragsabbruch oder Veränderungen

Wer frühzeitig aus seinem Vertrag aussteigen will, muss die Banken und Kreditnehmer dafür entschädigen. Oft sind die Abbrüche nicht freiwillig, sondern aus äußeren Umständen wie Kündigung, Todesfall oder Scheidungen entstanden. Als Alternative zur Privatinsolvenz nutzen viele die Kündigung des Kredits und den Verkauf der Immobilie. Die Banken verlangen einen gewissen Prozentsatz auf die restliche Kreditsumme als Vorfälligkeitsentschädigung. Im Durchschnitt liegen diese momentan bei elf Prozent, was der Verband der Verbraucherzentralen (VZBV) kritisiert. Die EU-Richtlinie zu Immobilienkrediten soll bis 2015 umgesetzt sein und fordert unter anderem transparente Kosten bei komplexen Finanzierungskombinationen und eine Standardisierung der Berechnungen. Weitere Informationen liefert der VZBV.

Laufzeiten und Kündigungen bei Krediten und Versicherungen_Bild 2

Laut Gesetz sind Verträge mit einer Zinsbindungsfrist von zehn Jahren entschädigungsfrei kündbar, selbst wenn der Vertrag weitere Jahre zu erfüllen wäre. Gibt es keine festen Regeln, ist die Kulanz der Bank gefragt, die im ungünstigsten Fall die Kosten hochtreibt. Es sollten beim Abschluss des Darlehens Sondertilgungsrechte im Vertrag stehen, welche die Entschädigung drücken können. Variable Kredite beinhalten oft vertragliche Kündigungsoptionen und sind entsprechend ohne Nachzahlungen.

1.4 Laufzeiten-Kombination

Einige Banken bieten das Splitting von Hypothekendarlehen an, das festgelegte Laufzeiten von beispielsweise fünf und zehn Jahren festlegt. Dies ist jedoch nur für Personen sinnvoll, welche diese Kredite mit geringeren Zinsbindung in diesen Laufzeiten vollständig tilgen können. Ansonsten ergeben sich ungünstige Folge-Zinssätze für den Kunden. Dabei kommt es ebenso auf die Tilgungsrate, als auch auf die bestimmten Laufzeiten-Kombinationen an. Fachleute sehen in Duos von zehn und fünfzehn Jahren bessere Optionen, wenn die vollständige Tilgung möglich ist.

Die Kombination von Krediten kann nur dann nützen, wenn der Vertrag auf Ziele und finanziellen Rahmen des Kreditnehmers abgestimmt ist. Bausparen ist oft sinnvoll, wenn in wenigen Jahren beispielsweise Modernisierungen anstehen oder Darlehen vor steigenden Zinsen zu schützen sind.

2. Lebensversicherung

2.1 Gründe für einen Abschluss

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Viele Personen schließen eine Lebensversicherung als Geldkapital-Anlage ab, um im Alter abgesichert zu sein. Hauptgrund ist die finanzielle Unterstützung der Angehörigen oder eine Kreditsicherheit im Falle von hohen Schulden. Die Verzinsung der Lebensversicherung ist in den letzten Jahren gesunken und so die Höhe der Gewinnbeteiligung ebenfalls. Deshalb müssen Versicherte die Verträge genau kalkulieren und die besten Tarife aussortieren. Im Schnitt liegt die Verzinsung bei 4,1 Prozent, Tendenz sinkend. Der Zinsrückgang an den Märkten führt dazu, dass Versicherer weniger einnehmen und Überschüsse nicht gutschreiben können.

