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11.05.2011

Im Test: Das Tagesgeldkonto der Targobank

Nachteile und forium.de Testurteil zum Tagesgeld der Targobank

Nachteile

Der Giro-Konto-Zwang zum Tagesgeld der Targobank ist für den Kunden nicht nachvollziehbar, für die Bank kann er jedoch nützlich sein. Denn wer erst mal ein neues Girokonto hat, nutzt es vielleicht auch als Gehaltskonto, um zusätzliche Gebühren zu vermeiden. Und schnell wird aus einem Neukunden ein Bestandskunde, der vielleicht noch andere Produkte der Bank nutzen möchte.

Ansonsten bietet das Best-Konto nicht die besten Bedingungen: Geldabheben ist nur in Deutschland an rund 2.500 Cashpool-Automaten kostenlos. An Automaten im Ausland mit Cirrus-Symbol werden mit der Kundenkarte oder der girocard mindestens 4,95 Euro, bzw. ein Prozent des abgehobenen Betrags fällig. Eine Kreditkarte zum Girokonto gibt es nur gegen die zusätzliche Gebühr von 40 Euro, ab 2.500 Euro Jahresumsatz ist sie allerdings gebührenfrei. Mit der BestGold-Karte wäre zumindest innerhalb der Europäischen Währungsunion das Geldabheben kostenlos.

Leider kein Einzelfall: Neukundenangebote sind für Neukunden. Und so bekommt nur derjenige den Aktionszins, der innerhalb der letzten zwölf Monate kein Tagesgeldkonto bei der Targobank geführt hat. Für Bestandskunden gibt es fast die Hälfte weniger beim Zins.

Die Zinsen wiederum werden jährlich nur einmal zum 31. Dezember gutgeschrieben. Das ist schlecht für den Zinseszinseffekt, dieser stellt sich erst ein, wenn auch die Zinsen wieder Zinsen erarbeiten. Und das geht nun einmal schneller, wenn Zinsen beispielsweise monatlich oder zumindest vierteljährlich gutgeschrieben werden.

Achtung "Großanleger": Den Aktionszins bei der Targobank gibt es nur auf Tagesgelder bis 50.000 Euro. Alles, was darüber liegt, wird jedoch nicht mit dem aktuell geltenden Zins, sondern lediglich mit 0,5 Prozent verzinst. Wer sehr viel Geld anlegen will, senkt also seinen Zins-Durchschnitt ganz schnell.

Wie ist Ihre Meinung zum Tagesgeld der Targobank?

forium.de Testurteil

Immer diese Neukundenangebote. Die Targobank ist längst nicht die Einzige, die auf diesem Weg versucht, sich einen größeren Kundenstamm anzuwerben. Aber schade um die Bestandskunden, die auch hier wieder in die Röhre gucken müssen. Warum bedankt sich nicht mal eine Bank mit einem Sonderzins nur bei den Stammkunden? Ja, warum auch.

Ansonsten: Der Aktions-Zins des Tagesgeldkontos ist hoch im aktuellen Vergleich. Die Zinsgarantie schützt vor plötzlichen Zinssenkungen auf dem wankenden Tagesgeld-Markt und die Anlagesumme bis 50.000 Euro wird von manch anderer Bank auch noch unterboten. Ohne Aktionszins sieht das Konto allerdings ein bisschen blasser aus.

Wer nicht aufpasst und mit seinen Einlagen bei der Targobank unter die 2.500 Euro-Marke rutscht, zahlt schnell Gebühren für das Girokonto. Der Kunde mindert also seine Zins-Einnahmen durch ein Girokonto, das er eigentlich nicht braucht.

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