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11.03.2015

Gold auf seinem Weg nach Hause: Die Bundesbank holt den zweitgrößten Schatz der Welt zurück in die eigenen vier Wände

Gold auf seinem Weg nach Hause: Die Bundesbank holt den zweitgrößten Schatz der Welt zurück in die eigenen vier WändeEs ist eine Geschichte von riesigen Goldkammern, streng geheimen Überführungsoperationen, globalem Networking und Milliardensummen ? eine Geschichte, wie man sie sich leicht auch auf großer Leinwand und mit dramatisch unterlegter Musik vorstellen könnte. Zu groß für den heimischen Bildschirm, gerade richtig für das ganz große Kino. Doch mit der gleichen lässigen Faszination wie bei einer Hollywoodinszenierung lässt sich diese Geschichte dann doch nicht verfolgen: Geht es doch hier um nichts mehr und nichts weniger als um einen Goldtransfer, der den Finanzhaushalt einer ganzen Nation betrifft.

Fakt ist: Seit nunmehr gut zwei Jahren erreichen dutzende Tonnen von Goldbarren den Zentralsitz der Bundesbank in Frankfurt am Main. Sie stammen aus den Weltmetropolen Paris, London und New York ? und legen ihren Weg nach Hessen im Zuge mehrerer Transportaktionen zurück, die als Unter-der-Hand-Aktionen unter größter Sicherheitsstufe und penibler Planung erfolgen.

Was zunächst mysteriös klingen mag, findet seine Erklärung in dem Beschluss der Bundesbank, die im Ausland eingelagerten Goldreserven Deutschlands in heimische Gefilde zu holen. Tatsächlich ist die Bundesrepublik im Besitz des zweitgrößten Goldschatzes der Welt. Von eben jenem wird aber lediglich ein Drittel innerhalb der eigenen Landesgrenzen verwahrt. Der Rest füllt Tresore in Paris, London und New York. Bis jetzt. Denn bis 2020, so der Plan der Bundesbank, soll die Hälfte der Goldreserven in den heiligen Bankhallen Frankfurts angekommen sein. Es handelt sich um eine groß angelegte Sieben-Jahres-Mission, die, so der Präsident der Bundesbank Jens Weidmann, derzeit ?voll im Zeitplan? läge. Und das, obwohl die Lieferungen aus London und New York angeblich eher schleppend anliefen.

Doch wie kommt es überhaupt, dass Deutschland tonnenweise Gold anhäuft, um es dann fernab der eigenen Bundesrepublik-Wände einzuschließen? Wie sich unter http://www.goldsilbershop.de/goldreserven-deutschland.html ausführlich nachlesen lässt, hat dieser Umstand die spezielle deutsche Historie zum Hintergrund. Demnach wurde der Grundstein zu den aktuellen Goldtransfers gelegt, als im Nachkriegsdeutschland der Wirtschaftsboom mit den Unsicherheiten eines geteilten Deutschlands zusammenprallte. Die Vorgängerin der heutigen Bundesbank beschloss 1951, das dank der florierenden Export-Wirtschaft beträchtlich wachsende staatliche Vermögen in Goldbarren umzumünzen. Bis in die 1960er Jahren stapelte sich in rasantem Tempo Barren auf Barren ? deren Sicherheit man am ehesten im Ausland gewährleistet sah. Zu bedrohlich standen sich auf deutschem Boden die Weltmächte gegenüber. In Zeiten des Kalten Krieges sollte der deutsche Finanzhaushalt hinreichend außerhalb der Landesgrenzen gesichert sein. Im Krisenfall, so die Überlegung, könne man das Gold in Devisen ummünzen.

Nun steht die Bundesrepublik schon lange nicht mehr im Fokus eines Kalten Krieges, ein gewichtiges Argument für die ausländische Einlagerung ist damit hinfällig. Doch auch heute noch lässt man Vorsicht walten und behält mögliche zukünftige Krisenfälle im Blick: Als Absicherung für selbige verbleibt auch noch nach 2020 deutsches Gold in den Tresoren New Yorks und Londons. Schließlich könnten die gewichtigen Wertanlagen in Krisenzeiten beliehen oder in eine andere Währung umgetauscht werden, so Bundesbank-Vorstand Carl-Ludwig Thiele. Der Bestand bei der Banque de France hingegen soll vollständig aufgelöst werden: Mit Einführung der gemeinsamen europäischen Währung wurde das Devisen-Argument für Frankreich überholt.

Alle Goldwege führen damit zurzeit nach Frankfurt. Welche es genau sind, wissen nur die Verantwortlichen. Sicher ist aber: Es ist ein üppiger Schatz, der sich da auf seinen Weg macht. Einer, der als zweitgrößter Goldschatz der Welt beziffert werden darf ? und mit Sicherheit als millliardenschwer. Wie hoch der Wert tatsächlich ausfällt, hängt natürlich von den jeweils aktuellen Goldtageskursen ab. Legt man aber den derzeitigen Marktpreis zugrunde, dürfte sich der Wert des goldigen Schatzes auf circa 105 Milliarden Euro bemessen. Eine Summe, die ohne Zweifel jedem Hollywood-Drehbuch alle Ehre gemacht hätte...

Bildquelle © pixabay/PublicDomainPictures Lizenz: CC0-Lizenz

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