2.2 Laufzeit verkürzen oder verlängern

Bei Verlängerungen von Lebensversicherungen sollten die Versicherten genau auf die Umstände achten. Bei Abschluss des Vertrages als Kapital-Anlage könnte das Ende der Laufzeit auf dem Rentenbeginn liegen. Als Absicherung einer Baufinanzierung sollte der Zeitraum ausreichend lang sein, um die Restschuld begleichen zu können. Bei einer Kürzung aus unterschiedlichen Gründen, wie schlechte Überschussbeteiligung oder teure Gesellschaften, kommt es darauf an, die endgültige Laufzeit zu wählen und Rückkaufswert und voraussichtliche Auszahlungen zu berechnen. Nach einer Verkürzung können Versicherte die Versicherung für einige der letzten Jahre beitragsfrei stellen lassen. Das bedeutet, dass die Ablaufleistung niedriger ausfällt, Zusatzversicherungen wegfallen und die Versicherungssumme niedriger ist. Weiterführende Auskünfte liefert der Bund der Versicherten.

2014 entschied der Bundesgerichtshof, dass Kunden Jahre nach Abschluss Rückabwicklungen verlangen können, wenn sie nicht ausreichend über das Widerspruchsrecht informiert wurden.

2.3 Optimale Auszahlungen

Die Laufzeit sollte bis zum Schluss eingehalten sein, um die größte Summe herauszuholen. Bei kapitalgebundenen Lebensversicherungen erhält der Versicherte alle Beiträge, die er eingezahlt hat. Rendite bedeutet ein Plus aus Zinszahlungen und Überschussbeteiligungen, die ebenfalls dazu kommen. Wer die Versicherung auflöst, erhält den Rückkaufswert, der jedoch geringer ausfallen kann, als die eingezahlten Beträge. Eine weitere Option liegt im Verkauf der Versicherung an Interessierte, was oftmals höhere Verkaufssummen einbringen kann.

2.4 Risikoschutz nutzen

Viele Experten empfehlen, die Altersvorsorge von dem Risikoschutz im Todesfall zu trennen. Bei den Kapitallebensversicherungen mit Todesfallschutz kommt eine individuell vereinbarte Summe an die Angehörigen. Beim Erreichen des Vertragsendes erhält der Versicherte die Summe auf einmal oder in monatlichen Raten. Risikolebensversicherungen bedeuten, dass der Versicherte monatlich oder jährlich einzahlt und im Todesfall eine festgelegte Summe an die Hinterbliebenen ausgezahlt wird. Bei Vertragsende erlischt die Versicherung, ohne Auszahlung.

Laufzeiten und Ku?ndigungen bei Krediten und Versicherungen_Bild 4.jpgWer dennoch die Kapitallebensversicherung wählt, sollte darauf achten, den Risikoschutz mit einer guten Höhe zu versehen. Der Mindesttodesfallschutz muss bei vielen Versicherungen mindestens 50 Prozent der Beiträge beinhalten. Bei einem niedrigen Risikoschutz am Ende der Laufzeit gibt es keine steuerlichen Vorteile, denn dann sind Abgeltungssteuer, Soli oder Kirchensteuer zu bezahlen. Bei den hohen Risikoschutzbeiträgen sind die Erträge nur bis zur Hälfte

zu versteuern. Die Versicherungssumme sollte beim drei- bis fünffachen des Bruttojahresverdienstes liegen.

2.5 Bewertungsreserven

Bisher mussten Versicherungen ihre Kunden bei Kündigung oder Ablauf der Lebensversicherung zur Hälfte an den Bewertungsreserven beteiligen. Doch seit August 2014 ist die automatische Beteiligung nicht mehr gegeben. Das beschloss der Bundestag in der Reform der Lebensversicherungen. Bewertungsreserven sind dann vorhanden, wenn der Marktwert der Kapitalanlage über dem Wert der Anschaffung liegt. Dies liegt unter anderem an den Niedrigzinsen auf dem Markt. Wer 2014 aussteigt oder auslaufende Verträge besitzt, wird weniger Bewertungsreserven und niedrige Rückkaufswerte erhalten. Diese Begrenzung soll wieder fallen, wenn die Kapitalmarktzinsen erneut ansteigen. Jedoch sollte jeder Versicherte jetzt nicht voreilig kündigen oder neue Verträge abschließen, sondern in Ruhe die Optionen berechnen.

