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29.06.2010

Fremdwährungskonto: Schweizer Franken statt Euro?

Fremdwährungskonto: Schweizer Franken statt Euro?Wie sicher ist die europäische Gemeinschaftswährung? Vor kurzem sank der Euro sogar unter die 1,20 US-Dollar-Marke. Aus Angst vor dem Wertverlust des Euros flüchten manche Anleger in Gold und Immobilien. Mit dem Fall des Euro werden aber auch fremde Währungen als alternative Anlage interessant. Unser Finanztipp zeigt die möglichen Risiken und Chancen eines Fremdwährungskontos.

Fremdwährungskonten in US-Dollar, Britischen Pfund und Co.

(dhe) Das Vertrauen in den Euro sinkt. Das merken jetzt auch die Banken, denn das Interesse an Fremdwährungskonten steigt. Während der Euro seine größten Turbulenzen erlebte, verzehnfachten sich die Neueröffnungen bei den Fremdwährungskonten, so Dirk Althof, Sprecher der Direktbank Cortal Consors auf forium.de-Anfrage.

Wie bei einem Tagesgeld- oder Girokonto (comdirect) ist das Geld auf dem Fremdwährungskonto für den Kunden täglich verfügbar. Barabhebungen in der vom Kunden gewählten Fremdwährung sind nicht möglich, wohl aber Ein- und Auszahlungen per Überweisung oder Scheck. Banken bieten häufig nur Fremdwährungskonten in US-Dollar, Britischen Pfund oder Schweizer Franken an. Angebote in brasilianische Real oder südafrikanische Rand findet man nur selten.

Risiken

US-Dollar, Schweizer Franken oder Britsches Pfund? Bevor man ein Fremdwährungskonto eröffnet muss man sich für eine Währung entscheiden. Bei Cortal Consors wurde in der letzten Zeit das Fremdwährungskonto in Schweizer Franken stärker als ein US-Dollar-Konto nachgefragt, so Althoff.

Doch kein Finanzexperte kann sagen, wie sich die Währungskurse zum Euro oder der Euro selbst entwickeln werden.

Fremdwährungskonten sind und bleiben somit sehr spekulativ. Denn mit der Eröffnung eines Fremdwährungskontos setzt man auf den Fall des Euros bzw. die Wertsteigerung des Franken oder der anderen Währungen gegenüber dem Euro.

Kontogebühren

Direktbanken wie Cortal Consors erheben in der Regel keine Gebühren für das Führen eines Fremdwährungskontos. Bei Filialbanken kann die monatliche Kontoführungsgebühr durchaus die 20 Euro-Marke übersteigen.

Kosten für An- und Verkauf der Währung

Neben den möglichen Kontengebühren sollte man vor dem Abschluss einen genauen Blick auf die Kosten, die durch den An- und Verkauf der Währung entstehen, richten. In der Fachsprache werden diese "Bid/Ask-Spread" genannt. Zusätzlich verlangen manche Banken noch eine Gebühr für jeden Währungstausch. Bei Cortal Consors liegt diese Gebühr bei 19,95 Euro.

Fazit: Bei einer Kontoauflösung kann der Anleger bei einer stabilen Währung zwischen 0,5 Prozent und 4,0 Prozent der Anlagesumme verlieren. Achten Sie auf diese Kostenfaktoren und vergleichen Sie die Konditionen mit anderen Banken.

Null Prozent Zinsen bei US-Dollar, Schweizer Franken und Britischem Pfund

Bei in US-Dollar, Schweizer Franken oder Britischem Pfund geführten Fremdwährungskonten zahlen die Banken derzeit keine Zinsen für das angelegte Geld. Anders sieht das bei den Konten mit schwankenden Währungen aus, dort wird das angelegte Geld teilweise gut verzinst. So erhalten comdirect bank-Kunden fünf Prozent Zinsen für ihr Guthaben auf dem türkischen Währungskonto.

Tipp: Fremdwährungskonten sind nichts für schwache Nerven. Wer aber glaubt, dass der Euro in naher Zukunft immer mehr an Wert verliert, kann mit einer anderen Währung durchaus zum Gewinner eines Euro-Crashes werden.

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