3. Kfz-Versicherungen

3.1 Verträge wechseln

Ohne Kfz-Haftpflichtversicherung kann ein Autofahrer sein Fahrzeug nicht führen. Grund für die Versicherung ist der finanzielle Schutz von Unfallverursacher und Opfern. Teilkasko greift bei Schäden für Brand, Explosion, Diebstahl, Wild oder Unwetter am eigenen Fahrzeug. Vollkasko ist zusätzlich für Vandalismus und selbstverursachte Schäden zuständig.

Bei Vertragswechsel sollten Fahrzeughalter auf Zusatzversicherungen achten, wie beispielsweise einen Schutzbrief für Pannenhilfe, Abschleppdienst oder Krankenrücktransport. Stichtag ist der 30.11., damit am ersten Januar ein neuer Vertrag eingegangen sein kann. Entscheidend sind der vorherige Vergleich und die Versicherungsart. Bei der vorgeschriebenen Haftpflicht ist nach Preis zu entscheiden und Automodell und bisherige Unfallstatistik zu berücksichtigen.

3.2 Gründe für Kündigungen

3.2.1 Fahrzeugwechsel

Bei dem Neukauf eines Autos während der Vertragslaufzeit können Kunden das Sonderkündigungsrecht nutzen, bevor der Verkauf abgeschlossen ist. Der Käufer übernimmt die bisherige Versicherung automatisch, besitzt bei einem Neukauf jedoch ebenfalls das Sonderkündigungsrecht, das einen Monat nach dem Kauf gültig ist. Ist das Fahrzeug nicht angemeldet, ruht die Versicherung.

3.2.2 Preiserhöhung

Laufzeiten und Kündigungen bei Krediten und Versicherungen

Einige Anbieter erhöhen die Beiträge, obwohl keine Erweiterung des Versicherungsschutzes besteht. In diesem Fall kann der Versicherte gesondert kündigen. Bei teureren Summen durch die Änderung der Typklasse oder der Region des Fahrzeugs gilt die außerordentliche Kündigung ebenfalls. Steigen die Preise aufgrund eines Schadenfalls, ist dies kein ordentlicher Kündigungsgrund. Die PKW-Typklassen gibt es auf folgender Seite zu finden.

3.2.3 Schadenfall

Das Sonderkündigungsrecht schließt die Kündigung der Versicherung nach einem Schadenfall ein. Kündigungsfrist liegt bei vier Wochen seit Leistungsanerkennung oder -verweigerung. Die Versicherung ist komplett zu kündigen, inklusive Teilkasko und Vollkasko. Bei dem Wechsel der Police ist eine Rückstufung jedoch auch beim neuen Anbieter vorzunehmen. Die Anzahl der Schadenfälle liegen dem neuen Versicherer nach Vertragsabschluss durch den vorherigen Anbieter vor.

3.3 Tipps

Laufzeiten und Kündigungen bei Krediten und Versicherungen_Bild 6Zu den Auswahlkriterien bei Voll- oder Teilzeitkasko gehört das Alter des Autos, ob Fahrer über 21 den Wagen bedienen und welche Schadenfreiheitsklasse der Versicherer besitzt. Bei älteren Fahrzeugen empfiehlt sich eher eine Teilkasko und im Falle einer Vollkasko sollte eine hohe Deckungssumme, bei 100 Millionen Euro vorhanden sein, um sehr hohe Schulden nicht mit dem Privatvermögen zahlen zu müssen. Fahranfänger können sparen, indem sie Familien-Regelungen der Policen nutzen oder das Auto als Zweitwagen der Eltern anmelden. Einige Anbieter geben Rabatt auf Barkäufe oder bei sofortiger Zahlung der gesamten Summe. Es gibt weitere Vergünstigungen bei geringer Jahreskilometerleistung, bei der Nutzung von Garagenparkplätzen oder wenn der Versicherer den Wagen alleine fährt.

4. Hausratversicherungen

4.1 Unterschiedliche Versicherungsstufen

Die Hausratversicherung beinhaltet alle Gebrauchsgegenstände und Einrichtungen im Haushalt, wie Möbel, Bekleidung, Haushalts- oder Arbeitsgeräte. Sport- und Freizeitgeräte gehören ebenso dazu, wie Markisen oder Antennenanlagen. Nicht eingeschlossen sind in den meisten Grundversicherungen die Deckung durch Elementar- oder Überspannungsschäden oder Fahrraddiebstahl. Diese zusätzlichen Versicherungen können dazu gebucht sein, wenn es sich um Erdbeben, Erdrutsch, Hochwasser oder Lawinen handelt. Dabei sind die Regionen in unterschiedliche Gefährdungsklassen eingeteilt, Stufe eins bis drei ergibt meist Beitragsaufschläge zwischen zwei und drei Prozent. In Regionen mit sehr hohem Risiko, beispielsweise in Überschwemmungsgebieten, sind einige Versicherungen nicht bereit, die Elementarschutzversicherung anzubieten. Andere Anbieter setzen hingegen erhöhten Selbsterhalt in den Vertrag.

4.2 Schadenereignisse

Zu den Ereignissen, die durch die Versicherung abgedeckt sind, gehören:

» Brand

» Raub

» Einbruchdiebstahl

» Vandalismus

» Explosion und Verpuffung

» Leitungswasser

» Sturm und Hagel

Laufzeiten und Kündigungen bei Krediten und Versicherungen

Die Versicherung übernimmt keine Kosten für Schäden, die durch Vorsatz oder grobe Fahrlässigkeit entstanden sind. Waren beispielsweise bei Sturm oder Hagel die Fenster und Türen nicht richtig verschlossen oder lief Wasser durch Reinigung, Wasserbetten oder Aquarien aus, muss die Versicherung nicht zahlen. Wichtig ist eine Dokumentation der Gegenstände, die beschädigt wurden, durch Fotos, Videos oder andere Nachweise. Deshalb sind einfache Diebstähle ohne Beweis von Einbruchsspuren oft nicht nachvollziehbar. Kurzschlüsse in technischen Geräten sind nicht über die Versicherung gedeckt.

Bei einem Schadenereignis sollten die Betroffenen ihre Versicherung rechtzeitig informieren, damit der Schaden so schnell wie möglich zu begutachten ist. Zu schnelle Aufräumarbeiten können zu verminderter Entschädigung führen. Deshalb ist es notwendig, Fotos zu machen und Zeugen für Aussagen bereit zu halten.

4.3 Schadenorte

Grundsätzlich fallen unter die Versicherung neben Wohnung und Haus Balkone, anschließende Terrassen, Garagen auf dem Grundstück oder in der Nähe, ausgewiesene Stellflächen und Räume in Nebengebäuden. Eigentum, das der Versicherte im Urlaub mit sich trägt, ist ebenfalls über die Police versichert. Nicht zur Versicherung gehören beruflich oder gewerblich genutzte Räume, die nicht über die Wohnung betreten sein können und Orte außerhalb der bezeichneten Wohnung. Wer bei einem Schadenfall in einem Hotel übernachten muss, kann je nach Versicherung die Kosten erstattet bekommen, sowie Transporte, Lagerungen oder Aufräumarbeiten. Hausbesitzer sollten darüber hinaus eine Wohngebäudeversicherung besitzen, die für Gebäude und fest verbundene Teile zuständig ist.

4.4 Gründe für eine Kündigung

Die meisten Hausratsversicherungen laufen ein bis drei Jahre, wenige bieten längere Fristen an. Meist ist eine dreimonatige Kündigungsfrist zum Ende des Versicherungsjahres im Vertrag festgeschrieben. Außerordentliche Kündigungen sind innerhalb von einem Monat möglich, wenn bestimmte Gründe vorliegen. Darunter fällt die Beitragserhöhung der Versicherung, welche der Anbieter rechtzeitig und schriftlich angekündigt haben muss. Im Schadenfall kann der Kunde die Versicherung ebenfalls auflösen lassen, egal ob der Schaden übernommen wird oder nicht. Wer umzieht, kann die Police kündigen, da die Versicherungsgegenstände wegfallen oder sich der Wert verändert. Ziehen zwei oder mehrere Personen zusammen, ist die jüngere Versicherung zuerst zu kündigen. Liegt ein Schaden vor, kann jedoch auch die Versicherung dem Versicherten kündigen. Oft ist das der Fall, wenn Verbraucher hohe Schadenquoten besitzen.

4.5 Berechnung der Versicherungssumme

Wichtig ist es, den Wert der Gegenstände realistisch zu erfassen. Einige Policen bieten nach Wohnfläche berechnete Pauschalen an, doch individuelle Summen kommen dem Wert meist näher. Eine Unterversicherung im Falle einer kompletten Zerstörung der Wohnung könnte zu höheren Kosten führen, als in der Versicherung abgesprochen. Über Kataloge, Kaufbelege oder Preislisten können Versicherte den genauen Wert ermitteln. Sie sollten dabei immer auf den Neuwert achten und bei Neuanschaffungen die Versicherungssumme anpassen. Zu der Berechnung gehören außerdem der Wohnort, Wohnumfeld, Bauartklasse und regelmäßige Nutzung der Wohnung. In größeren Städten sind viele Versicherungen meist teurer, doch wer eine kleine Selbstbeteiligung einträgt, kann die Beiträge deutlich senken. Viele Policen bieten Wertermittlungsbögen an, die helfen können, den genauen Wert des Hausrats zu erkennen. Darin sind Zimmer und Einrichtungsgegenstände vorgelistet, die als Ansatz zu der eigenen Berechnung dienen sollen. Grundsätzlich gilt, die versicherte Summe nicht zu niedrig anzusetzen und bis zu zehn Prozent vorsorglich hinzuzurechnen.

5. Fazit

Kunden können viel Geld sparen, wenn sie die Laufzeiten ihrer Versicherungen und Kredite sehr gut im Auge behalten und bei entsprechenden Veränderungen zu ihren Ungunsten rasch reagieren. Bei den vielen Angeboten kann der Überblick schnell verloren gehen. Deshalb sollten Versicherte immer auf ihre eigenen Bedürfnisse achten und Zusatzoptionen nur dann wählen, wenn diese wirklich relevant sind, wie beispielsweise beim Fahrraddiebstahlschutz oder Schutz vor Wasserschäden. Den Deckungsumfang können Versicherte bei vielen Policen jedoch erhöhen oder anpassen lassen. Individuelle Lösungen eignen sich für Fahrzeuge ebenso wie für die Baufinanzierung. Pauschale Angebote sind nur dann nützlich, wenn sie den Schaden ausreichend abdecken können und keine ungünstigen Details enthalten sind, wie Bindung an bestimmte Werkstätten bei PKWs oder versteckte Kosten bei Baukrediten durch die fehlende Unterscheidung zwischen Bereitstellungs- und Effektivzinsen. Wer genau hinschaut, kann unnötige höhere Beiträge vermeiden.

 

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Quellen:

http://www.aktuelle-bauzinsen.info/entwicklung-bauzinsen.html

http://www.gdv.de/produkte/typklassen-und-regionalklassenabfrage/

http://www.europace.de/wp-content/uploads/2014/05/Europace-Report_1-2014_Final.pdf

https://www.bundderversicherten.de/Lebensversicherung

http://www.vzbv.de/13600.htm

http://de.statista.com/statistik/daten/studie/6782/umfrage/ausgezahlte-leistungen-der-lebensversicherung-seit-1990/

https://www.youtube.com/watch?v=Sm5tbnxOYvo

 

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